Ursachen für braune Blattränder und -Spitzen beim Kirschlorbeer

Manchmal zeigt der Kirschlorbeer braune Spitzen und Laubränder, trotzdem das Gehölz kräftig austreibt und auf den ersten Blick gut gedeiht. Dieses Schadbild hat in den meisten Fällen eine nichtparasitäre Ursache, das Sie selbst problemlos behandeln können.

Kirschlorbeer braune Blattränder

Nährstoffmangel oder Überversorgung führt zu Blattschäden

Ein Zuviel oder Zuwenig an bestimmten Nährstoffen verursacht häufig Blattverfärbungen, Deformationen des Laubes oder Kümmerwuchs einzelner Blätter. Verbräunt das Laub vom Rand her und fällt schließlich ab, wurde in vielen Fällen zu stark gedüngt.

Auch der pH-Wert des Bodens beeinflusst das Wachstum des Kirschlorbeers. Liegt dieser Wert im stark saueren oder basischen Bereich, reagiert die Lorbeerkirsche mit braunen Rändern des Laubes. Um diese Ursache auszuschließen, sollten Sie eine Bodenuntersuchung vornehmen lassen.

Fraßschäden des Dickmaulrüsslers

Können Sie einen Pflegefehler ausschließen, sollten Sie nach Einsetzen der Dunkelheit mit einer Taschenlampe die Sträucher absuchen. Die braunen Ränder und Spitzen der Blätter könnten Fraßschäden des Dickmaulrüsslers sein, dessen Lieblingsspeise Gehölze mit etwas derberem Laub sind. Für die Lorbeerkirsche gefährlich sind nicht die Käfer selbst sondern die im Erdreich lebenden Larven, welche die Wurzeln schädigen und die Pflanze dadurch massiv schwächen.

Die Schrotschusskrankheit

Auch wenn sich die Schrotschusskrankheit im Frühstadium üblicherweise durch schwarze Punkte auf den Blättern zeigt, sollten Sie bei braunen Spitzen und Rändern an diese Pilzkrankheit denken. Bei genauem Hinsehen finden sich bei Befall neben den braunen Blätterändern punktförmige Aufhellungen auf dem Laub, die sich im späteren Stadium rotbraun verfärben und schließlich von der Pflanze abgestoßen werden.

Tipps & Tricks

Werden die Blätter vom Rand nach innen braun, dann könnte Kaliummangel Schuld sein. Düngen Sie in diesem Fall die Lorbeerkirsche mit Beinwelljauche, abgelagertem Mist oder Holzasche, da all diese Düngemittel viel Kalium enthalten.

Text: Sabine Kerschbaumer
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