Pflaume

Pflaumen ernten: Wann ist der beste Zeitpunkt dafür?

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Pflaumen reifen je nach Sorte zu unterschiedlichen Zeiten und signalisieren den optimalen Erntezeitpunkt durch ihre Farbe, Festigkeit und ihren Duft. Dieser Artikel erläutert die wichtigsten Schritte der Pflaumenernte, gibt Tipps zur Lagerung und Verarbeitung und zeigt die Unterschiede zwischen Pflaumen und Zwetschgen auf.

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Ab Juli können Pflaumen gepflückt werden

Der optimale Erntezeitpunkt für Pflaumen

Pflaumen reifen abhängig von Sorte und Sonneneinstrahlung zu unterschiedlichen Zeiten. Frühsorten sind bereits im Juli erntebereit, während Spätsorten bis in den Oktober hinein reifen. Die Haupterntezeit liegt jedoch im September.

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Um den perfekten Zeitpunkt für die Pflaumenernte zu bestimmen, sollten folgende Faktoren berücksichtigt werden:

  • Sorte: Jede Pflaumensorte hat eine spezifische Reifezeit, die den optimalen Erntezeitpunkt bestimmt.
  • Farbe: Reife Pflaumen haben eine intensive Färbung, die je nach Sorte variiert.
  • Fruchtfleisch: Das Fruchtfleisch sollte bei leichtem Druck nachgeben.
  • Duftfilm: Reife Pflaumen besitzen eine natürliche, weißliche Schutzschicht, den sogenannten „Duftfilm“, der die Frucht vor dem Austrocknen schützt.
  • Geschmack: Reife Pflaumen schmecken süß und saftig.

Pflaumen richtig ernten – Schritt für Schritt

  1. Auf der Südseite beginnen: Die auf der Südseite befindlichen Früchte reifen zuerst.
  2. Früchte vorsichtig pflücken: Vorsichtige Handhabung der Pflaumen ist wichtig, um Druckstellen zu vermeiden.
  3. Früchte leicht drehen: Reife Pflaumen lösen sich durch leichtes Drehen vom Zweig.
  4. Leiter oder Pflückkorb verwenden: Um auch die oberen Bereiche des Baumes zu erreichen.
  5. Regelmäßig ernten: Da Pflaumen kontinuierlich nachreifen, sollten regelmäßige Erntekontrollen durchgeführt werden.

Pflaumen richtig lagern

Um die Frische und den Geschmack der Pflaumen zu bewahren, sollten sie richtig gelagert werden:

  • Ungewaschen lagern: Der Duftfilm schützt die Früchte vor dem Austrocknen. Pflaumen erst kurz vor dem Verzehr waschen.
  • Kühl lagern: Pflaumen im Kühlschrank bei etwa 2-5 Grad Celsius aufbewahren. So bleiben sie etwa 3-4 Tage lang frisch.
  • Getrennt lagern: Pflaumen und anderes Obst oder Gemüse nicht zusammen lagern, da Ethylen das Reifegas anderer Früchte beschleunigt.
  • Druckstellen vermeiden: Pflaumen so lagern, dass sie nicht übereinander liegen und Druckstellen vermeiden.
  • Verarbeitung: Überreife Pflaumen eignen sich hervorragend zur Herstellung von Marmelade, Mus, Chutney oder Kuchen.

Pflaumen einfrieren oder dörren

Um Pflaumen länger haltbar zu machen, können Sie diese einfrieren oder dörren:

  • Einfrieren: Pflaumen gründlich waschen, halbieren und entsteinen. Die Hälften zunächst einzeln auf einem Tablett vorfrieren, um ein Zusammenkleben zu verhindern, und dann in Gefrierbeutel oder -behälter umfüllen. So bleiben sie bis zu 12 Monate haltbar.
  • Dörren: Pflaumen waschen, entsteinen und in Scheiben schneiden. Bei etwa 60 Grad Celsius im Backofen oder Dörrautomaten für mehrere Stunden trocknen, dabei regelmäßig wenden und die Ofentür leicht geöffnet lassen, damit die Feuchtigkeit entweichen kann. Getrocknete Pflaumen sind mehrere Monate haltbar.

Pflaumen und Zwetschgen – die Unterschiede

Obwohl Pflaumen und Zwetschgen eng miteinander verwandt sind, gibt es einige Unterschiede:

  • Form: Pflaumen sind rundlich bis oval und haben eine ausgeprägte Furche, während Zwetschgen länglich-oval ohne prominente Furche sind.
  • Stein: Der Stein der Pflaume ist rundlich und schwer vom Fruchtfleisch zu lösen, während der Stein der Zwetschge länglich, flach und leicht lösbar ist.
  • Fruchtfleisch: Pflaumen haben ein weiches, süßes und saftiges Fruchtfleisch, das sich meist schwer vom Stein lösen lässt. Zwetschgen besitzen gelbliches Fruchtfleisch, das fester und trockener ist und sich leichter vom Stein löst.
Bilder: Creative Family / Shutterstock