Wie Sie Heidelbeeren richtig einpflanzen

Sie erinnern an den skandinavischen Herbst und bereichern den Speiseplan von Beerenliebhabern. Heidelbeeren sind wahre Vitaminbomben, die sich im Garten kultivieren lassen. Allerdings sollten die Bedingungen stimmen, damit die Sträucher eine reiche Ernte hervorbringen.

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Heidelbeeren werden am besten im Herbst eingepflanzt

Standort und Boden

Zu den natürlichen Lebensräumen zählen Heidelandschaften, Wälder und Moore. Im Gegensatz zu Wildformen bevorzugen Gartenheidelbeeren einen windgeschützen Platz in der vollen Sonne. Diese fördert die Entwicklung der Blüten und sorgt für eine optimale Ausreifung der Heidelbeeren. Die Fruchtgehölze kümmern auf kalkreichen Böden. Sie gedeihen prächtig auf einem Substrat mit geringem pH-Wert zwischen 4.0 und 5.0 und benötigen ausreichend Feuchtigkeit, wobei die Wurzeln keine Staunässe vertragen.

  • Rinde, Nadeln oder Sägespäne in das Pflanzloch geben
  • lehmige Böden durch eine Mischung aus Sand und Laubkompost verbessern
  • alternativ zu torffreier Rhododendronerde greifen

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Zeitpunkt

Zwischen Oktober und November herrschen optimale Bedingungen für die Wurzelbildung der Heidelbeeren. Die Fruchtsträucher haben bis zum nächsten Frühjahr ausreichend Zeit, um sich an den Standort zu gewöhnen. Wenn Sie den Zeitpunkt verpasst haben, können Sie die Pflanzen auch von März bis April in das Beet setzen. Damit sie ihre Energie vollständig in die Entwicklung der Wurzeln investieren, sollten Sie sämtliche Blüten entfernen.

Sträucher pflanzen

Nahezu alle Kulturheidelbeeren sind selbstbefruchtend. Dennoch sollten Sie mindestens zwei Sorten in den Garten setzen, um den Ernteertrag zu steigern. Als optimal haben sich die amerikanischen Züchtungen ‚Berkeley‘ und ‚Bluecrop‘ erwiesen. Sie können auch deutsche Sorten wie ‚Ama‘ oder ‚Heerma‘ als Pflanznachbarn wählen.

Vorgehensweise

Heben Sie ein 80 Zentimeter breites und 40 Zentimeter tiefes Loch aus und füllen Sie dieses bis eine Handbreit unter der Erdoberfläche mit einer geeigneten Erde für Heidelbeeren auf. Setzen Sie den Wurzelballen so tief in das Substrat, dass fünf Zentimeter sichtbar bleiben. Verteilen Sie Nadelzweige oder Rindenmulch um den Strauch. Häufeln Sie die Stammbasis mit einer zehn bis 15 Zentimeter dicken Mulchschicht an und gießen Sie den Strauch mit Regenwasser.

Tipps

Heidelbeeren bevorzugen einen humosen Boden. Reifer Kompost ähnelt Humus und wirkt sich positiv auf die Ernte aus.

Text: Christine Riel
Artikelbild: Miriam Doerr Martin Frommherz/Shutterstock

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