gartenteichpflege
Gartenteichpflege ist mehr als nur Reinigung

Gartenteichpflege muss keine Schwerstarbeit sein

Damit die Gartenteichpflege nicht in Schwerstarbeit ausartet, sollten wöchentlich zwei bis drei Stunden Zeit für einige Routinemaßnahmen eingeplant sein. Schließlich ist klares Wasser und ein schön bepflanzter Teich die Idealvorstellung der Gartenbesitzer, auch wenn die Natur vieles selbst regelt.

Einem Gartenteich wird oft nachgesagt, dass er viel Pflegeaufwand benötigt, wenn man sich wirklich klare Verhältnisse im Becken wünscht. Eigentlich ist es aber eher die Regelmäßigkeit, die wesentlich dazu beiträgt, dass sich der Zeitaufwand bei der Gartenteichpflege im Rahmen hält und für die sprichwörtlich ungetrübten Freude am Naturpool sorgt. Das Hauptziel bei diesen Pflegearbeiten sollte stets darauf hinauslaufen, dass dem Gartenteich auf eine möglichst ökologische Weise Nährstoffe entzogen werden, um die Bildung von Faulgasen sowie das Algenwachstum zu unterbinden.

Stufenplan statt Komplettrenovierung

Auch wenn es mit unseren folgenden fünf Tipps zur Gartenteichpflege nicht garantiert werden kann, dass Ihr Zierteich zu hundert Prozent algenfrei bleibt, das biologische Gleichgewicht bleibt damit ganz sicher im Griff:

  • Regelmäßiger, beherzter Rückschnitt aller Gewächse in den Flachwasser-, Sumpf- und Uferzonen sowie der Schwimmpflanzen;
  • Abfischen der Fadenalgen (im Sommer ca. zwei Mal wöchentlich) mit Algenkescher und -bürste;
  • Becken mit Laubschutznetzen ganz oder teilweise abdecken, besonders während der Herbstmonate;
  • Absaugen des Faulschlamms vom Beckenboden (wenigstens zum Frühjahrsstart und bei der Grundreinigung im Herbst);
  • Pumpen und Filteranlagen sauber halten, besonders in Fisch- und Schwimmteichen;

Alle meine Entchen…

Selbst wenn es bestimmt sehr putzig aussieht, wenn sich das erste Wildentenpärchen auf Ihrem Gartenteich niederlässt und sich das Wasserschneckenproblem dadurch teileweise erledigt: Verscheuchen Sie die schnatternden Besucher, die ansonsten sehr schnell damit beginnen, sich ihre Wasserpflanzen gut schmecken zu lassen. Abgesehen von den Exkrementen, die sich im Teichwasser sammeln, besteht die Gefahr, dass sich Zerkarien bilden, die in Schwimmteichen für extremes Hautjucken sorgen können. Darüber hinaus wurden auch schon Stockenten gesichtet, die sich verbissene Kämpfe mit der Teichfolie geliefert und gewonnen haben!

Trübes Wasser wechseln?

Auch wenn es auf den ersten Blick logisch erscheint, das grünlich gefärbte Beckenwasser zugunsten einer Neubefüllung ganz oder teilweise abzupumpen, sollten Sie es nicht tun. Bei richtiger und regelmäßiger Gartenteichpflege wird sich das Wasser auf biologische Art fast von allein klären und, nebenbei gesagt, kann selbst auf chemische Teigreiniger, auch im Interesse Ihrer natürlich blühenden Teichpflanzen, vollständig verzichtet werden.

Tipps

Nimmt der Wasserstand im Teichbecken nach einer längeren Hitzeperiode stark ab, füllen Sie möglichst nur Regenwasser nach, das vorher mechanisch gefiltert wurde. Die Schmutzablagerungen auf dem Hausdach aber auch der oft sehr niedrige pH-Wert des Wassers aus der Regentonne wirken sich ansonsten ungünstig auf die Teichflora aus.

Text: Fred Lübke Artikelbild: November27/Shutterstock

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