Durch gute Pflege für reiche Himbeerernte sorgen!

Himbeeren gehören nicht zu den anspruchsvollen Obststauden im Garten. Etwas Pflege muss dennoch sein. Nur wenn Sie Ihre Sträucher richtig pflegen, können Sie viele süße Himbeeren ernten. Was zu einer guten Himbeerpflege gehört.

Himbeeren Pflege

Sind Himbeeren sehr pflegeintensiv?

Himbeeren sind nicht sehr pflegeintensiv, wenn sie an einem günstigen Standort stehen. Zu den wichtigsten Pflegemaßnahmen gehören:

  • Ausreichend gießen
  • Gelegentlich düngen
  • Ruten anbinden
  • Pflegeschnitt
  • Triebe nach Ernte zurückschneiden
  • Regelmäßig auf Krankheiten überprüfen
  • Auf Schädlinge achten

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Wie oft müssen Himbeeren gegossen werden?

Himbeeren vertragen weder Trockenheit noch zu große Nässe. Gießen Sie immer dann, wenn der Boden oben beginnt, abzutrocknen. Vermeiden Sie aber Staunässe. Dadurch werden die Wurzeln geschädigt.

Wann werden Himbeeren am besten gedüngt?

Zweimalige Düngergaben sind sinnvoll. Die erste Düngung erfolgt im Frühjahr, damit sich viele Knospen bilden. Das zweite Mal wird nach der Ernte gedüngt, damit die Pflanzen Kraft für die nächste Saison sammeln können.

Als Dünger sind reifer Kompost, verrotteter Stallmist, Torf oder Brennnesseljauche empfehlenswert.

Müssen Himbeeren geschnitten werden?

Himbeeren müssen Sie nach der Ernte zurückschneiden. Bei Sommerhimbeeren werden nur die zweijährigen Triebe entfernt. Herbsthimbeeren schneiden Sie im Herbst komplett zurück.

Bildet die Pflanze kranke und schwächliche Triebe oder wachsen zu viele Ruten, müssen Sie ebenfalls zur Schere greifen.

Warum müssen Himbeeren angebunden werden?

Die Himbeerruten neigen dazu, sich auf den Boden zu legen, wenn es sehr windig ist oder sie sehr viele Früchte tragen. Durch das Anbinden an ein Gerüst verhindern Sie, dass die Früchte auf der Erde liegen.

Brauchen Himbeeren Winterschutz?

Ältere Himbeeren im Garten brauchen keinen Winterschutz. Bei der Zucht von neuen Pflanzen ist ein leichter Frostschutz sinnvoll.

Himbeeren im Topf sollten vor Kälte geschützt werden. Ummanteln Sie den Kübel und stellen Sie die Himbeere etwas geschützter.

Welche Schädlinge befallen Himbeeren?

  • Himbeerkäfer
  • Blattläuse
  • Himbeergallmücke
  • Himbeerblattgallmücke

Verkrüppelte, vertrocknete und herabfallende Blätter und Blüten deuten auf einen Befall durch einen Schädling hin. Auch schimmelige und von Maden befallene Früchte sind Anzeichen für einen Schädlingsbefall.

Welche Krankheiten machen Himbeeren zu schaffen?

  • Rote Wurzelfäule
  • Rutenkrankheit
  • Fruchtfäule
  • Brennfleckenkrankheit

Die meisten dieser Krankheiten machen sich an den Ruten bemerkbar. Sie kümmern, verändern die Farbe und verlieren die Blätter.

Warum ist eine Mulchdecke günstig?

Eine Mulchdecke erleichtert das Pflegen der Pflanzen. Sie schützt den Boden um die Himbeeren vor Austrocknung. Das Material verrottet und dient damit gleichzeitig als Düngerersatz.

Unkraut unter den Himbeersträuchern fördert Krankheiten. Durch das Mulchen mit Rindenmulch, Stroh, Torf, Laub oder Rasenschnitt verhindern Sie das Auflaufen von Pflanzenbewuchs.

Tipps & Tricks

Wenn Sie nicht viel Zeit haben, sollten Sie Herbsthimbeeren anbauen. Sie sind weniger anfällig für Schädlinge und der Schnitt ist völlig unkompliziert. Dafür tragen Sommerhimbeeren eine reichlichere Ernte.

Text: Sigrid Hestermann

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