Klee – Bodendecker oder Unkraut?

Oft als Unkraut verschrien, erfreut sich Klee in manchen Kreisen zunehmender Beliebtheit. Er dient wahlweise als Bienenweide oder zur Bodenverbesserung und kann sogar als Heilkraut genutzt werden. Aber ist er auch ein guter Bodendecker?

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Klee kommt in Wäldern als natürlicher Bodendecker vor

Kann ich Klee als Bodendecker nutzen?

Klee lässt sich hervorragend als Bodendecker nutzen, denn er ist recht anspruchslos und sehr pflegeleicht. Einige Sorten sind immergrün. Außerdem breitet Klee sich relativ schnell aus, ohne dass Sie viel dafür tun müssten. So ist in kurzer Zeit eine recht große Fläche begrünt.
Wenn Sie es wünschen, dann können Sie den Klee ohne große Mühe schön kurz halten oder sich alternativ an den hübschen Blüten erfreuen. Damit locken Sie Insekten in Ihren Garten und leisten so einen großen Beitrag zur Artenvielfalt.

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In welchen Bereichen kann ich Klee als Bodendecker nutzen?

Klee können Sie praktisch in allen Gartenbereichen als Bodendecker nutzen, allerdings bevorzugen die unterschiedlichen Arten verschiedene Standorte.
Für saure Böden eignet sich der Waldsauerklee (bot. Oxalis acetosella) besonders gut. Er wächst ursprünglich in Nadel- und Mischwäldern und benötigt kaum Sonne. Seine zarten weißen oder blassrosa Blüten zeigt er in der Zeit von April bis Juni.
Der Weißklee (bot. Trifolium repens) bevorzugt einen nassen und nährstoffreichen Boden. Er blüht von Mai bis Oktober. Rotklee wächst besonders gut in der Sonne oder im Halbschatten.

Eignet sich Klee als Rasenersatz?

Manche Kleesorten eignen sich als Ersatz für eine Rasenfläche, aber nicht alle. Zum einen sollte der gewählte Klee möglichst trittfest sein, damit die Fläche auch tatsächlich begangen werden und vielleicht auch als Spielfläche von Ihren Kindern genutzt werden kann. Zum anderen sollten Sie sich für eine immergrüne Art entscheiden, sonst haben Sie im Herbst und Winter nur einen grauen und recht kahlen „Rasen“ vor Augen.

Welche Kleesorten sind trittfest?

Zu den trittfesten Kleesorten zählen:

  • Weißklee (bot. Oxalis acetosella): Blätter grün, Blüten weiß
  • Horn-Sauerklee oder Gelber Sauerklee (Oxalis corniculata): rötliche Blätter, gelbe Blüten
  • Mikro- oder Zwergklee: eine spezielle Züchtung des Weißklees, extra klein bleibend

Wie pflege ich meinen „Kleerasen“?

Klee ist im Allgemeinen recht pflegeleicht. Wenn Sie die Sorte passend zu Ihrem Boden aussuchen, dann haben Sie recht wenig Arbeit damit. Soll Ihre Kleefläche schön kurz bleiben, dann ist wöchentliches Mähen angesagt. Allerdings müssen Sie dann auf die Blüte verzichten. Düngen ist nicht nötig, da Klee selbst als Gründünger genutzt werden kann.
Nach einer starken Beanspruchung, wie Fußballspielen oder einem Familienfest auf der Fläche, sollten Sie Ihrem Klee eine ausreichende Erholung gönnen und ihn nicht oder selten betreten.

Tipp

Vorsicht vor Überwucherung!

Viele Kleesorten breiten sich sehr schnell und hartnäckig aus. Überlegen Sie also gut, wohin Sie den Klee pflanzen und grenzen Sie die Fläche gegebenenfalls mit Rasenkantensteinen ab. Je nach Sorte wachsen die Wurzeln des Klees bis zu 70 Zentimeter tief in die Erde. Daher lässt sich Klee nur mit Mühe aus dem Blumenbeet entfernen.

Text: Ursula Eggers
Artikelbild: 40North/Shutterstock

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