Hauswurz – Vermehrung über Tochterrosetten und Samen

Ähnlich wie Erdbeeren vermehren sich Hauswurze (Sempervivum) über Ableger (so genannte Tochterrosetten) und Samen. Und genau wie bei den roten Früchten gelingt die vegetative Vermehrung der Dickblattgewächse sehr leicht, während die Anzucht aus Samen nur wenig erfolgversprechend ist.

Sempervivum vermehren
Hauswurz vermehren ist einfach

Hauswurz über Tochterrosetten vermehren

In der Regel blüht die Hauswurz nur ein einziges Mal, um danach abzusterben. Allerdings gilt dies nur für die blühende Rosette, denn die zuvor gebildeten Tochterrosetten gewähren ein Weiterleben der Pflanze. Viele Hauswurz-Arten entwickeln frühestens im zweiten Jahr Rosetten, manche gar erst nach der Blüte. Sie können die Rosetten einfach dort belassen wo sie sind und so die Pflanzen munter weiter wachsen lassen. Sollen die neuen Hauswurze jedoch in ein anderes Pflanzgefäß gesetzt oder an einen anderen Standort verpflanzt werden, so können Sie wie folgt vorgehen:

  • Ziehen Sie die Rosetten vorsichtig mit den Fingern auseinander.
  • Füllen Sie das gewünschte Pflanzgefäß mit geeigneter Erde
  • oder bereiten Sie den neuen Standort artgerecht vor.
  • Als Erde eignet sich Sukkulenten- bzw. Kakteenerde sehr gut,
  • Sie können das Substrat aber auch selbst anmischen.
  • Dort hinein pflanzen Sie die neuen Rosetten
  • und gießen Sie leicht an.
  • Die Pflänzchen werden innerhalb kurzer Zeit und ohne weitere Pflege Wurzeln schlagen.

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Der ideale Zeitpunkt für eine solche Maßnahme ist das Frühjahr bzw. der Frühsommer, wenn die Pflanzen ohnehin auf starkes Wachstum geeicht sind.

Hauswurz aussäen

Eine weitere Möglichkeit ist die Vermehrung der Hauswurz über Samen. Gerade seltene Arten sind oft nur als Samen erhältlich bzw. Sie wollen die von eigenen Pflanzen gewonnenen Samen nutzen. Da Hauswurzen zu den Kaltkeimern gehören, sollten die Samen einem Kältereiz ausgesetzt werden, um die Keimhemmung zu brechen. Gehen Sie bei der Aussaat am besten wie folgt vor:

  • Füllen Sie kleine Anzuchttöpfchen mit einem nährstoffarmen Substrat.
  • Dies kann beispielsweise mit Sand vermischte Anzuchterde sein.
  • Befeuchten Sie das Substrat mit Hilfe einer Sprühflasche.
  • Streuen Sie die sehr feinen Samen auf das Substrat.
  • Dies können Sie mit Hilfe eines Blattes Papier bewerkstelligen.
  • Stellen Sie die Töpfchen mit den Samen im Januar / Februar nach draußen.
  • Ein Schutz ist dabei nicht notwendig.
  • Die Samen werden mit Beginn des Frühjahrs keimen.

Später können Sie die Jungpflanzen pikieren und einzeln einpflanzen.

Tipps

Im Gegensatz zu den Tochterrosetten sind Sämlinge nicht sortenecht – sollten Sie also die Pflanzen über Samen vermehren wollen, wo wird Ihnen die eine oder andere Überraschung ins Haus stehen!

Text: Ines Jachomowski

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