Farnsporen – ohne sie keine Nachkommenschaft

Wer einfach nur an den Farnen vorbeistreift, wird sie nicht sehen können, die Sporen. Sie sind versteckt. Warum ihnen eine enorme Bedeutung zukommt, erfahren Sie nachfolgend.

Farn Samen
Farnsporen sind schon beim bloßen Einatmen hochgiftig

Wo befinden sich die Sporen und wie sehen sie aus?

Die meisten Farnarten zeigen ihre Sporen auf der Unterseite ihrer Wedel. Farnarten wie der Königsfarn und der Tricherfarn bilden separate und sich von den anderen Wedeln stark unterscheidende Wedel aus, auf deren Unterseite sich die Sporen befinden.

Die Sporen sind giftig

Alle Farne sind mehr oder weniger giftig . Auch ihre Sporen können gefährlich sein. Bereits das Einatmen der Sporen des Adlerfarns kann zu Vergiftungssymptomen bei Mensch und Tier führen. Daher gilt: Wenn Sie mit den Sporen hantieren, setzen Sie sich lieber eine Atemmaske auf.

Die Sporen sind zur Fortpflanzung gedacht

Zwar können Farne auch über Stecklinge, Teilung oder Brutknöllchen vermehrt werden. Doch in der Natur und ohne Zuhilfe des Menschen vermehren sich diese Gewächse immer über ihre Sporen. Sie reifen zwischen Juni und November und werden vom Wind verbreitet.

Wie Sie einen Farn mithilfe seiner Sporen vermehren

Zunächst brauchen Sie reife Sporen. In der Regel reifen sie im Sommer aus. Schneiden Sie einen mit Sporen besetzten Wedel ab! Anschließend legen Sie ihn auf ein Blatt Papier und warten einen Tag, bis die Sporen aus den Kapseln (so genannte Sporangien) auf das Papier gefallen sind.

Hier die Reifezeiten der Sporen von verschiedenen Farnarten:

  • Königsfarn: Mai bis Juni
  • Pfauenradfarn: August bis September
  • Venushaarfarn: August bis September
  • Schildfarn: Juni
  • Blasenfarn: Juli
  • Adlerfarn: Juli
  • Wurmfarn: August bis September

Die Sporen säen

So wird beim Säen der Sporen vorgegangen:

  • Sporen auf feuchter Anzuchterde verteilen
  • mit Plastikbeutel oder -deckel abdecken
  • an warmen, hellen Platz stellen
  • regelmäßig lüften (Vermeidung von Schimmelbildung)
  • Sporen feucht halten
  • nach 3 Monaten: Bildung von grünlichen Überzug
  • nach 1 Jahr: neue Pflänzchen
  • ggf. pikieren
  • im Topf großziehen und ab Mai auspflanzen

Tipps & Tricks

Kontrolle ob die Sporen reif sind: Mit dem Finger über die Sporenkapseln fahren. Haben Sie anschließend Staub am Finger, sind die Sporen reif.

Text: Anika Gütt
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Rating: 0/5. 0 Stimmen

Melde Dich für unseren Newsletter an

Erhalten Sie den monatlichen Gartenjournal Newsletter in Ihr E-Mail Postfach. Abmelden ist jederzeit möglich.