Chrysanthemen – Die beliebte Herbstblume richtig pflegen

Die ursprünglich aus Ostasien stammenden Blütenbüsche bringen im Herbst noch einmal so richtig Farbe in den Garten. Zwischen September und November, wenn alle anderen Blumen längst verwelkt sind, zeigen die Stauden ihre üppige Blütenpracht. Damit Sie diese möglichst lange genießen können, brauchen Chrysanthemen eine aufmerksame Pflege.

Chrysanthemen gießen
Chrysanthemen brauchen sehr viel Wasser
Früher Artikel Blühfreudige Herbstzierde – Chrysanthemen pflanzen Nächster Artikel Chrysanthemen richtig schneiden – Tipps und Tricks

Chrysanthemen gießen

Chrysanthemen vertragen selbst kurze Trockenzeiten nur schlecht und sollten daher stets schön feucht gehalten werden. Beachten Sie bitte, dass insbesondere im Topf gehaltene Chrysanthemen selbst nach dem Regenschauer gegossen werden sollten, da durch das dichte Ast- und Blattwerk nur wenig Wasser in die Erde gelangt. Staunässe ist, wie bei so vielen Gartenpflanzen, möglichst zu vermeiden.

Chrysanthemen richtig düngen

Zwar handelt es sich bei Chrysanthemen um robuste, aber auch um starkzehrende Pflanzen. Vor dem Austrieb im Frühjahr sowie ein zweites Mal im Juli / August können Sie den Strauch mit einer dicken Schicht Kompost versorgen, wobei der organische Dünger gut ins Erdreich eingearbeitet werden sollte. Bei Bedarf sowie bei Topfchrysanthemen wird dagegen alle zwei Wochen mit einem Flüssigdünger gedüngt. Zudem wird die Gesundheit der Chrysanthemen gefördert, wenn Sie sie gelegentlich mit einer Brennnessel- oder Ackerschachtelhalmbrühe gießen.

Darf bzw. soll man Chrysanthemen schneiden?

Chrysanthemen sollten im zeitigen Frühjahr kräftig zurückgeschnitten werden.

Chrysanthemen sind verblüht, was tun?

Verblühtes sollten Sie umgehend wegschneiden und die Blütezeit der Chrysanthemen auf diese Weise verlängern, die Pflanze bildet dann nämlich neue Blüten aus.

Chrysanthemen im Topf pflegen – Was muss beachtet werden?

Topfchrysanthemen sollten auf keinen Fall im Freien überwintern, sondern besser unter Kalthausbedingungen (d. h. kühl und hell) im Haus bzw. im Gewächshaus.

Kann man Chrysanthemen als Zimmerpflanze kultivieren?

Grundsätzlich können Chrysanthemen als Zimmerpflanze kultiviert werden, brauchen aber auch hier einen sonnigen bis maximal halbschattigen Standort. Besonders gut eignen sich zwergwüchsige Sorten, beispielsweise Chrysanthemum paludosum (“Zwergmargerite”).

Das richtige Umtopfen von Chrysanthemen

Da Chrysanthemen ihre Töpfe sehr schnell durchwurzeln, sollten Sie die Pflanzen etwa alle ein bis zwei Jahre umtopfen und sie bei dieser Gelegenheit auch gleich ausdünnen. Auf diese Weise verjüngen Sie die Pflanze, so dass sich ihre Lebensspanne verlängert.

Chrysanthemen blühen nicht – woran liegt es?

Chrysanthemen bilden in der Regel sehr viele Blüten aus und dies auch noch über einen längeren Zeitraum – für die Pflanze bedeutet das Schwerstarbeit. Aus diesem Grund brauchen Chrysanthemen ausreichend Nährstoffe, sonst bleibt die Blüte aus. Bei blühunwilligen Exemplaren kann ein spezieller Blühpflanzendünger helfen.

Krankheiten und Schädlinge bei Chrysanthemen

Chrysanthemen sind sehr robust, können aber – wie fast alle Pflanzen – bei falscher Pflege oder ungünstiger Witterung von verschiedenen Krankheitserregern bzw. Schädlingen befallen werden. Einzig die gefräßigen Schnecken mögen die Chrysantheme nicht, weshalb sich die Herbstblume sehr gut als natürlicher Schutzwall gegen Schnecken eignet.

Sind Chrysanthemen winterhart?

Nicht alle Chrysanthemen sind winterhart, denn es gibt sowohl winterharte als auch nicht winterharte Sorten. Allerdings sollte auch bei winterharten Exemplaren das Wurzelwerk vor Frost geschützt werden, etwa mit einer dicken Mulchschicht aus Laub und Reisig.

Tipps & Tricks

Zwar sind die Blüten vieler Chrysanthemensorten essbar, dennoch sollten Sie bei gekauften Pflanzen auf diesen Genuss verzichten. Die Pflanzen sind oft mit Pestiziden und anderen Chemikalien behandelt und deshalb nicht für den Verzehr freigegeben.

Text: Ines Jachomowski

Melde Dich für unseren Newsletter an

Erhalten Sie den monatlichen Gartenjournal Newsletter in Ihr E-Mail Postfach. Abmelden ist jederzeit möglich.