Hauswurz

Hauswurz als Zimmerpflanze: Pflege- und Pflanztipps

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Hauswurz-Arten eignen sich durch ihre Robustheit und Pflegeleichtigkeit als Zimmerpflanzen. Dieser Artikel gibt einen Überblick über Standort, Pflege und geeignete Arten für die Kultivierung im Haus.

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Die Hauswurz braucht viel Licht

Hauswurz als Zimmerpflanze: Standort und Pflege

Die Hauswurz ist zwar eine robuste Pflanze, benötigt aber dennoch einen geeigneten Standort und die richtige Pflege, um als Zimmerpflanze zu gedeihen.

Standort

  • Licht: Ein Platz an einem sonnigen Südfenster ist ideal, da Hauswurz viel Licht benötigt.
  • Temperatur: Im Winter sollte die Temperatur zwischen 16 und 18 Grad Celsius liegen. Im Sommer sind auch höhere Temperaturen unproblematisch.
  • Luftfeuchtigkeit: Hauswurz gedeiht gut in trockener Luft und benötigt keine hohe Luftfeuchtigkeit.

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Pflege

  • Gießen: Die Erde sollte zwischen den Wassergaben vollständig austrocknen. Hauswurz ist anfällig für Wurzelfäule, daher nur sparsam gießen und im Winter noch weniger.
  • Düngen: Eine Düngung ist kaum erforderlich. Eine leichte Düngung im Frühjahr mit einem kaliumbetonten Dünger ist ausreichend.
  • Umtopfen: Alle zwei bis drei Jahre umtopfen, um frisches Substrat zu gewährleisten. Verwenden Sie einen Topf mit Drainagelöchern und ein durchlässiges Substrat.

Geeignete Hauswurz-Arten für die Zimmerkultur

Nicht alle Hauswurze sind gleichermaßen für die Zimmerkultur geeignet. Besonders bewährte Arten sind:

  • Spinnweb-Hauswurz (Sempervivum arachnoideum): Diese Art zeichnet sich durch kleine, dichte Rosetten aus, die mit feinen, weißen, spinnwebartigen Haaren überzogen sind. Die rosa Blüten erscheinen im Sommer.
  • Dach-Hauswurz (Sempervivum tectorum): Diese Art bildet große Rosetten, die extrem robust sind. Die Blätter sind oft an den Spitzen bräunlich gefärbt und die sternförmigen Blüten rosarot oder purpurfarben.

Gestaltungsmöglichkeiten mit Hauswurz als Zimmerpflanze

Hauswurz als Zimmerpflanze bietet viele kreative Gestaltungsmöglichkeiten:

  • Hauswurz im Glas: Kultivieren Sie Hauswurz in dekorativen Glasgefäßen wie Schalen oder Kugeln. Eine dicke Drainageschicht unten im Gefäß ist wichtig, um Staunässe zu vermeiden.
  • Hauswurz im Topf: Verschiedene Arten und Sorten in verschiedenen Töpfen und Übertöpfen kombinieren und arrangieren.
  • Ungewöhnliche Gefäße: Alte Tassen, Porzellangefäße oder Teekännchen bieten sich als kreative Pflanzgefäße an und verschönern Innenräume.
  • Vertikale Gärten: Hauswurz eignet sich auch für vertikale Gärten oder Bilderrahmenbepflanzungen und nutzt so kleine Räume effektiv.

Vermehrung von Hauswurz als Zimmerpflanze

Hauswurz lässt sich leicht durch Ableger vermehren. Die kleinen Rosetten, die sich an der Mutterpflanze bilden, können vorsichtig abgenommen und in separate Töpfe mit durchlässiger Erde, idealerweise gemischt mit einem Drittel Sand, gepflanzt werden. Bereits nach kurzer Zeit bilden sich Wurzeln, und die Pflanzen wachsen ohne weitere Pflegemaßnahmen an. Für eine erfolgreiche Vermehrung sollten die Tochterrosetten im Frühjahr abgetrennt werden.

Häufige Probleme bei Hauswurz als Zimmerpflanze

Obwohl Hauswurz als Zimmerpflanze relativ robust ist, können dennoch einige Probleme auftreten:

  • Wurzelfäule: Entsteht durch zu viel Feuchtigkeit und kann zum Absterben der Pflanze führen. Daher ist es wichtig, die Pflanze nur sparsam zu gießen und ein durchlässiges Substrat zu verwenden.
  • Schädlinge: Gelegentlich kann Hauswurz von Blattläusen und Dickmaulrüsslern befallen werden. Blattläuse lassen sich durch regelmäßige Kontrolle und gegebenenfalls Abwaschen der Blätter reduzieren. Gegen Dickmaulrüssler helfen spezielle Nematoden.
  • Vergeilen: Ein zu dunkler Standort kann dazu führen, dass die Rosetten lang und dünn werden. Um dies zu vermeiden, sollte die Pflanze an einem hellen, sonnigen Platz stehen.
  • Überdüngung: Kann zu verbrannten Wurzeln und gelb verfärbten Blättern führen. Düngergaben sollten nur sparsam und gemäß den Empfehlungen erfolgen.
Bilder: Wirestock Creators / Shutterstock