Die Pflege des Gartenteichs im Frühling

Endlich ist das Frühjahr gekommen und der Eisfreihalter des Gartenteichs ist vermutlich bereits abgebaut. Widmen Sie dem Gewässer darüber hinaus noch etwas Aufmerksamkeit, zahlt sich dies während der Sommermonate durch glasklares Wasser und gesunde Teichbewohner aus.

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Im Frühjahr ist die beste Zeit, den Gartenteich zu reinigen

Grobe Reinigung

Überprüfen Sie Teichfolie oder -becken zunächst optisch auf Schäden. Manchmal sind diese auch an Wasserverlusten erkennbar. Dichten Sie diese gegebenenfalls ab. Entfernen Sie gleichzeitig abgestorbene Pflanzenteile, Algen und Verschmutzungen mit einem Kescher.

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Über den Winter hat sich Biomasse als Schlammschicht auf dem Boden abgesetzt. Diese können Sie bequem mit einem Schlammsauger absaugen. Bei einer dünnen Schicht genügen unter Umständen flüssige Schlammentferner, die Sie im Gartenfachhandel erwerben können.

Technik überprüfen

Damit es den Teichbewohnern und Pflanzen gut geht, kommt fast kein Gartenteich ohne Pumpe und Filter aus. Überprüfen Sie deshalb jetzt im Frühjahr auch die Funktionsfähigkeit der Teichelektrik:

  • Geräte gründlich säubern.
  • Filterschwämme ausspülen und bei Bedarf wechseln.
  • UVC-Lampen bringen nur eine Saison volle Leistung, tauschen Sie diese aus.

Wasserqualität testen

Sobald der Filter wieder in Betrieb genommen wird, müssen Sie dafür sorgen, dass ausreichend Filterbakterien in den Schwämmen vorhanden sind:

  • Schalten Sie die UVC-Lampe einige Tage ab.
  • Geben Sie die mit Bakterien angereicherten Präparate direkt auf die Filterschwämme. Die Kleinstlebewesen reichern sich hier innerhalb kürzester Zeit an.
  • Überprüfen Sie die Wasserqualität. Entsprechen die Werte nicht den empfohlenen, können Sie gezielt Produkte zur Wasserpflege einsetzen. Diese binden den Nähstoffüberschuss und hemmen das Algenwachstum.

Wasserbewohner wieder füttern

Ab einer Temperatur von zwölf Grad können Sie während der Wintermonate im Haus gepflegte Fische zurück in den Teich setzen. Jetzt ist auch die Zeit gekommen, die Tiere wieder zu füttern.

  • Verwenden Sie eine neue Futterdose, da eine gute Versorgung mit Vitaminen und Nährstoffen nach der langen Hungerphase sehr wichtig ist.
  • Ergänzen Sie die Futtermittel ein- bis zweimal wöchentlich durch ein Multivitaminpräparat.

Bei der Futtermenge spielen die Wassertemperatur und die Wasserqualität eine große Rolle:

  • Ist die Wasserqualität schlecht, reduzieren Sie die Menge des Futters vorübergehend.
  • Sind die Wasserwerte im Lot, füttern Sie täglich etwa 1 Prozent des Fischgewichts.

Tipps

Organische Abfälle aus dem Gartenteich ergeben einen hervorragenden Dünger. Mischen Sie diese einfach unter die Erde des Blumenbeets, reichern Sie das Substrat mit Stickstoff an. Mit den Teichabfällen können Sie zudem den Kompost anreichern.

Text: Michaela Kaiser
Artikelbild: serhii.suravikin/Shutterstock

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