Ein Frühbeet bauen und schon in wenigen Wochen ernten

Eigentlich ist es im März in fast allen Regionen noch zu kalt, um Gemüse zu kultivieren. Geschützt durch ein Frühbeet können Sie jedoch bereits jetzt Radieschen oder Salate aussäen und schon bald ernten. Um so ein Gewächshaus in klein selbst zu bauen, müssen Sie kein passionierter Handwerker sein. Mit unserer Anleitung gelingt das auch Ungeübten spielend leicht.

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Ein Frühbeet selbst zu bauen, ist gar nicht so schwer

Bausätze aus dem Fachhandel

Diese gibt es in unterschiedlichsten Ausführungen und Größen. Die einfachsten Modelle bestehen aus einem Stahlbügelgerüst, das mit einer Folie überzogen wird. Sie lassen sich allerdings bei höheren Temperaturen schlecht belüften und sind deshalb eher dann geeignet, wenn Sie die Frühbeetkultur erst einmal ausprobieren möchten.

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Fertige Konstruktionen mit Klappe eignen sich besser. Halten Sie sich an die Aufbauanleitung, ist das kleine Gewächshaus in weniger als einer Stunde einsatzbereit.

Frühbeet selber bauen

Handwerklich geschickte Hobbygärtner können den Frühbeetkasten auch selbst konstruieren. Bewährt hat sich eine Größe von 150 mal 100 Zentimeter. Diese bietet ausreichend Anbaufläche und Sie erreichen alle Stellen des Frühbeets problemlos.

Materialliste

  • Holzbohlen oder kesseldruckimprägnierte Bretter für den Rahmen, abgestimmt auf die geplante Breite und Länge.
  • Vierkantbretter
  • Styroporplatten, 2 Zentimeter stark
  • Schrauben und Scharniere
  • Schmirgelpapier
  • alte Fenster oder eine Rahmenkonstruktion mit Doppelstegplatten
  • Akkuschrauber
  • Säge

Bauanleitung

Wählen Sie einen sonnigen, nach Süden ausgerichteten Platz und richten Sie das Beet so aus, dass die Sonne voll darauf fällt. Die Nordkante sollte etwa 15 Zentimeter höher sein als die Südkante, da durch das Gefälle mehr Sonnenstrahlen auf die Abdeckung treffen.

  • Bauen Sie aus den Holzbohlen einen Holzkasten ohne Boden. Die Bohlen werden hierzu fest mit den Vierkantbrettern verschraubt und die seitlichen Bretter abgeschrägt.
  • Versäubern Sie die Sägekanten mit Schmirgelpapier, damit keine Splitter abstehen.
  • Mit den Styroporplatten dämmen.
  • Das Dach besteht aus alten Fenstern. Alternativ können Sie einen Rahmen bauen, auf den Sie Doppelstegplatten oder Pflanzenfolie schrauben.
  • Es wird mit stabilen Scharnieren auf den Holzkasten geschraubt.

Zum Lüften eigenen sich Ziegelsteine, welche die Abdeckung in der gewünschten Kippstellung halten. Droht Wind, dienen diese als Beschwerung.

Das Frühbeet in Betrieb nehmen

Damit es die kleinen Pflänzchen schön warm haben, benötigen Sie eine Naturheizung:

  • Heben Sie am vorgesehenen Standort eine Grube in der Größe des Beetes aus. Diese sollte gut ein Spatenblatt tief sein.
  • Füllen Sie dreißig Zentimeter nicht zu nassen Pferdemist ein.
  • Hierüber geben Sie eine zwei fingerbreite Pufferschicht aus Laub. Feuchten Sie dieses gut an, sodass es sich verdichten lässt.
  • Mit einer zwanzig Zentimeter dicken, fein gesiebten Erdschicht bedecken.

Durch den Zersetzungsprozess wird innerhalb von etwa zehn Tagen die optimale Keimtemperatur erzeugt. Dadurch können Sie bereits im März

  • Pflücksalat,
  • Radieschen,
  • Kresse,
  • frühe Möhren

aussäen. Auch als Vorkultur für Gurken, Tomaten und Paprika eignet sich das Frühbeet.

Tipps

Wird es doch noch einmal kalt, legen Sie Strohmatten oder Fichtenreisig als Frostschutz auf den Deckel des kleinen Gewächshauses.

Text: Michaela Kaiser
Artikelbild: parzelle94.de/Shutterstock

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