Welche Pflanzen eignen sich als Alternative zur Forsythie?

Die Forsythie, wegen der charakteristischen Farbe ihrer Blüten auch als Goldglöckchen bekannt, ist in vielen Gärten zu finden. Der Frühblüher trumpft mit einer Vielzahl goldgelber Glöckenblüten auf, entwickelt allerdings weder Nektar noch Pollen. Daher sollten stattdessen insektenfreundliche Sträucher in den Garten gepflanzt werden.

forsythie-alternative
Die Berberitze bietet Insekten leckeren Nektar und Pollen

Warum gehen Bienen nicht in Forsythien?

Ursprünglich stammt die Forsythie aus Südosteuropa, wobei in deutschen Gärten vor allem Hybrid-Sorten (vor allem ‚Lynwood‘ ist beliebt) zu finden sind. Diese besitzen meist weder Pollen noch Nektar und werden deshalb in der Regel von Insekten gemieden. Laut Berichten hat lediglich der Ligusterschwärmer (Sphinx ligustri) die Forsythie als Futterpflanze für seine Larven angenommen.

Lesen Sie auch

Welche Pflanze ist eine gute Alternative zur Forsythie?

Gute Alternativen zur sterilen Forsythie sind alle heimischen Wildgehölze, beispielsweise

  • Kupfer-Felsenbirne (Amelanchier lamarckii): weiße Blüten im April, essbare Früchte
  • Eingriffeliger Weißdorn (Crataegus monogyna): stark duftende, weiße Blüten von Mai bis Juni
  • Schlehe / Schwarzdorn (Prunus spinosa): weiße Blüten von April bis Mai, verwertbare Früchte
  • Gemeiner Schneeball (Viburnum opulus): rahmweiße Tellerblüten von Mai bis Juni
  • Wildapfel (Malus sylvestris): weiße Blüten von April bis Mai, essbare Früchte
  • Wilde Brombeere (Rubus fruticosus): weiße Schalenblüten von Juni bis August, essbare Früchte

Diese Auflistung ist natürlich nicht vollständig, sondern stellt nur einen Auszug möglicher Arten vor.

Welche gelbblütigen Sträucher blühen gleichzeitig wie Forsythien?

Wenn Sie stattdessen eine gelbblühende, frühblühende Alternative zur Forsythie suchen, können wir Ihnen diese Arten empfehlen:

  • Kornelkirsche (Cornus mas): blüht vor dem Laubaustrieb März bis April, essbare Früchte
  • Berberitze / Sauerdorn (Berberis vulgaris): kleine Schalenblüten Mai bis Juni, gut für Hecken geeignet
  • Gold-Johannesbeere (Ribes aureum): Traubenblüten zwischen April und Mai
  • Mahonie (Mahonia aquifolium): Blütezeit April bis Mai
  • Glockenhasel (Corylopsis pauciflora): duftende Blüten zwischen März und April

Auch die Sal-Weide (Salix caprea) mit ihren früh erscheinenden, nektar- und pollenreichen Weidenkätzchen sowie zahlreiche frühblühende Blumen bieten der Wildbiene und ihren Verwandten, etwa der Hummel, reichlich Nahrung.

Was ist eine Forsythie?

Forsythien sind Kleinsträucher, die bis zu drei Meter hoch werden können und sehr blühfreudig sind. Allerdings handelt es sich um so genannte Scheinblüher, die keinen ökologischen Wert besitzen. Jedoch punkten die Gehölze nicht nur mit ihrer Blühfreude, sondern auch mit für den Hobbygärtner wichtigen Eigenschaften wie

  • Schnittverträglichkeit
  • Robustheit
  • Gesundheit
  • Anpassungsfähigkeit

Zudem ist der Strauch sehr pflegeleicht. Forsythien können sowohl einzeln als auch in Gruppen gepflanzt werden. Sobald sie nach der Blüte ihr Laub ausgebildet haben, bilden sie einen guten Sichtschutz im Garten. Die beliebten Gartensträucher gehören zu den Ölbaumgewächsen.

Tipp

Verschiedene Arten

Es gibt verschiedene Forsythienarten, wobei in den Gärten vor allem die sterile Hybridform Forsythia x intermedia mit ihren Sorten zu finden ist. Die ebenfalls beliebte Schneeforsythie (Abeliophyllum distichum) mit ihren zahlreichen, nach Mandeln duftenden Blüten zwischen März und April wird auch als „Weiße Forsythie“ bezeichnet, ist aber nicht mit der gelbblühenden Art verwandt.

Text: Ines Jachomowski