Der Kirschlorbeer wächst nicht – was ist die Ursache?

Der immergrüne Kirschlorbeer zählt zu den Heckenpflanzen, die sehr rasch wachsen und dadurch innerhalb weniger Jahre einen hohen und dichten Sichtschutz bilden. Gedeiht das Gehölz nicht wie gewünscht, können Pflegefehler vorliegen.

Kirschlorbeer wächst nicht

Regelmäßiger Schnitt beschleunigt das Wachstum

Viele Gartenbesitzer lassen die Lorbeerkirsche in den ersten Jahren frei wachsen weil sie hoffen, dass der immergrüne Strauch dadurch besonders rasch wächst. Leider ist eher das Gegenteil der Fall.

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Möchten Sie das Wachstum des Kirschlorbeer unterstützen, sollten Sie den Busch bereits im ersten Frühjahr nach der Pflanzung zurückschneiden. Bei zögerlichem Wuchs kann es hilfreich sein, auch die Blütenknospen herauszuschneiden. Die Lorbeerkirsche kann dann alle Kraft in die Bildung neuer Triebe stecken und belohnt Ihren Verzicht auf die Blüten mit kräftigem Wachstum.

Ausreichend düngen

Bereits bei der Pflanzung sollte der Kirschlorbeer mit Dünger versorgt werden. Gut geeignet sind:

  • Hornspäne
  • Kompost
  • reifer Mist.

Mischen Sie das Düngemittel mit dem Mutterboden und füllen Sie das Pflanzloch mit der Erde auf. Nach dem Setzen können Sie dem Gießwasser zusätzlich etwas Flüssigdünger beigeben. Diese Starthilfe für die Lorbeerkirsche beschleunigt das Anwachsen und den Erstaustrieb. Vermeiden Sie jedoch übermäßige Düngergaben, da diese die Umwelt belasteten und die Pflanze schädigen können. Auch im Herbst sollten Sie das Gehölz nicht mehr düngen, da die neuen Triebe dann nicht genügend ausreifen können. Massive Frostschäden im Winter sind die Folge.

Regelmäßig wässern

Der neu gesetzte Kirschlorbeer muss seine Herzwurzeln erst richtig ausbilden, um Trockenphasen unbeschadet überstehen zu können. Frisch gesetzt benötigt der immergrüne Strauch, der an heißen Tagen über die große Blattfläche viel Feuchtigkeit verdunstet, zusätzliche Wassergaben.

Schwemmen Sie die Lorbeerkirsche immer dann satt, wenn sich die oberen Zentimeter der Erde trocken anfühlen. Vermeiden Sie dabei jedoch unbedingt Staunässe, auf die der Kirschlorbeer sehr empfindlich reagiert.

Haben Sie die richtige Sorte gewählt?

Nicht alle Lorbeerkirsch-Arten recken sich in den Himmel. Bodendeckende oder niedrig wachsende Sorten wie Otto Luyken erreichen erst nach Jahren ihre endgültige Wuchshöhe, die unbeschnitten nur etwa 1,50 Meter beträgt.

Tipps & Tricks

Gedeiht der Kirschlorbeer schlecht und wächst nur langsam, könnten auch Schädlingsbefall oder Krankheiten die Ursache sein. So knabbern beispielsweise die Larven des nachtaktiven Dickmaulrüsslers an den Wurzeln der Pflanzen und schwächen sie dadurch massiv.

Text: Sabine Kerschbaumer

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