Hainbuchenhecke Rückschnitt
Eine Hainbuchenhecke sollte zwei Mal pro Jahr geschnitten werden

Die Hainbuchenhecke richtig schneiden – Eine Anleitung

Hainbuchenhecken gehören zu den unkomplizierten Heckengewächsen. Sie brauchen wenig Licht, stellen kaum Ansprüche an den Boden und sind überhaupt sehr pflegeleicht. Nur den regelmäßigen Rückschnitt zweimal im Jahr sollten Sie nicht verpassen. Eine kleine Anleitung zum Schneiden von Hainbuchenhecken.

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Hainbuchen mindestens zweimal im Jahr schneiden

Hainbuchen sind sehr wuchsfreudig. Eine gut angewachsene Hainbuchenhecke legt im Jahr circa 50 Zentimeter zu. Ohne Heckenschnitt wird sie sehr hoch und breit. Sie sieht dann ungepflegt aus und wird mit der Zeit auch immer weniger dicht.

Durch das Zurückschneiden fördern Sie die Entwicklung von Verzweigungen. Wenn viele junge Triebe entstehen, bleibt die Hainbuchenhecke ein blickdichter Sichtschutz an der Grundstücksgrenze oder im Garten selbst.

Gründe zum Schneiden einer Hainbuchenhecke:

  • Formschnitt
  • Auslichtung
  • Verjüngung
  • Entfernen abgestorbener oder kranker Äste

Vor dem Schnitt nach den Vögeln schauen

Viele Vögel, vor allem Amseln, nisten sehr gern in Hainbuchenhecken. Ihre Hauptbrutzeit dauert von März/April bis Juni. Während dieser Zeit sollten Sie die Hainbuchenhecke allenfalls moderat beschneiden, damit Sie die Vögel nicht stören.

Vor dem Schnitt schauen Sie nach, ob noch bewohnte Nester vorhanden sind. Gegebenenfalls sparen Sie den Teil der Hecke erst einmal aus.

Ein starker Rückschnitt der Hainbuchenhecke ist in vielen Gemeinden von März bis Juni nicht erlaubt.

Rückschnitt nach dem Pflanzen

Sobald Sie die Hainbuchenhecke gepflanzt haben, sollten Sie zur Gartenschere greifen und den ersten Schnitt durchführen. Bei diesem Heckenschnitt kürzen Sie alle seitlichen Triebe, die sich bisher nicht verzweigt haben.

Der Schnitt wird über dem dritten oder vierten Auge eines Triebes angesetzt. Aus den Augen entwickeln sich die Verzweigungen.

Wenn Sie eine blickdichte Hainbuchenhecke wünschen, müssen Sie sie in den ersten Jahren häufiger richtig schneiden. Bis zu sechs Mal kann ein Schnitt notwendig sein. Auch wenn das viel Arbeit ist, lohnt sich die Mühe, weil die Hainbuchenhecke später umso dichter und buschiger wächst.

Hainbuche in den ersten Jahren richtig schneiden

Bei einer frisch gepflanzten Hainbuchenhecke spielt die Form zunächst keine große Rolle. Schneiden Sie zunächst alle langen Seitentriebe ab und kürzen Sie die oberen Triebe. Ziel ist es, die Hecke erst einmal schön dicht zu bekommen.

Erst wenn die Hainbuchenhecke fast blickdicht ist, schneiden Sie sie auf die gewünschte Höhe und Breite.

Bedenken Sie beim Schnitt, dass die Hecke schnell wächst. Halten Sie sie deshalb zunächst kürzer als vorgesehen.

Ältere Hainbuchenhecken müssen seltener geschnitten werden

Wenn die Hainbuchenhecke die geplante Höhe erreicht hat, müssen Sie sie maximal zweimal im Jahr schneiden. Entfernen Sie dabei alle herausragenden Seitentriebe und kürzen Sie lange Triebe oben.

Der erste Heckenschnitt, der ruhig stark ausfallen darf, erfolgt im Februar oder Anfang März.

Der zweite Schnitt steht im Sommer ab Ende Juni auf dem Plan. Die Hainbuche treibt dann noch einmal aus. Die neuen Zweige schneiden Sie auf die gewünschte Höhe und Breite der Hecke zurück.

Alte Hainbuchenhecken verjüngen

Ist die Hainbuchenhecke schon sehr alt, benötigt sie alle paar Jahre einen Verjüngungsschnitt. Diesen führen Sie am besten ab August durch. Im Frühjahr verliert die Hainbuche bei starkem Zurückschneiden zu viel Pflanzensaft.

Bei diesem Rückschnitt entfernen Sie im Inneren der Hecke die alten Äste möglichst immer direkt unter einer Verzweigung. Dadurch wird die Hainbuche zum Austrieb von neuen Zweigen angeregt.

Nach einem Verjüngungsschnitt sieht die Hecke eine Zeitlang wie gerupft aus. Dieser Zustand dauert jedoch nicht lange. Durch das starke Wachstum wird sie schnell wieder dicht und grün.

Hainbuchenhecken verkahlen auch bei geradem Schnitt nicht

Bei einer Rotbuchenhecke wird dazu geraten, sie konisch zuzuschneiden. Die unteren Regionen bekommen dann mehr Licht und Hecke verkahlt nicht so schnell.

Bei der Hainbuche ist das nicht notwendig. Sie treibt auch aus, wenn es sehr schattig ist. Sie können eine Hainbuchenhecke also so schneiden, wie es Ihnen gefällt. Wenn Sie möchten, dürfen Sie eine Hainbuchenhecke sogar so schmal wie ein Brett schneiden.

Hainbuchen in Form schneiden

Ist Ihnen eine gerade Hainbuchenhecke zu langweilig oder möchten Sie einen natürlichen Durchgang schaffen? Dann schneiden Sie die Hecke einfach in Form. Mit dem richtigen Schneiden können Sie sie sogar zu einem Bogen formen.

Das richtige Werkzeug verwenden

Nur mit dem passenden Werkzeug können Sie eine Hainbuchenhecke richtig schneiden. Die Messer und Klingen auch elektrischer Geräte müssen scharf und sauber sein. Durch unsaubere Schneidgeräte übertragen Sie Krankheiten.

Stumpfe Messer und Klingen sind eine Unfallgefahr für Sie. Außerdem reißen beim Schneiden die Äste der Hainbuche auf und schädigen die Pflanze.

Tipps

Hainbuchenhecken sollten Sie nicht zu hoch werden lassen. Je höher die Hecke ist, desto schwieriger wird es, sie zu schneiden. Die Höhe der Hecke sollte so gehalten werden, dass Sie den Heckenschnitt erledigen können, ohne dass Sie eine Leiter oder ein Gerüst benötigen.

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