Kirschlorbeer muss regelmäßig gedüngt werden

Kirschlorbeer zählt zu den ausgesprochen wuchsfreudigen Sträuchern. Durch Zuwächse von bis zu vierzig Zentimetern jährlich entwickeln sich frisch gepflanzte Lorbeerkirschen rasch zu prächtigen Gehölzen, die dichte, immergrüne Hecken bilden. Damit der Kirschlorbeer so gut gedeihen kann benötigt er neben dem richtigen Standort zyklische Düngergaben.

Kirschlorbeer düngen
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Regelmäßiges Düngen erhöht die Widerstandskraft

Winterharter Kirschlorbeer wirft sein Laub im Gegensatz zu anderen Sträuchern nicht ab und hat deshalb einen hohen Nährstoffbedarf. Auf Unterversorgung reagiert der Strauch mit braunen Blättern und Laubabwurf. Zudem sind ausreichend mit Nährstoffen versorgte Lorbeerkirschen weit weniger anfällig für Krankheiten.

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Wann Kirschlorbeer düngen?

Eine erste Düngergabe erfolgt im zeitigen Frühjahr, noch bevor die eigentliche Wachstumsperiode beginnt. So erhält die Lorbeerkirsche genügend Nährstoffe um nach den harten Wintermonaten neue Kräfte zu sammeln und gesund auszutreiben.

Einmaliges Düngen genügt dem stark wachsenden Strauch manchmal nicht, auch wenn Langzeitdünger wie Hornspäne (6,39€ bei Amazon*) oder Kompost eingesetzt wurden. Versorgen Sie die Pflanze deshalb im Frühsommer Ende Mai oder Anfang Juni nochmals mit einem geeigneten Düngemittel.

Ab Ende Juli muss das neu gebildete Holz ausreifen können, damit die Lorbeerkirsche im Winter nicht zurückfriert. Verabreichen Sie deshalb im Spätsommer und Herbst keinen Dünger mehr. Die Pflanze bildet dann keine frischen Triebe mehr aus und kommt gut durch die kalte Jahreszeit.

Wie wird gedüngt?

  • Düngen Sie den Boden nur in feuchtem Zustand. Trockene Böden zunächst gut befeuchten bevor Sie das Düngemittel ausbringen.
  • Beim Düngen gilt: Weniger ist mehr. Dosieren Sie Kompost, Mist und andere Dünger mäßig. Bei Bedarf können Sie im Frühsommer die Lorbeerkirsche ein zweites Mal düngen.
  • Mulchen Sie die Erde rund um den Kirschlorbeer nach der Düngung. Verwenden Sie Rasenschnitt zum Mulchen, muss darauf geachtet werden, dass keine Fäulnis entsteht. Diese Gefahr besteht beim Bedecken mit Rindenmulch oder Holzhäckseln nicht.

Welcher Dünger ist geeignet?

Die Lorbeerkirsche können Sie mit verschiedenen Mitteln düngen. Hierzu zählen:

  • Mist
  • Kompost
  • Hornspäne
  • Blaukorn
  • Fertigdünger

So verwenden Sie die einzelnen Düngemittel

Natürlicher Mist

Gut geeignet zur Düngung der Lorbeerkirsche ist gut abgelagerter Kuh- oder Pferdemist. Alternativ können Sie Mist in Pelletform im Handel erwerben. Diese Düngemittel wirken ebenfalls rein biologisch. Meist haben Mist-Pellets eine Depotwirkung, welche eine zweite Düngergabe im Frühsommer überflüssig macht.

Kompost aus dem eigenen Garten

Gut ausgereiften Kompost ist der ideale Dünger. In ihm sind ausreichend Stickstoff und alle anderen wichtigen Nährstoffe und Spurenelemente in optimaler Dosierung und leicht verwertbarer Form vorhanden sind. Bringen Sie den Kompost in einer etwa einen Zentimeter dicken Schicht rund um die Lorbeerkirsche aus und arbeiten Sie ihn mit einer Hacke in den Boden ein. Achten Sie darauf, dass der Kompost reif ist, denn ansonsten zieht er Stickstoff aus der Erde, welchen der Strauch für das Wachstum benötigt.

Horndünger: Sehr guter organischer Stickstoffdünger

Hornmehl, Hornspäne und Hornschrot bestehen aus den zerkleinerten Hörnern von Schlachttieren. Während Hornmehl rasch im Boden gelöst und von den Pflanzen aufgenommen werden kann zersetzen sich Hornspäne langsam. Sie werden von den Kleinstlebenwesen zersetzt und versorgen den Kirschlorbeer über einen längeren Zeitraum mit Nährstoffen.

Arbeiten Sie den Dünger mit einer Hacke in den leicht feuchten Boden ein. Da ein Überdüngen mit Hornspänen (6,39€ bei Amazon*) praktisch unmöglich ist, eignet sich dieses Düngemittel auch zur Anreicherung von Kompost oder Erde beim Einsetzen junger Lorbeerkirschen.

Blaukorn

Blaukorn ist ein mineralischer NPK-Dünger, der Stickstoff (N), Phosphat (P) sowie Kali (K) enthält. Blaukorn wirkt sehr schnell und ist im Vergleich zu vielen anderen Düngern sehr preiswert. Allerdings ist in Blaukorn kein organisches Material enthalten und das Düngemittel verbessert deshalb die Bodenqualität nicht.

Arbeiten Sie das rund um den Kirschlorbeer ausgebrachte Blaukorn gut in den feuchten Boden ein und wässern Sie nach dem Düngen die Pflanze gründlich. Dosieren Sie Blaukorn sehr genau, da ansonsten die Gefahr besteht, den Boden zu überdüngen. Dadurch gelangt Stickstoff in Form von Nitrat ins Grundwasser und die Bodenstruktur leidet.

Organische Fertigdünger: Bequem und einfach in der Handhabung

Fertigdünger enthält alle Nährelemente in optimaler Zusammensetzung. Sehr gut können Sie den Kirschlorbeer beispielsweise mit Rhododendrondünger oder einem Mehrnährstoffdünger (NPK-Dünger) düngen. Verabreichen Sie diese Düngemittel in der auf der Packung angegebenen Dosierung so können Sie sicher sein, dass die Lorbeerkirsche bestens mit allen notwendigen Nährstoffen versorgt ist.

Für alle Düngemittel gilt: Beachten Sie die Herstellerangaben bezüglich Menge und Häufigkeit der Anwendung genauestens. Zwar ist die Gefahr der Überdüngung bei Lorbeerkirschen eher gering, dennoch kann ein Zuviel an Dünger das Wachstum bremsen und schwere Schäden an den Pflanzen bis hin zum Absterben verursachen.

Tipps & Tricks

Manchmal passiert es, dass ein Strauch einer Lorbeerhecke eingeht und das entstehende Loch schnellstmöglich durch eine Jungpflanze aufgefüllt werden soll. Im zweiten Jahr nach der Pflanzung können Sie durch flüssigen Blumendünger (13,27€ bei Amazon*) einen großen Wachstumsschub erreichen.

Text: Sabine Kerschbaumer

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