Holz am Gartenteich: Natürlicher geht kaum

Etwas größere Teichanlagen eignen sich hervorragend zum Aufhübschen mit kleinen Steganlagen aus Massivholz oder sogar einer geschwungenen Holzbrücke. Die Qualität sowie die Lebensdauer richtet sich nach der gewählten Holzart, sodass auch zugunsten der Optik auf Billigholz besser verzichtet wird.

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Hölzerne Brücken im Teich sehen attraktiv aus und laden zum Verweilen ein

Nur: der geeignete Platz muss erst einmal gefunden sein für die rustikale Holzbrücke aus Western Red Cedar, Eiche oder Robinie. Da zeigt sich wieder, dass ein Teichgelände nie zu groß sein kann. Zu den beliebtesten Elementen aus Naturholz, die nicht nur ausgezeichnet in Optik passen, sondern dazu noch nützlich sind, zählen:

  • Brücken und Stege;
  • Holzdecks;
  • Sitzplätze;

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Bevor mit dem Bau der gemütlichen Teichterrasse oder einem Steg begonnen wird, muss im Interesse der späteren Tragfähigkeit auf eine hohe Holzqualität geachtet werden, denn nicht jede Holzart eignet sich für die Verwendung im Freien.

Die Favoriten für den Teichbau mit Holz

  • Lärche: sehr beständig, aber selten im Handel erhältlich; auch ohne Imprägnierung lange haltbar;
  • Fichte: nicht besonders widerstandsfähiges Weichholz; Außeneinsatz nur mit Imprägnierung; Haltbarkeit zwischen fünf und acht Jahre; günstiger Preis;
  • Kiefer: mit Imprägnierung mäßig widerstandsfähig; Haltbarkeit im Freien zwischen acht und zehn Jahre;
  • Red Cedar: Importholz, meist aus Kanada; die rötliche Färbung wirkt besonders edel; auch ohne Imprägnierung bis zu 15 Jahre haltbar; nachteilig ist der hohe Preis;
  • Eiche & Robinie: (noch) mittlerer Preis, gute Eignung für Freilandeinsatz, Haltbarkeit der Laubhölzer liegt zwischen 15 und 20 Jahren;
  • Tropische Hölzer: halten auch ohne Imprägnierung dauerhaft; schwer zu bearbeiten; negative Umweltbilanz, da die Hölzer in der Regel aus nicht nachwachsenden Beständen stammen;

Fachgerechtes Arbeiten – eine Frage der Sicherheit

Stege, Brücken und Decks sollten nicht einfach mit Pfahlabstützung wahllos ins Wasser gesetzt werden. Ihre Standfläche muss groß genug sein, damit sie den Uferbereich mit der Bepflanzung sowie die Teichabdichtung nicht beschädigen kann. Der tragende Aufbau von Holzdecks und Stegen muss daher mindestens einen Meter (besser 1,50 Meter) vor dem Beckenrand beginnen. Der Eigenbau von Brücken setzt eine gewisse Kenntnis von statischen Werten voraus und sollte daher im Interesse einer zweckmäßigen und sicheren Begehbarkeit ausschließlich von Kennern der Materie erfolgen.

Tipps

Über die Errichtung von Bauwerken aus Holz sollte bei einer Wasserfläche unter 30 m2 etwas zurückhaltend herangegangen werden, da sie die Optik von kleinen Teichanlagen eher stören.

Text: Fred Lübke
Artikelbild: Kiev.Victor/Shutterstock

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