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Farn umtopfen: Wann, wie oft und wie es richtig geht

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Farne verleihen Gärten und Innenräumen mit ihrem üppigen Grün eine besondere Atmosphäre. Um ihre Gesundheit und ihr Wachstum zu fördern, ist das Umtopfen in regelmäßigen Abständen unerlässlich. Dieser Artikel erläutert die Gründe für das Umtopfen, den optimalen Zeitpunkt, die Auswahl des passenden Topfes und des geeigneten Substrats sowie eine Schritt-für-Schritt-Anleitung.

Farn Topf wechseln
Farn im Topf braucht Platz für Wurzeln: Wenn der Topf zu klein wird, ist Umtopfen angesagt

Gründe und Häufigkeit des Umtopfens

Das Umtopfen dient der Gesunderhaltung und Wachstumsförderung Ihrer Farne. Mit der Zeit benötigen die Wurzeln mehr Platz, daher ist ein größeres Pflanzgefäß erforderlich. Ein zu kleiner Topf kann die Entwicklung der Pflanze hemmen. Zudem verbessert frisches Substrat die Bodenstruktur, fördert die Luftzirkulation und Wasseraufnahme und versorgt die Pflanze mit neuen Nährstoffen. Verdichtete oder ausgelaugte Erde kann die Pflanzengesundheit beeinträchtigen.

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Aufgrund ihres langsamen Wuchses ist ein jährliches Umtopfen nicht notwendig. Experten empfehlen, Farne etwa alle 2 bis 3 Jahre oder sogar nur alle 3 bis 4 Jahre umzutopfen, abhängig von ihrer Wachstumsgeschwindigkeit und der Topfgröße. Indikatoren für die Notwendigkeit des Umtopfens sind sichtbare Wurzeln aus den Abzugslöchern des Topfes oder Anzeichen von Wachstumsstagnation trotz ausreichender Düngung. Auch ein stark durchwurzelter Topfboden weist auf die Notwendigkeit eines Umtopfens hin. Bevorzugen Sie das Umtopfen im Frühjahr bis Sommer, da die Pflanzen zu dieser Zeit über genügend Energie für die Eingewöhnung in das neue Substrat verfügen.

Der richtige Zeitpunkt zum Umtopfen

Das Umtopfen ist ein elementarer Schritt, um die Gesundheit und das Wachstum Ihrer Farne zu unterstützen. Ein optimaler Zeitraum hierfür ist im Frühjahr oder im Sommer, wenn sich die Pflanzen in ihrer aktiven Wachstumsphase befinden. Diese Jahreszeiten bieten den idealen Rahmen, damit sich die Farne schnell von den Strapazen des Umtopfens erholen können. Eine gute Faustregel ist, Farnen etwa alle 2 bis 3 Jahre ein neues Zuhause zu geben. Junge, dynamisch wachsende Exemplare können in den ersten Jahren jedoch von einem jährlichen Umtopfen profitieren, speziell im Frühjahr, sobald sie neue Blätter bilden. Beachten Sie diese Hinweise, um Ihren Farnen einen sanften Übergang in ihr neues Gefäß zu ermöglichen und ihre Vitalität sicherzustellen.

Auswahl des passenden Topfes

Die korrekte Wahl des Topfes ist entscheidend für ein erfolgreiches Umtopfen. Die folgenden Punkte bieten eine Orientierungshilfe:

  • Topfgröße: Der neue Topf sollte im Idealfall 2 bis 4 cm größer im Durchmesser sein als der vorherige. Dieses Maß bietet ausreichend Platz für gesundes Wurzelwachstum, ohne dass zu viel ungenutztes Substrat Staunässe fördert.
  • Material: Zur Auswahl stehen Tontöpfe und Kunststofftöpfe. Tontöpfe ermöglichen eine bessere Luftzirkulation und Wasserdurchlässigkeit, was die Gefahr von Wurzelkrankheiten minimiert. Sie sind zudem schwerer und sorgen für mehr Stabilität. Kunststofftöpfe hingegen sind leichter und erleichtern somit das Transportieren der Pflanzen. Sie halten Feuchtigkeit länger und sind einfacher zu reinigen.
  • Reinigung gebrauchter Töpfe: Sollten Sie bereits vorhandene Töpfe wiederverwenden wollen, reinigen Sie diese gründlich mit einer Wurzelbürste und heißem Wasser, um die Übertragung von schädlichen Keimen auf die neue Pflanze zu vermeiden. Verzichten Sie auf aggressive Chemikalien, um die Pflanzengesundheit zu schützen.

Geeignetes Substrat

Farne gedeihen am besten in einem Substrat, das ihre natürlichen Wachstumsbedingungen nachahmt. Dazu gehört eine Mischung, die feuchtigkeitsspeichernd, aber gleichzeitig gut durchlässig ist, um Staunässe zu vermeiden. Der ideale pH-Wert liegt zwischen 5 und 6, wodurch ein leicht saures Milieu gewährleistet ist. Für die optimale Zusammensetzung des Substrats sollten Sie folgende Komponenten berücksichtigen:

  • Reifekompost: Bietet eine humusreiche und nährstoffarme Basis.
  • Kokosfasern: Verbessern die Struktur des Substrats, halten es locker und fördern die Belüftung der Wurzeln. Kokoserde ist besonders empfehlenswert aufgrund ihres pH-Wertes von 5,5 bis 6,5, ihrer Strukturstabilität und der dadurch begünstigten Wurzelbildung.
  • Sand: Zusätzliche Beimischung von Sand unterstützt die Drainagefähigkeit des Substrats.
  • Pinienrinde: Erhöht die Strukturstabilität und Luftdurchlässigkeit.
  • Bims und Perlite: Beide Komponenten verbessern die Wasserführung und Belüftung des Substrats.

Eine ausgewogene Mischung aus diesen Bestandteilen schafft ein ideales Wachstumsumfeld für Farne und fördert ein gesundes Wurzelwerk. Torf sollte aufgrund seiner Umweltauswirkungen durch nachhaltigere Alternativen wie Kokosfasern ersetzt werden.

Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Umtopfen

Das Umtopfen eines Farns fördert sein gesundes Wachstum und versorgt ihn mit frischen Nährstoffen. Folgen Sie dieser Anleitung:

  1. Wahl des richtigen Zeitpunkts: Ideal ist das Umtopfen im Frühjahr oder Sommer, da der Farn dann in der aktiven Wachstumsphase ist und sich schneller an das neue Substrat anpassen kann.
  2. Vorbereitung des neuen Topfes: Wählen Sie einen Topf, der etwa 20 % größer ist als der aktuelle. Verwenden Sie eine Drainageschicht aus Blähton oder Kies am Boden des Topfes, um Staunässe zu vermeiden, und decken Sie das Abflussloch mit einer Tonscherbe oder Gaze ab.
  3. Herausnehmen des Farns: Entfernen Sie den Farn vorsichtig aus dem alten Topf, indem Sie den Topf seitlich klopfen und den Farn an der Basis halten. Ziehen Sie ihn sanft heraus, um die Wurzeln nicht zu beschädigen.
  4. Reinigung des Wurzelballens: Entfernen Sie alte und überschüssige Erde, indem Sie die Wurzeln unter fließendem Wasser abspülen. Achten Sie darauf, beschädigte oder faule Wurzeln zu entfernen.
  5. Einsetzen des Farns in den neuen Topf: Platzieren Sie den Farn in der Mitte des neuen Topfes. Füllen Sie ihn mit einer Mischung aus Blumenerde und Kokoserde auf, um eine lockere, gut durchlässige Struktur zu gewährleisten.
  6. Angießen: Gießen Sie den Farn nach dem Umtopfen gründlich, bis Wasser aus den Abflusslöchern austritt. Vermeiden Sie direkte Sonneneinstrahlung und starke Temperaturschwankungen in den ersten Wochen nach dem Umtopfen, um eine schnelle Eingewöhnung zu gewährleisten.

Pflege nach dem Umtopfen

Für eine erfolgreiche Erholung nach dem Umtopfen sind bestimmte Pflegeschritte essentiell:

  • Standort: Wählen Sie einen hellen bis schattigen Platz für Ihren Farn, jedoch ohne direkte Sonneneinstrahlung.
  • Luftfeuchtigkeit: Farne lieben eine hohe Luftfeuchtigkeit. Besprühen Sie die Blätter regelmäßig mit einer Sprühflasche oder verwenden Sie einen Luftbefeuchter.
  • Düngung: Warten Sie mit der ersten Düngung einige Wochen, bis sich Ihr Farn vollständig akklimatisiert hat. Ein mäßig eingesetzter Flüssigdünger für Grünpflanzen oder Düngestäbchen ist ideal.