Kirschlorbeer: Die häufigsten Arten und ihre Unterschiede

Der immergrüne Kirschlorbeer mit seinem attraktiv gefärbten Laub zählt zu den beliebtesten Heckenpflanzen. Gut schnittverträglich und rasch wachsend bildet er in kürzester Zeit dichte Sichtschutzhecken. Im Handel erhalten Sie über 25 verschiedene Arten, die zwar die gleichen Anforderungen an den Standort und das Substrat haben, aber Unterschiede im Wuchs sowie der Form und Farbe der Blätter aufweisen.

Kirschlorbeer Sorten

Verbreitete Sorten der Lorbeerkirsche

In diesem Artikel erhalten Sie eine grobe Übersicht über die am häufigsten angebotenen Arten, ihren Wuchs und spezifische Besonderheiten:

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Aufrechte Lorbeerkirsche (Prunus laurocerasus Herbergii)

Diese robuste Sorte ist stark wachsend und wird zwei bis drei Meter hoch. Sie gilt als ausgesprochen winterhart, schnellwüchsig und gedeiht auch in rauen Gegenden sehr gut. Aufgrund dieser Eigenschaften ist die Aufrechte Lorbeerkirsche eine der am häufigsten in unseren Gärten anzutreffenden Arten.

Kirschlorbeer Caucasia (Prunus laurocerasus Caucasica)

Stark wachsende Sorte mit sehr hübsch geformten, schmalen Blättern die Wuchshöhen bis zu vier Metern erreicht. Ausgesprochen robust und winterhart eignet sich dieser Kirschlorbeer insbesondere für Heckenanpflanzungen.

Großblättriger Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus Rotundifolia)

Im Gegensatz zu den zwei vorherigen Arten ist diese Lorbeerkirsche ziemlich frostempfindlich und sollte nur an geschützten Stellen gepflanzt werden. Das Laub ist deutlich breiter wie das anderer Arten, wenn auch nicht rund wie der lateinische Name vermuten lässt. Rotundfolia erreicht Wuchshöhen von bis zu drei Metern.

Kirschlorrbeer Novita (Prunus laurocerasus Novita)

Das Laub dieser Lorbeerkirsche ähnelt dem der Sorte Rotundifolia. Novita ist jedoch wesentlich frosthärter. Starkwüchsig erreicht diese Lorbeerkirsche Höhen von bis zu drei Metern, ist gut schnittverträglich und somit hervorragend für Heckenpflanzungen geeignet.

Breitwüchsige Lorbeerkirsche Otto Luyken (Prunus laurocerasus ‘Otto Luyken’)

Im Gegensatz zu anderen Arten wächst dieser Kirschlorbeer breitbuschig und dicht verzweigt. Er erreicht Wuchshöhen bis zu 1,50 Metern und wird dann nur noch breiter. Gut schnittverträglich eignet er sich sehr gut als Strauch, der unschöne Gartenecken oder den Kompost vor Blicken schützt.

Kirschlorbeer Etna (Punus laurocerasus Etna)

Sehr schnellwüchsig mit jährlichen Zuwachsraten von bis zu vierzig Zentimetern. Er erreicht Wuchshöhen von bis zu zwei Metern und bildet durch seine reiche Verzweigung sehr dichte Hecken. Gut schnittverträglich und winterhart.

Portugiesische Lorbeerkirsche (Prunus angustifolia Lusitanica)

Im Unterschied zu anderen Arten hat die Portugiesische Lorbeerkirsche relativ schmale Blätter. Ausgesprochen winterhart eignet sie sich nicht nur als Pflanze, sondern mit Wuchshöhen von über zehn Metern auch als attraktiver Solitärstrauch.

Lorbeerkirsche Van Nes (Prunus laurocerasus Van Nes)

Dicht und breitbuschig wachsend wird diese Lorbeerkirsche bis zu zwei Metern hoch. Sie bildet besonders viele Blüten, wächst dicht und kompakt und ist sehr frosthart.

Tipps & Tricks

Welche Sorte Kirschlorbeer Sie für Ihren Garten wählen, sollten Sie anhand des Standorts, der Bodenbedingungen und der gewünschten Wuchshöhe auswählen. Neben den in diesem Artikel genannten häufigen Arten gibt es weitere Sorten wie z.B. den dunkelblättrigen Kirschlorbeer Schipkaensis, die spezifische Eigenschaften wie Industriefestigkeit oder eine Resistenz gegenüber der Schrotschusskrankheit aufweisen.
SKb

Text: Burkhard

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