Lupinen haben Blattläuse – Wie am besten bekämpfen?

Tauchen Blattläuse an den Lupinen auf, so gilt es schnell zu handeln: Schließlich stehen diese Blühwunder selten allein im Beet, sondern in Kombination mit Blumen und Gehölzen wie etwa die Blattläuse geradezu magisch anziehenden Rosen. In der Regel helfen Hausmittel sehr gut und verhindern eine Ansteckung.

lupinen-blattlaeuse-bekaempfen
Blattläuse haben Lupinen zum Fressen gern

Blattläusen vorbeugen

Damit die Gefahr einer Infektion reduziert wird, können Sie bereits beim Anlegen des Blumenbeets auf optimale Standortbedingungen achten. Ein lockerer, durchlässiger Boden, ein ausreichend sonniger Standort und passende Pflanzabstände sorgen für gesunde Pflanzen, die von selbst starke Abwehrkräfte besitzen und sich so gegen eine Blattlausinvasion wehren können. Zudem sollten Sie auf eine ausgewogene Mischkultur achten: Manche Pflanzen, etwa Lavendel oder Knoblauch, vertreiben durch ihre charakteristischen Ausdünstungen Blattläuse und andere Schädlinge.

So bekämpfen Sie Blattläuse an Lupinen

Sind die Lupinen bereits abgeblüht, können Sie einfach die Blütenstände abschneiden. Auf diese Weise verschwinden die Blattläuse und Sie können auf eine zweite Blüte hoffen. Samen werden Sie mit dieser Methode jedoch nicht ernten können, da die Früchte der Nachblüte nicht rechtzeitig ausreifen. Im Normalfall hilft außerdem das Abspritzen der befallenen Pflanzen mit einem Wasserschlauch. Dies müssen Sie mehrfach wiederholen, um auch tatsächlich alle Blattläuse zu erwischen.

Nützliche Insekten

Spülen Sie die Blattläuse einfach mit dem Wasserschlauch ab, freuen sich zahlreiche nützliche Insekten über diese Mahlzeit: Allein Marienkäfer fressen bis zu 1000 Blattläuse und sind daher als Schädlingsbekämpfer im Garten unverzichtbar. Dasselbe gilt für Nützlinge wie Ohrwürmer, Schlupfwespen, Florfliegen oder Schwebfliegen. Larven und Eier dieser Tiere können Sie im Gartenfachhandel kaufen und gezielt dort ausbringen, wo sie gebraucht werden. Ein insektenfreundlicher Garten – viele Blütenpflanzen, ein geschickt positioniertes Insektenhotel – sorgt dafür, dass die Tiere sich ansiedeln und Sie beim ökologischen Gärtnern unterstützen.

Effektive Hausmittel

Ist der Blattlausbefall bereits fortgeschritten, hilft das reine Wasser oft nicht mehr. Sie können es jedoch mit Hausmitteln versetzen, die in jeder Küche zu finden sind. Milch, Öl und Spiritus etwa verkleben die Tracheen der Tiere und lassen sie ersticken. Auf diese Weise kommen sie so schnell nicht wieder und können keine Nachkommen zeugen. Als besonders wirksam haben sich die folgenden Mittel erwiesen:

  • Milch-Öl-Gemisch: 1 Teil frische Vollmilch, 2 Teile Wasser, einige Tropfen Pflanzenöl (z. B. Rapsöl) oder Spiritus
  • Spülmittel: je einige Tropfen Spülmittel und Spiritus oder Pflanzenöl mit Wasser vermischen
  • Neemsamen: 50 Gramm Neemsamen mit einem Liter kochendem Wasser aufgießen und ziehen lassen
  • Kaffee / Schwarztee: abgekühlter Kaffee oder Schwarztee ohne Zusätze
  • Brennnesselsud: 1 Kilogramm frische, zerkleinerte Brennnesseln mit 10 Litern Wasser aufgießen und ziehen lassen

Besprühen Sie die Lupinen sowie weitere befallene Pflanzen mit diesen Flüssigkeiten und wiederholen Sie die Behandlung innerhalb von ein bis zwei Wochen mehrfach.

Tipps

Einen Blattlausbefall erkennen Sie auf an einem verkrüppelten Wachstum, schwarzen Flecken auf den Blättern und Trieben sowie einem gleichzeitigen Ameisenbefall. In diesen Fällen ist die Invasion allerdings oft schon weit fortgeschritten.

Text: Ines Jachomowski
Artikelbild: Drew Rawcliffe/Shutterstock

Melde Dich für unseren Newsletter an

Erhalten Sie den monatlichen Gartenjournal Newsletter in Ihr E-Mail Postfach. Abmelden ist jederzeit möglich.