Mit der richtigen Teichpflege übers Jahr kommen

Damit Sie dauerhaft Freude an Ihrem Gartenteich haben, sollten Sie ihn rund ums Jahr gut pflegen. Selbst im Winter gehören regelmäßige Kontrollen und Pflegemaßnahmen dazu. Woran Sie wann denken müssen, haben wir einmal für Sie zusammengestellt.

teichpflege
Heruntergefallene Blätter sollten entfernt werden

Pflege rund ums Jahr

Nicht nur im Sommer, wenn starkes Pflanzenwachstum und warme Temperaturen Thema sind, muss regelmäßig nach der Wasserqualität eines Gartenteichs gesehen werden. Auch im Frühjahr, wenn die Vegetationsperiode beginnt, im Herbst, wenn das Laub fällt und im Winter, wenn der Frost kommt, sind immer wieder Pflegemaßnahmen nötig. Vor allem, wenn Sie Fische in Ihrem Teich halten, ist eine ganzjährige Umsorgung nötig.

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Im Frühjahr

Im Frühjahr konzentrieren sich die Pflegemaßnahmen für einen Teich vor allem auf die Vorbereitung auf die Sommerphase. Ab März müssen alle nicht winterharten und deshalb drinnen überwinternden pflanzlichen und tierischen Teichbewohner auf ihre Gesundheit überprüft werden und bei konstant wärmeren Temperaturen wieder nach draußen. Pflanzen können jetzt gut zurückgeschnitten und Gräser gegebenenfalls geteilt werden. Den pH-Wert und die Temperatur des Wassers sollten Sie ab März alle zwei Wochen messen und ungünstigen Entwicklungen gegenwirken. Ab Ende Mai können elektrische Geräte wie Filterpumpanlagen wieder zu Wasser gelassen und in Betrieb genommen werden.

Frühjahrsmaßnahmen zum Merken:

  • Pflanzliche und tierische Teichbewohner auf Gesundheit kontrollieren
  • Pflanzen zurückschneiden
  • pH-Wert und Temperatur des Wassers alle zwei Wochen, später wöchentlich überprüfen
  • Ab Ende Mai elektrische Teichgeräte in Betrieb nehmen

Im Sommer

Der Sommer ist die arbeitsintensivste Jahreszeit in Sachen Teichpflege. Jetzt sprießt viel Pflanzenmaterial und die Wassertemperatur steigt an, was schnell zu einem biologischen Ungleichgewicht führen kann. Stichwort: Algenblüte. Überprüfen Sie jetzt nicht nur wöchentlich den pH-Wert, sondern auch den Sauerstoffgehalt des Teichwassers. Denn auch wenn Sie stetig Algenreduktion betreiben, können andere Nährstoffüberschuss-Faktoren wie Fischfutter, eingeschwemmte Gartenerde und Pflanzenmaterial zu erhöhtem Sauerstoffverbrauch im Wasser führen und einen etwaigen Fischbestand bedrohen.

Sommermaßnahmen zum Merken:

  • Algen und sonstiges organisches Material aus dem Teich abfischen
  • Regelmäßig pH- und Sauerstoffwert des Wassers messen
  • Bei kritischem Sauerstoffabfall belüften

Im Herbst

Auch der Herbst bringt seine Arbeit mit sich. Denn jetzt muss buntes Falllaub von der Teichoberfläche entfernt werden. Es reichert das Wasser unnötig mit Nährstoffen an, was die Mulmschicht am Teichboden erhöht und das Algenwachstum fördert. Auch verwelkendes Material von Teichpflanzen sollten Sie entfernen. Gegen Ende der Herbstzeit sollte die alljährliche Entschlammung bzw. der Wasseraustausch stattfinden.

Herbstmaßnahmen zum Merken:

  • Falllaub von der Wasseroberfläche fischen
  • Verwelkende Teichpflanzen ausreinigen
  • Entschlammen/ Wasser austauschen

Im Winter

Winterzeit ist beim Teich nicht unbedingt gleich Ruhezeit. Denn jetzt ist schließlich Frostzeit. Das bedeutet: Nicht winterharte Teichpflanzen und Fische müssen rechzeitig ins Winterquartier umgesiedelt werden. Ein zugefrorener Teich ist für das Überleben kälteresistenter Fische normalerweise kein Problem. Um aber sicher zu gehen, dass am Boden nicht doch eine noch zu dicke, sauerstoffreduzierende Mulmschicht steckt, sollten Sie einen Eisfreihalter installieren.

Wintermaßnahmen zum Merken:

  • Kälteempfindliche Fische und Pflanzen nach drinnen umsiedeln
  • evtl. Eisfreihalter installieren

Text: Caroline Strauss
Artikelbild: Svetlana.Is/Shutterstock

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