Herbsthimbeeren

Herbsthimbeeren – hoher Ertrag bei wenig Pflege

Sie haben wenig Zeit oder kaum Erfahrung mit der Anpflanzung von Beerensträuchern? Auf Himbeeren aus dem eigenen Garten müssen Sie deshalb nicht verzichten. Herbsthimbeeren sind die idealen Beerensträucher für Anfänger und berufstätige Hobbygärtner.

Warum sich der Anbau von Herbsthimbeeren lohnt

Herbsthimbeeren reifen zwar später als Sommerhimbeeren, dennoch lohnt sich der Anbau. Gegenüber den frühen Vertretern haben sie einige Vorteile:

  • Geringer Pflegeaufwand
  • Wenig anfällig für Madenbefall
  • Rutenkrankheit tritt kaum auf
  • Oftmals kein Spalier notwendig
  • Einfacher Rückschnitt
  • Erntezeit von August bis zum ersten Frost

Erntezeit für Herbsthimbeeren

Herbsthimbeeren können Sie länger ernten als Sommerhimbeeren. Die ersten Früchte werden im August reif. Die Ernte zieht sich abhängig von der gewählten Sorte bis in den Oktober hinein. Erst mit dem Einsatz des ersten Frostes ist die Erntezeit beendet.

Herbsthimbeeren sind pflegeleicht

Sommerhimbeeren tragen ihre Früchte nur am zweijährigen Holz. Beim Rückschnitt dürfen deshalb nur die Ruten entfernt werden, die abgeerntet wurden.

Die Früchte der Herbsthimbeere wachsen am einjährigen Holz. Die Pflanze wird deshalb im Spätherbst ganz zurückgeschnitten.

Wenn Sie beide Himbeersorten im Garten pflanzen, legen Sie zwei Beete an, damit Sie Herbst- und Sommerhimbeeren getrennt einpflanzen können. Dann wissen Sie genau, welche Sträucher nur teilweise und welche ganz zurückgeschnitten werden müssen.

Oftmals kein Stützgerüst notwendig

Viele Sorten der Herbsthimbeeren bleiben eher klein, bilden dafür aber stärkere Ruten aus. Sie brauchen deshalb kein Gerüst oder Spalier.

Herbsthimbeeren reifen langsamer und unregelmäßiger. Die Ruten sind deshalb nicht so beladen und neigen sich nicht auf den Boden.

Himbeeren ohne Maden

Für viele Gartenbesitzer ist Madenbefall von Himbeeren ein Grund, auf diese leckeren Früchte zu verzichten. Herbsthimbeeren sind im Gegensatz zu Sommerhimbeeren nahezu madenfrei, denn der Himbeerkäfer legt seine Larven nur in den Sommerfrüchten ab.

Resistenter gegen Rutenkrankheit

Die Rutenkrankheit ist eine häufig auftretende Erkrankung des Strauches. Sie befällt die Ruten, die abtrocknen und verfaulen.

Bei Herbsthimbeeren lassen sich Himbeerkrankheiten gut bewältigen. Da die Ruten zum Winteranfang völlig zurückgeschnitten werden, können sich Krankheiten kaum ausbreiten.

Standortbedingungen für Herbsthimbeeren

Die Standortbedingungen der Herbsthimbeeren gleichen denen der Sommerhimbeeren. Sie lieben einen sonnigen, lichten Platz in durchlässiger Erde. Staunässe vertragen sie ebenfalls nicht.

Die beste Pflanzzeit für Herbsthimbeeren ist das Frühjahr. Sie treiben sofort aus und tragen bereits im ersten Jahr Früchte. Einige Sorten können Sie das ganze Jahr über setzen, sie tragen dann aber erst im nächsten Jahr.

Herbsthimbeeren dürfen Sie im Herbst nicht mehr düngen. Es besteht dann die Gefahr, dass die Wurzeln im Boden faulen.

Tipps & Tricks

Herbsthimbeeren lassen sich sehr viel einfacher im Topf ziehen als Sommerhimbeeren. Da sie nicht so groß werden und ohne Spalier auskommen, sind sie für die Pflege auf Balkon und Terrasse besonders gut geeignet.

Text: Sigrid Hestermann

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