Farn – 3 gängige Methoden zum Vermehren

Begegnet man Farnen im Wald ist das nichts Spektakuläres. Doch im eigenen Garten machen Farne einiges her! Wer Geld sparen will, vermehrt diese Urzeit-Gewächse mit den eigenen Händen. Hier 3 Vermehrungsmethoden, die sich bewährt haben.

Farn Vermehrung
Farn vermehrt sich selbst über Sporen
Früher Artikel Farn schneiden – wie und wann? Nächster Artikel Farn – giftig, ja oder nein?

Sporen zur Vermehrung von Farnen

Farne bilden nicht wie höhere Pflanzen Blüten und anschließend Früchte mit Samen aus. Sie verbreiten sich mithilfe ihrer Sporen. Diese befinden sich in der Regel auf der Blattunterseite und sind gut erkennbar.

Sporen sammeln und Pflanzen ziehen

Die Sporen reifen im Sommer aus. Schauen Sie sich die Wedel des Farns an! Ist auf der Unterseite ein feiner Staub zu erkennen? Falls ja, sind die Sporen ‘reif’. Schneiden Sie einen Wedel ab und legen Sie ihn Zuhause auf ein Blatt Papier. Nach ein bis zwei Tagen sind die Sporen aus den Kapseln gefallen und auf dem Papier gelandet.

Die Sporen werden nun so wie Samen gesät:

  • Topf oder Aussaatschale wählen
  • Sporen auf Anzuchterde streuen und gut verteilen (Lichtkeimer)
  • Erde mit einem Handsprüher befeuchten
  • Plastiktüte oder Deckel der Anzuchtschale darübersetzen
  • einmal täglich lüften, um Schimmelbildung zu vermeiden

Farne teilen

Eine wesentlich weniger zeitaufwändige und Geduld erfordernde Methode ist die Teilung. Das geht jedoch nicht bei allen Farnarten. Nur Farne mit unterirdischen Rhizomen sind für die Teilung geeignet. Weiterhin sollte die Pflanze bereits groß und kräftig sein.

Vorgehensweise:

  • Pflanze im Frühjahr ausgraben
  • Erde von den Wurzeln abschütteln
  • Rhizom zerschneiden z. B. mit Messer oder Spaten
  • jedes Teilstück sollte mindestens zwei Wedel besitzen
  • in Töpfe pflanzen
  • nach dem ersten Winter auspflanzen

Stecklingsvermehrung bei Farnen

Auch die Stecklingsvermehrung hat sich bewährt. Beachten Sie, dass alle Farnarten giftig sind und nach dem Kontakt mit den Pflanzenteilen das Waschen der Hände wichtig ist. So gehen Sie vor:

  • oberirdisches Rhizom suchen
  • Rhizom 4 cm hinter dem Vegetationspunkt abschneiden
  • in Topf mit Erde pflanzen
  • feucht halten
  • Bewurzelungsdauer: circa einen Monat

Tipps & Tricks

Die Anzucht mittels der Sporen ist äußerst langwierig. Erst nach einem Jahr sind die Pflänzchen zu sehen und können vereinzelt werden. Daher sind die anderen beiden Vermehrungsmethoden vorzuziehen.

Text: Anika Gütt

Melde Dich für unseren Newsletter an

Erhalten Sie den monatlichen Gartenjournal Newsletter in Ihr E-Mail Postfach. Abmelden ist jederzeit möglich.