Farn

Farn bestimmen: So erkennen Sie verschiedene Arten

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Farnbestimmung erfordert genaue Beobachtung verschiedener Merkmale. Dieser Artikel bietet eine detaillierte Anleitung zur Identifizierung von Farnen anhand ihrer Blätter, Wedel, Sporenlager und weiteren charakteristischen Eigenschaften.

Farn erkennen
Anhand der Wedelform können Farne bestimmt werden

Merkmale der Blätter zur Farbestimmung

Die Blätter von Farnen, auch Wedel genannt, bieten eine Vielzahl von Merkmalen, die zur Bestimmung herangezogen werden können.

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Länge und Teilung der Blätter

Die Länge der Wedel variiert stark. Manche Farne haben kurze Wedel, während andere mehrere Meter hoch werden können. Je nach Art sind die Blätter unterschiedlich geteilt:

  • Ungeteilte Blätter: Wie beim Hirschzungenfarn.
  • Einfach gefiederte Blätter: Blätter, bei denen die Segmente direkt vom Hauptblattstiel abgehen.
  • Doppelt gefiederte Blätter: Blätter mit zwei Teilungen, wobei die Segmente in kleinere Abschnitte unterteilt sind.
  • Tief eingeschnittene Blätter: Einschnitte reichen fast bis zur Mittelader.

Form und Behaarung der Blattspreite

Die Form der Blattspreite, also des gesamten Wedels von oben betrachtet, variiert ebenfalls:

  • Dreieckig, eiförmig, lanzettlich oder andere Formen.
  • Behaarung kann an Unter- und Oberseite vorhanden sein oder fehlen. Manche Farne haben stark behaarte Blätter, andere sind kahl.

Färbung der Blätter

Die Färbung der Blätter hängt von der Art und der Jahreszeit ab:

  • Einige Farne bleiben das ganze Jahr über grün.
  • Andere verfärben sich im Herbst und sterben oberirdisch ab.
  • Die Herbst- und Winterfärbung kann hilfreich sein: Zum Beispiel können Farnblätter im Herbst goldgelb oder im Winter braun werden.

Merkmale des Habitus zur Farbestimmung

Neben den Blättern gibt es auch Merkmale des gesamten Erscheinungsbildes der Pflanze, die zur Bestimmung von Farnen herangezogen werden können.

Ausläufer (Rhizome)

Farne breiten sich oft über unterirdische Ausläufer, sogenannte Rhizome, aus. Die Form und das Wachstumsmuster der Rhizome bieten wichtige Hinweise:

  • Kurze, kriechende Rhizome: Zum Beispiel bei der Mauerraute, die in Büscheln wächst.
  • Verzweigte, kräftige Rhizome: Wie beim Gewöhnlichen Tüpfelfarn, dessen Wedel in Zweierreihen wachsen.

Merkmale des Blattstiels zur Farbestimmung

Auch der Blattstiel, der das Blatt mit dem Rhizom verbindet, bietet Bestimmungsmerkmale.

Länge und Färbung des Blattstiels

Der Anteil des Stiels an der Gesamtlänge des Blattes variiert. Die Färbung des Blattstiels und deren Veränderung kann ebenfalls Hinweise geben.

Schuppen an der Blattstielbasis

Viele Farne haben Schuppen an der Basis des Blattstiels. Farbe, Form und Dichte dieser Schuppen variieren:

  • Farbe: Goldfarben, blassbraun oder dunkelbraun.
  • Form: Breit oder schmal, mit oder ohne Haarspitze.
  • Dichte: Locker oder dicht stehend.

Merkmale der Fiedern zur Farbestimmung

Die Fiedern, also die einzelnen Abschnitte, in die der Farnwedel unterteilt ist, bieten ebenfalls Bestimmungsmerkmale.

Form und Anordnung der Fiedern

Die Form und Anordnung der Fiedern und Fiederchen am Blattstiel sind wichtige Bestimmungskriterien:

  • Einfache Fiedern: Wie beim Tüpfelfarn.
  • Mehrfach gefiederte Fiedern: Wie beim gewöhnlichen Wurmfarn, deren Wedel nochmals in Fiederchen unterteilt sind.

Merkmale der Sori zur Farbestimmung

Die Sori, also die Sporenlager auf der Unterseite der Fiedern, sind ein wichtiges Bestimmungsmerkmal.

Anordnung der Sori

Die Anordnung der Sori variiert je nach Farnart:

  • Randlich in Reihen: Wie beim Saumfarn.
  • Nahe der Mittelrippe: Wie beim Dornigen Schildfarn.

Form des Indusiums

Die Sori sind oft von einem feinen Häutchen, dem Indusium, umschlossen. Die Form des Indusiums kann unterschiedlich sein:

  • Rundlich und dick: In der Mitte anhaftend, wie beim gewöhnlichen Wurmfarn.
  • Nierenförmig: Wie beim Breitblättrigen Dornfarn.

Ein genaues Beobachten dieser Merkmale hilft Ihnen dabei, Farne richtig zu bestimmen.