Farn Winterschutz
Der Straußenfarn ist winterhart und braucht keinen Winterschutz

Ist der Farn winterhart oder braucht er einen Frostschutz?

Ohne Zutun wachsen viele Farne im Garten. Doch was wird im Winter aus ihnen? Vertragen Sie Frost oder sollten sie geschützt werden? Hier erhalten Sie einen guten Überblick über winterharte und empfindliche Farnarten sowie Tipps zur Überwinterung.

Auf die Farnart kommt es an

Es gibt zahlreiche Farnarten, die den Winter Deutschland mühelos und unbeschadet überstehen. Dazu gehören vor allem jene Arten, die in Mitteleuropa heimisch sind. Folgende Farnarten können Sie getrost und ungeschützt dem Frost überlassen:

  • Frauenhaarfarn
  • Straußenfarn
  • Wurmfarn
  • Streifenfarn
  • Rippenfarn
  • Hirschzungenfarn
  • Tüpfelfarn
  • Adlerfarn
  • Sichelfarn
  • Goldschuppenfarn
  • Schriftfarn
  • Dorniger Schildfarn
  • Rotschleierfarn
  • Elefantenrüsselfarn
  • Schellenbaumfarn

Die folgenden Arten vertragen keinen oder schlecht Frost, da sie vorwiegend aus tropischen Regionen stammen. Sie sind eher für die Zimmerkultur geeignet und sollten im Winter drinnen bleiben:

  • Schwertfarn
  • Palmfarn
  • Baumfarne
  • Filigranfarn
  • Hasenfußfarn
  • Klippenfarn
  • Geweihfarn

Wie können Farne im Freiland geschützt werden?

Wer seinen Farn erst im Herbst ins Freiland pflanzt, sollte ihn im ersten Winter schützen. Zudem sollten alle empfindlichen Arten wie beispielsweise der Silberbaumfarn und Kronfarn lieber vor starkem Frost geschützt werden.

So geht’s:

  • falls Stamm vorhanden, mit Strohmatten oder Vlies einwickeln
  • Wurzelbereich mit Laubschicht und/oder Reisig überdecken
  • Wedel zusammenbinden oder um die Hälfte herunterschneiden
  • spätestens ab September nicht mehr düngen
  • ab März/April von dem Schutz befreien

Wie werden immergrüne Zimmerfarne überwintert?

Auch Zimmerfarne sollten überwintert werden bzw. den Winter über an einem anderen Platz als im Sommer stehen. Sie kommen in einen kühleren Raum, der Temperaturen zwischen 12 und 15 °C aufweist. Je wärmer es ist, desto mehr Licht brauchen die Pflanzen. Gegebenenfalls muss eine künstliche Lichtquelle herhalten.

Gießen Sie die Zimmerfarne im Winter weniger, jedoch so, dass die Erde nicht austrocknet. Erhöhen Sie die Luftfeuchtigkeit, indem Sie sie regelmäßig mit Wasser besprühen. Eine Düngergabe sollte nicht erfolgen. Ab März kommen die Zimmerfarne an ihren ursprünglich vorgesehenen Standort zurück. Das ist wichtig, bevor sich neue Wedel ausbilden.

Tipps & Tricks

Ein Überwinterungsquartier im warmen Wohnzimmer ist kein geeigneter Ort für Farne. Dort werden sie aufgrund der trockenen Heizungsluft anfällig für Schädlinge und nicht selten von Spinnmilben befallen.

Text: Anika Gütt

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