Zwetschge

Aromatische Zwetschgen ernten: Tipps zum Reifestadium

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Frische Zwetschgen aus dem eigenen Garten – dieser Artikel informiert Sie über die optimale Erntezeit, die richtige Erntetechnik und die besten Lagerungsmöglichkeiten für aromatische Zwetschgen. Erfahren Sie außerdem mehr über beliebte Sorten wie ‚Hauszwetschge‘, ‚Cacaks Schöne‘ und ‚Katinka‘.

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Zwetschgen sollten reif geerntet werden

Zeitpunkt der Zwetschgenernte

Die Zwetschgenernte beginnt, sobald die Früchte ihre volle Reife erreicht haben. Dies variiert je nach Sorte und Region, liegt in Deutschland jedoch meist zwischen Juli und Oktober. Zu den reifen Zwetschgen liefern folgende Merkmale Hinweise:

  • Fruchtfarbe: Dunkelblaue bis violette Farbe, besonders am Fruchtstiel.
  • Duftfilm: Ein weißlicher Belag auf der Schale, der die Frucht vor Austrocknung schützt.
  • Fruchtfleisch: Festes, saftiges Fruchtfleisch, das sich leicht vom Stein lösen lässt.
  • Süße: Ein süß-säuerlicher, intensiver Geschmack.

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Da die Früchte nicht gleichzeitig reifen, erfolgt die Zwetschgenernte in mehreren Durchgängen. Zuerst werden die Früchte auf der Sonnenseite und im äußeren Bereich der Baumkrone geerntet.

Richtige Erntetechnik

Beim Ernten von Zwetschgen sollten die Früchte vorsichtig behandelt werden, um Beschädigungen zu vermeiden:

  • Pflücken: Zwetschgen am Stielansatz fassen und leicht drehen. Sie sollten sich dabei leicht lösen.
  • Fruchtstiel: Den Fruchtstiel an der Frucht belassen, um die Haltbarkeit zu verlängern und das Aroma zu bewahren.
  • Druckstellen: Druckstellen vermeiden, da sie die Haltbarkeit der Früchte verkürzen und das Fruchtfleisch schädigen.
  • Sammelbehälter: Geerntete Zwetschgen in flache Behälter legen, um Quetschungen zu vermeiden.

Lagerung von Zwetschgen

Nach der Ernte sollten Zwetschgen rasch verzehrt oder weiterverarbeitet werden. Einige Tipps zur Lagerung:

  • Kühlschrank: Reife Zwetschgen können im Gemüsefach des Kühlschranks etwa zwei bis fünf Tage lang gelagert werden. Legen Sie die ungewaschenen Früchte in eine offene Schale oder Papiertüte, um Luftzirkulation zu ermöglichen und Druckstellen zu vermeiden.
  • Tiefkühlen: Zwetschgen lassen sich gut einfrieren. Dazu die Früchte halbieren, entsteinen und bei -18 Grad Celsius tiefgefrieren. Tiefgefrorene Zwetschgen halten sich ungefähr ein Jahr.
  • Weiterverarbeitung: Zwetschgen eignen sich hervorragend zum Einkochen, Dörren oder zur Herstellung von Marmelade, Kompott oder Kuchen.

Zwetschgensorte „Hauszwetschge“

Die „Hauszwetschge“ ist eine der bekanntesten und vielseitigsten Zwetschgensorten in Deutschland. Diese alte Sorte wurde bereits im Mittelalter kultiviert.

  • Eigenschaften: Selbstfruchtbar. Kleine, länglich-ovale, dunkelblaue Früchte mit goldgelbem, mittelfestem, saftigem Fruchtfleisch. Sehr aromatischer, süß-säuerlicher Geschmack.
  • Erntezeit: Meist im September.
  • Verwendung: Hervorragend zum Frischverzehr, Backen, Marmelade, Kompott und andere süße Speisen. Aufgrund der guten Steinlöslichkeit gut einfrierbar.

Zwetschgensorte „Cacaks Schöne“

„Cacaks Schöne“ besticht durch große Früchte und ausgezeichneten Geschmack.

  • Eigenschaften: Selbstfruchtbar. Mittelgroße bis große, dunkelblaue Früchte mit süßem Aroma und erfrischendem Hauch von Säure. Festes, grünlich-gelbes Fruchtfleisch.
  • Erntezeit: Anfang bis Mitte August.
  • Verwendung: Ideal zum Frischverzehr, Backen und Einkochen. Geschätzt für transportfeste und lagerfähige Eigenschaften.

Zwetschgensorte „Katinka“

„Katinka“ ist eine Frühsorte, die sich durch ihre Scharka-Toleranz auszeichnet.

  • Eigenschaften: Selbstfruchtbar. Mittelgroße, dunkelviolette Früchte mit gelbgrünem, aromatischem Fruchtfleisch, das sich leicht vom Stein löst.
  • Erntezeit: Mitte bis Ende Juli.
  • Verwendung: Aufgrund der Saftigkeit und Süße ideal für Frischverzehr, Backen und diverse Desserts.
Bilder: Cherries / Shutterstock