Ist die Amaryllis giftig für meine Katze?

Ist Ihre Katze inmitten des Winters durch Schnee und Kälte ans Haus gefesselt, knabbert sie aus Langeweile gerne an Pflanzen herum. Ein majestätischer Ritterstern fällt Ihrem Stubentiger dabei besonders ins Auge mit seinen leuchtenden Blüten und verlockenden, langen Blättern. Ihre Bedenken in Punkto Giftgehalt haben bei einer Amaryllis durchaus ihre Berechtigung, wie die folgenden Zeilen aufzeigen.

Ritterstern giftig für Katzen
Amaryllis ist hochgiftig für Katzen

Ritterstern lässt kleine Katzenherzen stillstehen

Von allen Amaryllis-Sorten geht eine potenziell tödliche Gefahr für ihren samtpfotigen Mitbewohner aus. In Blättern, Blüten und Samen lauern hoch-toxische Inhaltsstoffe. In der Zwiebel befindet sich die Giftkonzentration auf so hohem Niveau, dass bereits der Verzehr weniger Gramm zu Herzrhythmusstörungen bis hin zum Herzstillstand führt. Diese Symptome deuten auf eine Ritterstern-Vergiftung hin:

  • Vermehrter Speichelfluss
  • Erbrechen und Durchfall
  • Sichtliche Benommenheit und Taumeln
  • Krämpfe und Zittern

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Wohnungskatzen und Jungtiere sind besonders gefährdet, da ihr Spieltrieb – gepaart mit unbändiger Neugierde – den Instinkt überlagert. Hält sich Ihre Katze häufig in freier Natur auf, verfügt sie in der Regel über einen ausgeprägten Erfahrungsschatz, der sie vor den Gefahren einer giftigen Amaryllis bewahrt.

Schnelles Handeln rettet Katzenleben

Haben Sie den Verdacht, dass Ihr Stubentiger an einem Ritterstern im Topf oder als Schnittblume in der Vase geknabbert hat, vergeuden Sie bitte keine Zeit mit Experimenten. Ergreifen Sie diese Sofortmaßnahmen, bestehen gute Aussichten auf Rettung:

  • Sichtbare Reste der Pflanze aus dem Maul holen
  • In eine Tüte packen und mitnehmen
  • Ohne Zeitverzögerung die Katze zum Tierarzt transportieren

In den fähigen Händen eines Veterinärs ist Ihr vierbeiniger Liebling am besten aufgehoben. Die tatsächliche Ursache der Vergiftung ist im Labor rasch identifiziert, sodass adäquate Gegenmaßnahmen eingeleitet werden können.

Text: Paula Jansen

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