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Hochbeet mit Pferdemist: So geht’s richtig

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Pferdemist bietet als natürlicher Dünger im Hochbeet zahlreiche Vorteile für Pflanzenwachstum und Bodengesundheit. Dieser Artikel erläutert die richtige Verwendung von Pferdemist im Hochbeet und stellt geeignete Pflanzenarten für diese Anbaumethode vor.

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Pferdemist ist ein guter Dünger

Die Vorzüge von Pferdemist im Hochbeet

Die Verwendung von Pferdemist als organischen Dünger in Ihrem Hochbeet bringt Ihrem Garten viele Vorteile. Hier sind die wichtigsten Punkte zusammengefasst:

  • Wärmeentwicklung: Der Zersetzungsprozess von Pferdemist erzeugt Wärme. Diese Eigenschaft erweist sich als besonders nützlich, um die Bodentemperatur im Frühjahr zu erhöhen. So wird der Gemüseanbau gefördert und die Anbausaison verlängert.
  • Nährstoffversorgung: Mit seinem hohen Gehalt an essenziellen Nährstoffen wie Stickstoff, Kalium und Phosphor trägt Pferdemist maßgeblich zu einem gesunden und kräftigen Pflanzenwachstum bei.
  • Bodenverbesserung: Pferdemist enthält eine große Menge an unverdauten Pflanzenfasern. Diese lockern den Gartenboden und verbessern seine Struktur. Dadurch kann der Boden Wasser und Nährstoffe besser speichern.
  • Nachhaltigkeit: Die Nutzung von Pferdemist als Dünger im Hochbeet ist eine umweltfreundliche Alternative zu chemischen Düngemitteln. Sie unterstützt den natürlichen Kreislauf und fördert eine nachhaltige Gartenarbeit.

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Diese Vorteile machen Pferdemist zu einem wertvollen Bestandteil für die Anreicherung und Pflege von Hochbeeten.

Pferdemist im Hochbeet richtig verwenden

Die effektive Nutzung von Pferdemist in einem Hochbeet erfordert sorgfältige Planung und Durchführung. Im Folgenden finden Sie eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, um die Vorteile dieses natürlichen Düngers voll auszuschöpfen.

1. Auswahl des Pferdemists:

Optimal ist frischer Pferdemist, der Stroh in kurzen Längen enthält. Dies gewährleistet eine effiziente Wärmeentwicklung, die für das Hochbeet essenziell ist.

2. Vorbereitung des Hochbeets:

Entfernen Sie etwa 40 cm der obersten Erdschicht und ersetzen Sie diese durch eine 20 cm dicke Schicht frischen Pferdemists. Dies bildet die Grundlage für ein nahrhaftes und wärmendes Umfeld für Ihre Pflanzen.

3. Verdichten des Pferdemists:

Eine sorgfältige Verdichtung des Pferdemists unterstützt die Wärmebildung und sorgt für eine gleichmäßige Verteilung der Nährstoffe.

4. Abdecken des Pferdemists:

Bedecken Sie den verdichteten Mist mit einer 20–30 cm hohen Schicht hochwertiger Gartenerde. Dies verhindert, dass die Pflanzenwurzeln direkt mit dem frischen Mist in Berührung kommen und bietet ein ideales Medium für das Pflanzenwachstum.

5. Hochbeet abdecken:

Nutzen Sie eine Abdeckung, wie beispielsweise Folie oder einen Frühbeetkasten, um die Wärme zu halten und ein optimales Mikroklima zu schaffen. Achten Sie jedoch darauf, Belüftungsmöglichkeiten zu integrieren, um Staunässe und die Entwicklung von Schimmel zu vermeiden.

6. Wartezeit:

Geben Sie dem Hochbeet 5–7 Tage Zeit, damit sich die Wärme entwickeln kann, bevor Sie mit der Bepflanzung oder der Aussaat beginnen.

Geeignete Pflanzen für Hochbeete mit Pferdemist

In Hochbeeten, die mit Pferdemist angereichert sind, finden bestimmte Pflanzenarten ideale Wachstumsbedingungen:

  • Frühes Gemüse: Radieschen, Rettich, Spinat und Möhren profitieren von der Wärme und den Nährstoffen und können bereits früh im Jahr geerntet werden.
  • Wärmeliebendes Gemüse: Zu den Gemüsesorten, die besonders von der zusätzlichen Wärme und Nährstoffen profitieren, zählen Tomaten, Kürbisse, Zucchini, sowie Sellerie und Kohl.
  • Starkzehrer: Pflanzen wie Kohlarten und Sellerie benötigen eine reiche Nährstoffversorgung, die durch den Pferdemist gewährleistet wird.
  • Obst und Beeren: Auch Beerenobst und Obstbäume profitieren von der nährstoffreichen Bodenverbesserung.
  • Blühpflanzen: Rosen, Hortensien und Rhododendren schätzen ebenfalls die reichhaltige Nährstoffquelle und blühen üppiger.

Diese Auswahl zeigt, wie vielfältig die Einsatzmöglichkeiten von Pferdemist in Hochbeeten sind. Stets steht dabei eine Anreicherung mit einem natürlichen, nährstoffreichen Substrat im Vordergrund.

Bilder: anuwat pephat / Shutterstock