Februarschnitt von Bäumen und Sträuchern

Nur wenn Sie Bäume und Sträucher regelmäßig zurückschneiden, können Sie sich viele Jahrzehnte an Blüten und Früchten erfreuen. Gewächse, die im Sommer oder Herbst blühen, sollten deshalb im Februar fachgerecht zurückgeschnitten werden. Wir haben tolle Tipps, wie Sie dabei richtig vorgehen.

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Bäume und Sträucher sollten an frostfreien Tagen geschnitten werden

Warum wird im Februar geschnitten?

In unserer Klimazone hat sich der Winter als geeigneter Zeitpunkt für diese Pflegemaßnahme bewährt. Es erleichtert die Schnittplanung sehr, wenn Bäume und Sträucher keine Blätter haben und das Gerüst der Zweige zu sehen ist. Der Winterschnitt hat im Frühling ein kräftiges Austreiben zur Folge und in der Regel wächst der Baum dann besonders gesund nach.

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Zudem schreibt das Bundesnaturschutzgesetz vor, dass aus Vogelschutzgründen zwischen 1. März und 30. September Gehölze und Hecken nicht beschnitten werden dürfen.

Können alle Bäume im Winter geschnitten werden?

Die allermeisten Bäume können Sie an frostfreien Wintertagen beschneiden. Dies gilt allerdings nicht für früh austreibende Gewächse. Diese schneiden Sie bevorzugt im Herbst, wenn der Baum oder Strauch alle Blätter abgeworfen hat.

Das richtige Schnittwerkzeug

Damit der Baumschnitt gut von der Hand geht, benötigen Sie diese Werkzeuge:

  • Astschere
  • Klapp- und/oder Bügelsäge
  • Gartenschere
  • Okuliermesser

Da die Werkzeuge in Kontakt mit einer offenen Verletzung der Pflanze kommen, sollten Sie diese vor Beginn genau kontrollieren:

  • Reinigen und desinfizieren Sie die Schneiden gründlich.
  • Verwenden Sie ausschließlich Werkzeug mit scharfen Klingen.
  • Mit einem sehr scharfen Messer können sie ausgefranste oder eingerissene Zweige glätten und so die Wundfläche kleiner halten.

Welche Schnittarten gibt es?

Wie der Baum beschnitten wird ist davon abhängig, was Sie mit dem Schnitt erreichen wollen und wie alt das Gewächs ist. Nachfolgende Schnittarten kommen zu Anwendung:

  • Pflanzschnitt: Er fördert das Anwachsen und die Kronenbildung. Der Baum wird auf den Haupttrieb und drei bis vier Nebentriebe zurückgesetzt.
  • Ertragsschnitt: Bei Obstbäumen wird die Baumkrone ausgelichtet. Dadurch wird die Fruchtbildung gefördert. Überflüssige Grüntriebe, welche die Früchte beschatten würden und die Pflanze unnötig Kraft kosten, werden herausgeschnitten.
  • Formschnitt: Hierbei wird der Baum in Form gebracht. Sie können beispielsweise den Kronendurchmesser verringern, damit das Gewächs weniger Schatten wirft oder Sträucher so verkleinern, dass Wege wieder passierbar werden.
  • Entlastungsschnitt: Er dient der Gesunderhaltung. Hierdurch wird auch die Gefahr gebannt, dass Äste bei Sturm abbrechen.

Tipps

Keinesfalls schneiden sollten Sie bei Temperaturen unter fünf Grad minus oder bei starker Nässe. Bei diesen Witterungsbedingungen kann das Holz brechen und die Schnittwunden heilen schlecht.

Text: Michaela Kaiser
Artikelbild: Lithiumphoto/Shutterstock

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