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Möhren düngen: So gelingt eine optimale Nährstoffversorgung

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Möhren sind zwar Mittelzehrer, benötigen aber für ein optimales Wurzelwachstum die richtige Nährstoffzufuhr. Dieser Artikel beleuchtet die verschiedenen Düngemöglichkeiten und gibt praktische Tipps für eine reiche Ernte.

Möhren-düngen

Nährstoffbedarf von Möhren

Möhren haben einen mittleren Nährstoffbedarf. Für ein gesundes Wachstum und eine reiche Ernte benötigen sie insbesondere:

  • Stickstoff: Wichtig für die Entwicklung von Blättern und Wurzeln.
  • Phosphor: Fördert starke Wurzeln und unterstützt die Blütenbildung.
  • Kalium: Stärkt die Pflanzenzellen und erhöht die Widerstandskraft gegenüber Krankheiten und Schädlingen.

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Des Weiteren sind Spurenelemente wie Eisen, Zink und Mangan notwendig, damit die Stoffwechselprozesse in den Möhren optimal funktionieren. Eine ausgewogene Nährstoffversorgung ist daher unerlässlich.

Düngung von Möhren

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Möhren zu düngen, wobei organische Düngemittel besonders empfehlenswert sind.

Organische Düngemittel

Kompost

Kompost ist ein natürlicher Dünger, der aus Garten- und Küchenabfällen gewonnen wird. Er enthält eine Vielzahl von Nährstoffen und verbessert die Bodenstruktur sowie die Feuchtigkeitsretention. Kompost kann im Frühjahr oder Herbst in das Beet eingearbeitet werden.

Hornspäne

Hornspäne sind ein organischer Stickstoffdünger, der langsam wirkt und den Pflanzen über einen längeren Zeitraum Stickstoff liefert. Sie eignen sich besonders gut für Mittelzehrer wie Möhren.

Pflanzenjauche

Pflanzenjauche, hergestellt aus Brennnesseln, Beinwell oder Schachtelhalm, ist ein flüssiger Dünger, der Stickstoff und Kalium sowie verschiedene Spurenelemente enthält. Sie muss vor der Anwendung verdünnt werden und sollte nicht direkt auf die Blätter gelangen.

Mineralische Dünger

Mineralische Dünger enthalten konzentrierte Nährstoffe und können gezielt eingesetzt werden. Da Möhren empfindlich auf hohe Salzkonzentrationen reagieren, sollte die Düngung in mehreren kleinen Gaben erfolgen oder auf Düngemittel mit langsamer Freisetzung zurückgegriffen werden.

Zeitpunkt der Düngung

Der beste Zeitpunkt für die Grunddüngung von Möhren ist im Frühjahr bei der Beetvorbereitung vor der Aussaat. Eine Nachdüngung während der Wachstumsperiode kann notwendig sein, insbesondere im Sommer:

  • Frühjahr: Grunddüngung bei der Beetvorbereitung.
  • Sommer: Nachdüngung bei schwachem Pflanzenwachstum oder blassen Blättern.

Düngermenge

Die korrekte Düngermenge hängt vom Nährstoffgehalt des Bodens, dem verwendeten Dünger und dem Bedarf der Pflanzen ab. Eine Bodenanalyse hilft, die benötigten Nährstoffe zu bestimmen. Zu viel Dünger schadet den Möhren. Verwenden Sie beschriftete Becher oder eine Waage, um die richtige Menge zu dosieren und Überdüngung zu vermeiden.

Düngung in der Mischkultur

Möhren profitieren von der Mischkultur, da bestimmte Pflanzenarten ihr Wachstum unterstützen und Schädlinge fernhalten:

  • Zwiebeln: Sie verhindern den Befall durch die Möhrenfliege und verbessern die Bodenstruktur.
  • Tomaten: Sie fördern das Wachstum der Möhren durch Bodenverbesserung.
  • Salatpflanzen: Reduzieren Unkrautwuchs durch Bodendeckung.
  • Dill: Schädlingsabwehr und Schutz vor Verdunstung durch Mischkultur mit Möhren.

Die Wahl der richtigen Pflanzenkombination kann die Ernteerträge steigern und die Notwendigkeit von Pflanzenschutzmaßnahmen verringern.

Bilder: nixoncreative / iStockphoto