Bezaubernde Homedeko: Alpenveilchen im Glas kultivieren

In Innenräumen blühen Alpenveilchen von Oktober bis in den April hinein und sorgen so in jenen Monaten für Farbe auf der Fensterbank, in denen viele andere Pflanzen Winterruhe halten. Als Alternative zur klassischen Topfkultur können Sie die Winterblüher mit natürlichen Materialien in einem Glas arrangieren und eine Tischdekoration, die Lust auf den Frühling macht, mit wenig Mühe selbst gestalten.

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Moos, Rinde und kleinere Pflanzen können das Alpenveilchen begleiten

Materialliste

  • Alpenveilchen, bevorzugt kleinwüchsige Sorten
  • Auf die Größe der Pflanzen abgestimmte Gläser. Sehr hübsch sehen beispielsweise Weckgläser, Apothekergläser oder Bonbonieren aus.
  • Birkenholz, Moos, Rindenstücke und kleine Zweige
  • Eventuell Bast, locker gesponnenen Wollfaden und ähnliche Materialien zur äußeren Verzierung
  • Draht

Bastelanleitung

  • Binden Sie zunächst mit dem Draht etwas Moos um das Pflanzgefäß der Alpenveilchen.
  • Füllen Sie das Glas mit einigen Zentimetern Moos und Rindenstückchen und setzen Sie das Alpenveilchen hinein.
  • Arrangieren Sie rund um die Zierpflanze Rinde und Zweige, sodass ein hübsches Gesamtbild entsteht.
  • Nach Belieben können Sie den Glashals noch mit Bast oder Wollfaden umwickeln.

Wie pflege ich Alpenveilchen?

Alpenveilchen gelten als ein wenig heikel, denn werden sie falsch gepflegt setzen sie keine neuen Blüten mehr an.

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Stellen Sie das Glas nur zeitweise auf den Tisch, denn die Pflanze liebt es hell und sonnig. Allerdings sollte eine direkte Bestrahlung durch die Mittagssonne vermieden werden. Schnell wird es hinter einer Glasscheibe zu warm und die Blätter könnten sogar verbrennen.

Alpenveilchen bevorzugen kühle Standorte, an denen die Temperatur zwischen 12 und 15 Grad liegt. Sehr wohl fühlen sie sich beispielsweise im Treppenhaus oder im Schlafzimmer, wo sie viele Monate unermüdlichen blühen können.

Gießen Sie das Alpenveilchen immer dann, wenn sich die Erde auf der Oberfläche trocken anfühlt (Daumenprobe). Das Problem der Staunässe, die von den Pflanzen schlecht vertragen wird, ist im Glas durch die Speicherfähigkeit des Mooses verringert. Gießen Sie dennoch mit Bedacht und überwässern Sie nicht.

Schneiden Sie verwelkte Blätter und Blüten regelmäßig heraus, da diese der Pflanze viele Nährstoffe entziehen.

Tipps

Alpenveilchen zählen zu den toxischen Zimmerpflanzen. Vor allem in der Knolle finden sich die giftigen Stoffe, die schon in geringer Konzentration Vergiftungserscheinungen auslösen können. Deshalb sollten Sie den Winterblüher nicht in Wohnräumen aufstellen, in denen er von Kindern oder Haustieren erreicht werden kann.

Text: Michaela Kaiser
Artikelbild: Nesolenaya Alexandra/Shutterstock

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