Hauswurz einpflanzen – So gestalten Sie schöne Hauswurzbeete

Die anspruchslose Haus- oder Dachwurz mit ihren aparten Blattrosetten wächst fast überall - vorausgesetzt, es ist trocken und sonnig genug. Nicht ohne Grund werden die winterharten Freilandsukkulenten auch als "Sempervivum" - auf Deutsch "Immerlebend" - bezeichnet. Lediglich im Zimmer wollen die robusten Pflanzen nicht gehalten werden. In diesem Artikel geben wir Ihnen einige Tipps für ein gelungenes Einpflanzen.

Hauswurz auspflanzen
Hauswurz braucht einen sonnigen Standort

Auswahl des Standortes

Vor dem Einpflanzen steht jedoch zunächst einmal die Wahl des passenden Standortes. Zwar ist Sempervivum sehr anspruchslos und gedeiht fast überall – sofern die Pflanze genug Sonne bekommt. Hauswurzen lieben es sonnig, trocken und warm in der Vegetationsperiode sowie möglichst kalt (und trocken) im Winter. Die Hauswurz ist absolut winterhart und sollte während der kalten Monate nicht wärmer als maximal 10 °C stehen.

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Pflanzgefäße und Substrat

In Sachen Pflanzgefäßen gibt es für Hauswurzen zahlreiche schöne und ausgefallene Pflanzideen… wie wäre es beispielsweise mit einem ausrangierten, mit Sempervivum bepflanzten Stuhl, einem Dachziegel oder einer alten Teekanne? Wo Sie Ihre Hauswurzen hineinsetzen, bleibt ganz Ihnen und Ihrer Fantasie überlassen. Wichtig ist lediglich, dass Gieß- und Regenwasser gut abfließen kann – eine Drainage ist beim Einpflanzen der Hauswurz das Wichtigste! – und die passende Erde. Hauswurzen fühlen sich in magerer Sukkulenten- bzw. Kakteenerde sehr wohl, Sie können eine solche jedoch auch selbst aus herkömmlicher Blumen- oder Kübelpflanzenerde sowie mindestens einem Drittel Sand selbst mischen.

Hauswurz einpflanzen

Bevor Sie die Hauswurz in ein beliebiges Pflanzgefäß setzen, sorgen Sie am besten zunächst einmal für eine Drainage. Dafür sollte das ausgewählte Gefäß mindestens ein Abflussloch (notfalls selbst gebohrt) aufweisen, wobei allerdings nicht alle Materialien durchbohrt werden sollten. Für die notwendige Durchlässigkeit sorgen aber lockere Substrate, Steine sowie eine irgendwie geartete Abflussmöglichkeit für das Wasser – beispielsweise, indem das Pflanzgefäß leicht schräg und zudem geschützt vor Regenfällen steht. Außerdem ist es sinnvoll, eine Schicht aus Blähton,(17,49€ bei Amazon*) Tonscherben oder Kieselsteinen unter die Erde zu füllen. Schließlich pflanzen Sie die Hauswurz nicht zu tief in das Substrat ein und lassen zu den Nachbarpflanzen noch ein bisschen Platz, damit sich die Ableger entwickeln können.

Tipps

Wie wäre es beispielsweise mit der Idee, die Hauswurzen auf einem Stück Wurzel zu pflanzen? Derartige Gartenüberbleibsel bzw. Fundstücke (beispielsweise vom Strand) eignen sich wunderbar für ein Bepflanzen mit den kleinen Sukkulenten.


Text: Ines Jachomowski

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