Hemerocallis

Taglilie

Ihre malerische Blüte währt just einen Sommertag. Schließt sie sich am Abend, steht die florale Nachfolgerin schon bereit. Taglilien zählen nicht von ungefähr zu den prachtvollsten Schmuck-Stauden. Wie Sie den Schönheiten die glamouröse Performance entlocken, finden Sie hier heraus.

Taglilie richtig pflanzen

Damit die floralen Tagträumereien zügig Gestalt annehmen, trägt die folgende Vorgehensweise beim Pflanzen wesentlich bei:

  • Zeitfenster sind geöffnet im April/Mai und September/Oktober
  • Am sonnigen Standort eine ca. 30 cm tiefe Grube anlegen
  • An der Sohle eine Drainage aus Kies oder Splitt verteilen
  • Darüber mit Erde/Kompost-Mix einen kleinen Hügel formen
  • Die Taglilien-Knolle mittig pflanzen und maximal 5 cm hoch mit Substrat bedecken

Zum guten Schluss gießen Sie an und mulchen, damit das Erdreich länger warm und feucht bleibt.
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Pflegetipps

Der sommerliche Blütenrausch einer Taglilie erfordert ein unkompliziertes Pflegeprogramm. Schenken Sie den folgenden Maßnahmen Ihre Beachtung, erfreut sich die Staude langlebiger Vitalität und Blühwilligkeit:

  • Bei Trockenheit gießen
  • Regelmäßig mulchen mit Rasenschnitt oder Rindenmulch
  • Ende April/Anfang Mai einen Langzeitdünger verabreichen
  • Alternativ alle 14 Tage organisch düngen mit Kompost, Guano oder Pflanzenjauche

Verblühtes sogleich auszuputzen, beugt einer kräftezehrenden Samenbildung vor und verhindert die Selbstaussaat. Ein Winterschutz ist im Pflanzjahr empfehlenswert sowie für Taglilien im Kübel.

Welcher Standort ist geeignet?

Die zauberhaften Schmuckstauden entfalten ihre Blüten in verschwenderischer Fülle, wenn der Standort ihren Ansprüchen möglichst entgegenkommt. Diese Kriterien sind relevant:

  • Sonnige bis halbschattige Lage
  • Nährstoffreicher Boden, nicht allzu trocken und mit erstklassigem Wasserabzug

Legen Sie Wert auf den Erhalt der intensiven Leuchtkraft, sollte der Standort nicht inmitten praller Mittagssonne liegen.
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Wann ist Blütezeit?

Während die Dauer einer Blüte sich auf 6 Wochen beschränkt, richtet sich die Blütezeit von Taglilien nach der gewählten Sorte. Diese Wahlmöglichkeiten stehen zur Verfügung:

  • Frühe Blütezeit: von Mai bis Juni/Juli
  • Mittlere Blütezeit: von Juni bis Juli/August
  • Späte Blütezeit: von August bis September/Oktober

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Taglilie richtig schneiden

Wenngleich an Taglilien keine zwingende Erfordernis für einen Schnitt besteht, kann es aus diesen Gründen sinnvoll sein.

  • Als Vasenschmuck
  • Für die Verwendung in der Küche
  • Zur Unterbindung von Samenständen
  • Vor oder nach einer Teilung

Regelmäßiges Herausschneiden verdorrter Blätter und Blütenköpfe erhält die Vitalität und wirkt sich förderlich auf den erneuten Austrieb aus.
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Taglilie richtig düngen

Zu den tragenden Säulen einer fachgerechten Pflege von Taglilien zählt die ausgewogene Versorgung mit Nährstoffen. Bereits bei der Pflanzung wird das Erdreich mit Kompost optimiert. Ab dem zweiten Jahr füllt ein geeigneter Dünger die leeren Energiedepots dieser Schmuckstauden wieder auf. So handhaben Sie es richtig:

  • Ende April/Anfang Mai einen Langzeitdünger für Blühpflanzen verabreichen
  • Alternativ von April bis Anfang August alle 14 Tage organisch düngen
  • Taglilien im Kübel alle 2 Wochen mit Flüssigdünger verwöhnen

Ab August wird nicht mehr gedüngt, damit die Stauden vor der Winterzeit ausreifen können. Dieser Prozess wird unterstützt, indem ab Ende Juni gezielt mit einem Kalium-betonten Mittel gedüngt wird. Anhänger der organischen Düngung verwenden in dieser Phase Beinwell-Jauche.
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Überwintern

Eine gut etablierte Taglilie verlangt im Beet nicht nach einem expliziten Winterschutz. Das gilt insbesondere für Sorten, die aus der Hand europäischer Züchter stammen. Einzig im Jahr der Pflanzung ist eine Abdeckung mit Lauberde, Kompost oder Nadelreisig zu empfehlen. Kultivieren Sie hingegen Taglilien im Kübel, ist ein Schutz vor Frost unverzichtbar. Die exponierte Lage der Wurzeln zieht die Gefahr von Schäden nach sich, wenn das Substrat vollständig durchfriert. So beugen Sie dem Manko vor:

  • Kübel vor dem ersten Frost einhüllen in Luftpolsterfolie oder Jute
  • Auf isolierendes Material stellen, wie Holz oder Styropor
  • Taglilien zurückschneiden, um das Substrat mit Laub oder Stroh zu bedecken

Kommt der Winter mit Kahlfrost daher, droht den Stauden Trockenstress. Bei dieser Witterung herrschen tiefe Minustemperaturen, wobei der Schnee als Feuchtigkeitsspender ausbleibt. Gießen Sie daher die Taglilien an frostfreien Tagen.
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Taglilie vermehren

Ehrensache für den Hobbygärtner, seine Taglilien in Eigenregie zu vermehren. Es stehen gleich drei Methoden zur Wahl, die mit individuellen Vorteilen punkten. Streben Sie eine sortenreine Nachzucht an, die einher geht mit einer Verjüngung, rückt die Teilung der Wurzeln in den Fokus. Darüber hinaus entwickeln einige Arten und Sorten Tochterpflanzen in ihren Blattachseln, die nach der Blüte herausgeschnitten und in lockerer Erde eingepflanzt werden für die Bewurzelung.

Verfolgen Sie das Ziel, eine neue Sorte zu züchten oder sich einfach vom Ergebnis überraschen zu lassen, entscheiden Sie sich für die Aussaat der Samen.
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Wie pflanze ich richtig um?

Sie haben gleich zwei Mal pro Jahr die Gelegenheit, Ihre Taglilien umzupflanzen. Im zeitigen Frühjahr oder im Anschluss an die Blüte, wirkt sich der Stress dieser Maßnahme kaum aus auf die Vitalität der Schmuckstaude. Um die Beschädigung der Wurzeln zu minimieren, lockern Sie zunächst das Erdreich mit der Grabegabel gründlich auf. Daran anschließend heben Sie die Knolle aus dem Boden.

Am neuen Standort erwartet eine lockere, mit Kompost angereicherte Beeterde den neuen Bewohner. Das Pflanzloch ist doppelt so groß, wie der Wurzelballen. Mittig häufeln Sie einen kleinen Hügel an, um die Taglilie darauf zu platzieren. Setzen Sie die Blume exakt so tief in die Erde wie zuvor. Gießen und mulchen rundet den gesamten Prozess sinnvoll ab.
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Ist Taglilie giftig?

Taglilien gelten seit Generationen in China als Delikatesse und spielen in der Heilkunde eine Rolle. Was Menschen gut bekommt, ist für Haustiere indes giftig. Lassen Sie Ihre Katze nicht an einer Taglilie herumknabbern, denn das könnte tödliche Folgen nach sich ziehen.

Taglilie blüht nicht

Verweigern Taglilien die Blüte, kommen Sie um eine dezidierte Ursachenforschung nicht herum. Die folgenden Auslöser kommen infrage:

  • Lichtarmer Standort
  • Zu großer Kübel
  • Staunässe
  • Trockenheit
  • Überalterte Blume
  • Jahr der Aussaat
  • Krankheiten und Schädlinge

Entwickelt die Taglilie zahlreiche Blätter, ohne dass sich ein Blütenstand daraus erhebt, liegt eine Überdüngung vor. Zu viel oder zu Stickstoff-haltiger Dünger forciert das Laubwachstum, was zulasten einer Blüte erfolgt.
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Die Samen der Taglilie aussäen

Im Anschluss an die Blüte reifen die Früchte mit den Samen innerhalb von 6-8 Wochen. Ernten Sie das Saatgut an einem trockenen Tag. Eingefüllt in eine Gefriertüte mit einem Stückchen Zewa, bewahren Sie die Samen bis zum Frühjahr im Gemüsefach des Kühlschranks auf. Diese Stratifikation hebt die Keimlaune von Taglilien-Samen gegenüber dem Trocknen. So verläuft die Aussaat mit Erfolg:

  • Im Februar die Samen für 1 Tag einweichen in Wasser
  • Aussäen in Saaterde, dünn übersieben und feucht halten
  • Bei Zimmertemperatur am halbschattigen Platz geht die Keimung zügig vonstatten

Herrscht im Saatgefäß drangvolle Enge, werden die Keimlinge pikiert. Pflegen Sie Ihre Zöglinge hinter Glas, bis im Mai die Eisheiligen vorübergezogen sind. Erst dann pflanzen Sie die jungen Taglilien im Beet oder Kübel.
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Die Taglilie teilen

Kommt eine Taglilie in die Jahre, wird sie blühfaul. Erweist sie sich als herausragende Blütenschönheit, möchten wir weitere Exemplare von ihr heranziehen. In beiden Fällen ist die Teilung der Dreh- und Angelpunkt. So machen Sie es richtig:

  • Als ideale Termine kommen das zeitige Frühjahr und der Herbst infrage
  • Die Wurzeln mit Spaten oder Grabegabel aus der Erde holen und säubern
  • Mit einem scharfen Messer in Stücke zerteilen
  • Jedes Segment verfügt über mindestens 2 Triebe

Pflanzen Sie die Taglilien-Segmente am neuen oder bisherigen Standort sogleich wieder ein und gießen großzügig an.
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Ist die Taglilie winterhart?

Als mehrjährige Pflanzen verfügen Taglilien über eine natürliche Winterhärte. Das gilt insbesondere für Sorten, die in den hiesigen Regionen gezüchtet wurden. Entstammt Ihre Schmuckstaude aus den USA, ist die Frostbeständigkeit nicht automatisch gegeben. Im Zweifel statten Sie Blumen vor dem ersten Frost mit einer Abdeckung aus Laub, Stroh oder Nadelreisig aus.

Ungeachtet ihrer natürlichen Winterhärte, erhalten Taglilien im Topf einen Schutz vor frostigen Temperaturen. Da hier der Wurzelballen den Unbilden der Witterung ausgesetzt ist, sollte das Gefäß dick eingepackt und auf einen Holzblock gestellt werden. Vorteilhaft auf den Grad der Frosthärte wirkt sich aus, wenn Sie ab Juni einen Kaliumdünger applizieren und ab Anfang August die Nährstoffversorgung ganz einstellen.

Sind Taglilien essbar?

Kenner der chinesischen Küche schwören auf die Knospen und Blütenblätter einer Taglilie als schmackhafte Zutat oder zum Naschen zwischendurch. Alle Pflanzenteile sind essbar, ob roh, gekocht, gebraten oder gedünstet. Dabei steht die Gelbrote Taglilie (Hemerocallis fulva) bei Gourmets besonders hoch im Kurs.
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Tagliliensorten

Von den nahezu 60.000 Tagliliensorten entstammen die meisten Züchtungen aus den USA. Hier zählen die prächtigen Blumen zu den Lieblingsstauden der Hobbygärtner. Überwiegend erweisen sich nordamerikanischen Sorten freilich in unserem kühleren Klima als blühfaul. Halten Sie daher gezielt nach Tagliliensorten Ausschau, die aus der Hand hiesiger Züchter stammen.
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Die schönsten Sorten

  • Kwanso
    gefüllte Taglilie mit braunroten Blüten und einer Wuchshöhe von 70-100 Zentimetern
  • Artic Snow
    cremeweiße Blüten mit gelblichem Schlund und schwarzen Staubgefäßen
  • Augustfreude
    prachtvolle, gelb blühende Taglilie mit langer Blütezeit von Juli bis September
  • Bella Lugosi
    besticht mit extra großen, dunkelroten Blüten und einem gelbgrünen Herzen
  • Bonanza
    dekorativer Blickfang dank rotbraunem Stern inmitten goldgelber Blütenblätter
  • Brunette
    kleinblumige Schönheit in Rotbraun für den Kübel, dank einer Wuchshöhe von 50 Zentimetern
  • Chicago Apache
    punktet mit unübersehbarer Blütenpracht in Blutrot von Juli bis September
  • Condilla
    empfiehlt sich mit 40 Zentimetern Höhe und gefüllten, orangegelben Blüten für die Kübelkultur
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