Der Farn im Garten: Worauf kommt’s an?

Bislang führen Farne im Garten noch ein Schattendasein - und zwar buchstäblich. Doch da sie am liebsten dort wachsen, wo sich andere Pflanzen schwertun, sind sie äußerst wertvoll. Noch dazu verlangen sie wenig Pflege.

Farn Beet
Farn sollte im Garten möglichst schattig stehen

Welche Farnarten sind für die Gartenpflanzung geeignet?

Für die Gestaltung eines Gartens sind insbesondere jene Farnarten geeignet, die sommergrün bis wintergrün sind. Die immergrünen Exemplare fordern in unseren Breiten wesentlich mehr Pflegeaufwand und brauchen ganzjährig hohe Umgebungstemperaturen.

Die folgenden Farnarten sind für Gärten bedeutsam:

  • Gewöhnlicher Wurmfarn (äußerst anpassungsfähig)
  • Sumpffarn (für Teichbereiche)
  • Kleefarn (für Teichbereiche)
  • Rippenfarn (für saure Böden ideal)
  • Schriftfarn (zum Begrünen von Mauerwerk)
  • Straußenfarn (eindrucksvoll als Solitär)
  • Königsfarn (bis zu 150 cm hoch)
  • Mauerraute (perfekter Bodendecker)

Die Antwort auf die Standortfrage: hell, aber nicht sonnig

Der Großteil der Farne kommt schlecht an einem Standort zurecht, an dem die Sonneneinstrahlung direkt und unbarmherzig ist. Wählen Sie daher lieber einen schattigen oder halbschattigen Standort aus. Optisch passend und von den Lichtverhältnissen optimal sind Plätze unter Nadelgehölzen wie Kiefern, Fichten und Lärchen.

Vor dem Pflanzen den Boden vorbereiten

Besonders wichtig ist es, das Pflanzloch vor dem Einsetzen des Farns in die Erde, richtig aufzulockern. Führen Sie die Pflanzaktion bestenfalls im Frühjahr und nicht erst im Herbst durch. Nachdem Sie den Boden aufgelockert haben, reichern Sie ihn mit Humus bzw. Kompost an.

Farne mit einem kriechenden Wurzelstock werden flach in die Erde gesetzt. Horstartig wachsende Farne werden hingegen tiefer gesetzt. Nach dem Bedecken mit nährstoffreicher und leicht saurer Erde wird der Farn großzügig angegossen.

Pflegeprozeduren: Gießen, schneiden und im Winter schützen

Die folgenden Prozeduren sind empfehlenswert:

  • Wurzelbereich mit Laub mulchen
  • zu Hitze- und Trockenzeiten gießen
  • mit Jauche oder Kompost einmal bis zweimal jährlich düngen
  • sommergrüne Farnarten im Herbst um die Hälfte einkürzen (andere Hälfte fungiert als Winterschutz)
  • wintergrüne Farne im Frühjahr vor dem Austrieb schneiden
  • im Winter mit Reisig und Laub schützen

Tipps & Tricks

Wunderbar machen sich Farne im Garten neben Frühblühern wie Krokussen, Narzissen, Schneeglöckchen und Winterlingen. Auch neben im Sommer blühenden kleinen Stauden wirken die Farnwedel vortrefflich als grüner Hintergrund.

Text: Anika Gütt

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