Der Farn im Steckbrief – das Wichtigste in Kürze

Ob bewusst oder unbewusst - einen Farn hat fast jeder Gärtner in seinem grünen Domizil. Da er nicht besonders aufsehenerregend erscheint und bunt ist, bleibt er oftmals unbeachtet. Dabei ist er wirklich interessant!

Farn Merkmale
Farne gibt es schon seit Millionen Jahren und sie existieren überall auf der Welt

Farne – anders als die meisten anderen

Hier das Wichtigste in Kürze zum Farn:

  • Pflanzenfamilie: Gefäßsporenpflanzen
  • Verbreitung: weltweit
  • Wuchs: aufrecht, buschig
  • Blattwerk: wedelartig, einfach bis mehrfach gefiedert, sommergrün bis immergrün
  • Blüten: keine
  • Standort: halbschattig bis schattig
  • Boden: locker, nährstoffreich, feucht
  • Pflege: keine besonderen Maßnahmen erforderlich
  • Vermehrung: Sporen, Teilung, Stecklinge
  • Besonderheiten: giftig für Mensch und Tier

Lesen Sie auch

Ein Zeuge der Urzeit

Der Farn ist ein Zeuge der Urzeit. Bereits seit Millionen von Jahren besiedelt er die Erde. Früher führte er weniger ein Schattendasein als heute. Da wuchs er so hoch wie Bäume und bedeckte ganze Regionen.

Giftig und heilkräftig?

Alle Vertreter von den rund 12.000 Farnarten sind giftig. Während manche Arten hochgiftig sind, sind andere als schwachgiftig einzustufen. Sowohl Menschen als auch Tiere wie beispielsweise Katzen sollten von einem Verzehr absehen. Äußerlich angewandt sind Farne hingegen ungiftig.

Früher rückte eher die Heilungskraft des Farns in den Fokus. Der Farn wurde geschätzt und unter anderen als Bekämpfungsmittel gegen Würmer und anderes Ungeziefer verwendet. Vor allem Bandwürmer sollte er im Nu aus dem Körper verbannen können.

Von Fuß bis Kopf in Augenschein genommen

Während sich im Boden bei den meisten Farnarten ein kriechendes Rhizom breit macht, ragen an der Oberfläche die Wedel empor. Mit ihnen werden die Farne zwischen 10 cm und 250 cm hoch. Die Wedel sind einfach bis mehrfach gefiedert, oftmals leicht überhängend und in der Regel grün gefärbt. Es gibt auch Zuchtsorten mit roten oder silbrig-weißen Wedeln.

Farne bilden weder Blüten, Früchte noch Samen aus. Sie lassen auf der Unterseite ihrer Wedel Sporenkapseln entstehen. Jede Kapsel kann bis zu 500 Sporen enthalten. Die Sporen fallen heraus und keimen an einem feucht-schattigen Platz.

Tipps & Tricks

Die meisten Farnarten beanspruchen kaum Pflege. Lediglich wenn Sie sie im Zimmer halten, sollten Sie sie regelmäßig wässern und düngen.

Text: Anika Gütt

Melde Dich für unseren Newsletter an

Erhalten Sie den monatlichen Gartenjournal Newsletter in Ihr E-Mail Postfach. Abmelden ist jederzeit möglich.