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Möhren ziehen: Erfolgreiche Tipps für Ihren Gemüsegarten

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Möhren sind ein beliebtes und gesundes Gemüse, das sich leicht im eigenen Garten anbauen lässt. In diesem Artikel erhalten Sie umfassende Informationen zur Aussaat, Pflege und Ernte von Möhren.

Möhren ziehen

Der richtige Zeitpunkt für die Aussaat von Möhren

Möhren sind recht unempfindlich gegenüber Kälte und können schon früh im Jahr gesät werden. Ab Mitte Februar, wenn die Bodentemperaturen nicht unter 3 °C liegen, kann mit der Aussaat begonnen werden. Früh- und Sommerkarotten werden ab März gesät. Um fortlaufend frische Möhren zu ernten, wiederholen Sie die Aussaat ab März alle vier Wochen bis Juni.

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Spätere Sorten, die für die Winterlagerung gedacht sind, sollten ab Mitte April gesät werden. Diese Sorten entwickeln sich bis zum Herbst optimal.

Standort und Bodenbeschaffenheit

Möhren bevorzugen einen sonnigen Standort und lockeren, humusreichen Boden. Der pH-Wert des Bodens sollte zwischen 5,5 und 6 liegen. Zu schwere, lehmige oder steinige Böden führen oft zu Fehlbildungen der Wurzeln, während sehr sandige Böden nicht ausreichend Feuchtigkeit halten können.

Wichtigkeit der Bodenqualität

  • Ein lockerer, tiefgründiger Boden unterstützt die Entwicklung langer, gerader Wurzeln.
  • Eine gleichmäßige Wasserversorgung ist entscheidend, da Trockenheit die Erträge mindern kann.
  • Staunässe und verdichtete Böden sollten vermieden werden, um Wurzelkrankheiten vorzubeugen.

Durch sorgfältige Vorbereitung und Pflege des Bodens können Möhren optimal gedeihen und eine reiche Ernte liefern.

Möhren säen

Möhren werden direkt im Freiland ausgesät. Das Vorziehen auf der Fensterbank ist zwar theoretisch möglich, führt jedoch meist zu geringeren Erträgen.

Anleitung zur Aussaat von Möhren

  1. Den Boden tiefgründig lockern und grobe Erdschollen zerkleinern, eventuell Kompost oder Langzeitdünger einarbeiten.
  2. Saatrillen mit einem Reihenabstand von 30 bis 40 cm ziehen.
  3. Karottensamen mit einem Pflanzabstand von 3 bis 5 cm in einer Saattiefe von 1 bis 2 cm ausbringen.
  4. Markierungssaat wie Radieschen oder Dill zwischen die Möhren säen.
  5. Rillen mit Erde bedecken, leicht andrücken und wässern.

Ausdünnen der Möhren

Nach dem Auflaufen sollten die Möhren vereinzelt werden, falls sie zu dicht stehen. Mit dem Ausdünnen warten, bis die Pflanzen mindestens 5 cm hoch gewachsen sind. Entfernen Sie zu dicht stehende Keimlinge, sodass ein Abstand von 2 bis 3 cm entsteht. Alternativ können Sie die Jungpflanzen länger stehen lassen und jede zweite Möhre als Baby-Möhre ernten.

Gute und schlechte Nachbarn für Möhren

Möhren sollten nicht neben verwandten Arten wie Sellerie, Pastinake oder Petersilie gepflanzt werden.

Gute Nachbarn

  • Zwiebeln, Knoblauch, Lauch: Halten die Möhrenfliege fern und schützen vor der Zwiebelfliege.
  • Salat, Mangold, Erbsen: Unterstützen das Wachstum und vermeiden Nährstoffkonkurrenz.
  • Ringelblumen, Studentenblumen: Vertreiben wurzelschädigende Nematoden.

Ein Standortwechsel alle drei bis vier Jahre ist sinnvoll, um Bodenermüdung zu vermeiden.

Schlechte Nachbarn

  • Sellerie: Beeinflusst das Wachstum negativ.
  • Pastinake, Petersilie: Erhöhen das Krankheits- und Schädlingsrisiko.

Pflege der Möhren

Möhren sind relativ pflegeleicht, erfordern jedoch einige Maßnahmen für eine optimale Ernte.

Gießen der Möhren

Möhren sollten während der Keimlingsphase und bei Trockenheit gegossen werden. Übermäßiges Gießen fördert das Blattwachstum auf Kosten der Wurzelentwicklung. Halten Sie die Feuchtigkeit gleichmäßig während des gesamten Wachstums.

Düngen der Möhren

Als Mittelzehrer benötigen Möhren nicht viel Dünger. Kompost eignet sich am besten als Dünger:

  • Im Herbst eine dünne Schicht reifen Kompost auftragen und leicht einarbeiten.
  • Vor der Aussaat im Frühjahr kann eine kleine Menge Kompost hinzugefügt werden, falls der Boden nährstoffarm ist.

Vom Einsatz großer Mengen mineralischen Düngers ist abzuraten, da dieser zu starkem Blattwachstum und schlechter Lagerfähigkeit der Wurzeln führen kann.

Unkraut jäten

Regelmäßiges Entfernen von Unkraut ist besonders in der frühen Wachstumsphase entscheidend. Möhren sind anfänglich wenig konkurrenzfähig gegenüber Unkraut. Entfernen Sie das Unkraut vorsichtig mit der Hand, um Beschädigungen der Möhrenwurzeln zu vermeiden.

Tipps zur Pflege

  • Jäten Sie vorsichtig mit der Hacke oder entfernen Sie Unkraut besser händisch.
  • Mulchen Sie den Boden zwischen den Reihen, um das Unkrautwachstum zu reduzieren und die Bodenfeuchtigkeit zu bewahren.

Was tun, wenn Möhren nicht wachsen?

Wenn Möhren nicht gut wachsen, kann es verschiedene Ursachen geben:

  • Unpassender Standort: Zu schwere, verdichtete oder staunasse Böden führen oft zu Minderwuchs. Auch Trockenheit in der Keimlingsphase kann zu Kümmerwuchs führen.
  • Karotten umgepflanzt: Möhren sollten direkt gesät werden. Umgesetzte Pflanzen wurzeln schlecht an und bilden oft verschlungene, knotige Wurzeln.
  • Karotten schossen: Ein Kältereiz kann bei manchen Sorten zu einer verfrühten Blüte führen, wodurch die Wurzeln klein und holzig werden.
  • Schädlinge an Karotten: Regelmäßig auf Schädlinge wie Möhrenfliege, Blattläuse und Möhrenminierfliege kontrollieren. Mischkulturen können helfen, Schädlinge fernzuhalten.
  • Krankheiten: Krankheiten wie Möhrenschwärze, Schwarzfäule und Mehltau können problematisch werden. Tolerante Sorten und Fruchtwechsel beachten sowie befallene Pflanzen umgehend entfernen.

Beachten Sie diese Hinweise, um gesunde und kräftige Möhren zu ernten.