Der Zimmerfarn – viele Arten mit ähnlichen Pflegebedürfnissen

Beim Zimmerfarn handelt es sich genau genommen nicht wirklich um eine konkrete Pflanzenart, sondern vielmehr um den Oberbegriff für alle üblicherweise als Zimmerpflanzen kultivierten Farnarten. Viele dieser Farnarten lassen sich anhand ihrer dekorativen Wedel eher unkompliziert eindeutig bestimmen, andere Sorten ähneln sich dagegen in ihrem optischen Erscheinungsbild.

Zimmerfarn Sorten
Der Geweihfarn ist ein beliebter Zimmerfarn

Die gemeinsamen Kulturbedürfnisse aller Zimmerfarn-Arten

Da Farne nicht gerne an einem Standort mit direkter Sonneneinstrahlung stehen und außerdem eine eher hohe Luftfeuchtigkeit bevorzugen, stellt das Badezimmer in der Regel einen idealen Standort für viele Zimmerfarne dar. Gegossen werden sollten Zimmerfarne im Allgemeinen nur mit sehr kalkarmem Wasser. Besonders die Arten der Baumfarne wie der Geweihfarn lassen sich gut als attraktive Ampelpflanzen in luftiger Höhe kultivieren. Die optisch dekorative Ampelpflanzung ist außerdem für die relativ giftigen Farnarten zu empfehlen, damit es nicht zu einem versehentlichen Verzehr der Blätter durch Haustiere oder Kleinkinder kommen kann.

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Der Geweihfarn

Die Geweihfarne (Platycerium) werden zur Familie der Tüpfelfarngewächse gezählt. Diese mit besonders charakteristisch geformten Wedeln ausgestatteten Farne kommen in der Natur in den tropischen Zonen der folgenden Verbreitungsgebiete vor:

  • Afrika
  • Südamerika
  • Südostasien
  • Neuguinea
  • Australien

Die Pflanzen eignen sich mit ihrem kompakten Wuchs und einer Größe von maximal etwa 50 cm sehr gut für die Kultur im Zimmer. Geweihfarne wachsen epiphytisch und halten sich mit sogenannten Schildblättern üblicherweise an einem Baumstamm oder Ast fest. Im Haus können die für Zimmerfarne relativ pflegeleichten Geweihfarne gut auf rauen Rindenstücken in einer mit Torf gefüllten Blumenampel (8,69€ bei Amazon*) kultiviert werden.

Der Hirschzungenfarn

Wie die Geweihfarne ist auch der Hirschzungenfarn weitestgehend pflegeleicht. Er lässt sich leicht anhand seiner lanzettförmigen Blätter mit ihrer glänzenden Oberfläche bestimmen. Bei dieser Farnart wachsen die Wedel zunächst eher aufrecht, bevor sie sich mit zunehmender Größe dann nach unten biegen. Das schuppige, hellbraune Rhizom tritt beim Hirschzungenfarm in der Regel sichtbar aus dem Substrat hervor.

Der Nestfarn

Der Nestfarn bildet zwar ähnlich dem Hirschzungenfarm längliche, lanzettförmige Blätter, diese sind aber im Gegensatz zu den Blättern des Hirschzungenfarns nicht gezielt, sondern wachsen „nestförmig“ direkt aus der Pflanzenbasis heraus. Die ohne Nebentriebe wachsende Pflanze wächst über Jahre hinweg als einzelne Rosette (daher der Name „Nestfarn“) und bildet bis zu 1 m lange und etwa 20 cm breite Blätter.

Tipps

Die verschiedenen Arten der Zimmerfarne unterschieden sich nicht nur hinsichtlich der Wedelform, sondern auch in ihrem Größenwachstum. Beachten Sie diesen Faktor also unbedingt auch bei der Auswahl einer Farnart für einen bestimmten Standort im Haus.

Text: Alexander Hallsteiner
Artikelbild: Lamyai/Shutterstock

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