Die häufigsten Krankheiten und Schädlinge an der Yucca-Palme

Grundsätzlich gilt die Yucca als recht pflegeleichte und robuste Pflanze, die nur selten von Schädlingen und Krankheitserregern heimgesucht wird. Natürlich kann aber auch die robusteste Pflanze einmal krank werden - was in der Regel in Folge einer unsachgemäßen Pflege oder aber eines ungeeigneten Standortes geschieht. Solche Fehler schwächen die Pflanze und machen sie anfälliger für ungebetene Gäste.

Palmlilie Krankheiten
Vor allem zu viel Nässe kann bei der Yucca-Palme zu Krankheiten führen
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Diagnose und Ursachenfindung

Aus diesem Grund sollten Sie nicht nur die eigentliche Krankheit bekämpfen, sondern sich auch auf die Ursachensuche begeben. Wird die Ursache nämlich nicht abgestellt, kann die Krankheit immer wieder ausbrechen und schließlich den Tod der Pflanze hervorrufen. So sollten Sie die Yucca beispielsweise niemals gießen, nur weil ihre Blätter braun und vertrocknet aussehen. Ganz im Gegenteil, denn diese Symptome können auch durch ein Übermaß an Feuchtigkeit hervorgerufen werden. In diesem Falle wäre noch mehr Wasser tödlich.

Krankheitssymptome verursacht durch Pflegefehler

Yucca-Palmen entwickeln oft braune oder gelbe Blätter, die verschiedene krankheitsbedingte Ursachen haben können. Dahinter stecken oft

  • zu viel bzw. zu wenig Wasser
  • Über- oder auch Mangeldüngung
  • zu wenig Licht
  • ein zu kleiner Topf
  • oder auch eine Infektion mit Pilzen oder Bakterien
  • auch ein Schädlingsbefall ruft eine Blattverfärbung hervor

In den allermeisten Fällen ist die Ursache in Nässe und / oder Lichtmangel zu suchen. Stellen Sie diese Probleme so schnell wie möglich ab, dann wird sich die Pflanze rasch erholen. Verfärbte Blätter färben sich allerdings nicht wieder zurück, weshalb diese entfernt werden können.

Krankheiten

Auch fungizide oder bakterielle Infektionen bzw. ein Schädlingsbefall betreffen oft durch eine falsche Pflege geschwächte Pflanze. Deshalb sollten Sie die Yucca immer artgemäß behandeln – was manchmal gar nicht so einfach ist, denn es gibt etwa 50 verschiedene Arten mit teils sehr unterschiedlichen Bedürfnissen. Es gibt winterharte Yuccas, die getrost in den Garten gepflanzt werden können und reine Zimmer-Yuccas, die sich an warmen und geschützten Standorten am wohlsten fühlen. Eines aber haben alle Yuccas gemeinsam: Es handelt sich nicht um tropische Pflanzen mit einem hohen Bedürfnis nach Wärme und Feuchtigkeit! Ganz im Gegenteil, denn die meisten Vertreter der großen Yucca-Familie sind in den Wüsten und Halbwüsten der südlichen USA beheimatet – und dort ist es eher trocken sowie während der Wintermonate häufig auch recht kalt.

Pilzinfektionen

Pilzinfektionen wie beispielsweise Mehltau betreffen auch die Yucca. Häufig sind nicht nur die Blätter infiziert, sondern auch oder vor allem der Stamm. Dieser wird dann weich, von innen hohl und kann abbrechen. Wie bei jeder anderen betroffenen Pflanze sollten Sie auch bei der Yucca die betreffenden Teile entfernen und entsorgen sowie das Gewächs anschließend mit einem Fungizid behandeln. Dabei müssen Sie nicht gleich zur chemischen Keule greifen, denn es gibt eine ganze Reihe sehr guter biologischer Präparate.

Wurzelfäule

Die Grundursache einer jeden Wurzelfäule ist Staunässe, in deren Gefolge sich schließlich Fäulnisbakterien einnisten und die Wurzeln faulen lassen. Eine Rettung ist meist nur dann möglich, wenn die Yucca sowohl ober- als auch unterirdisch stark zurückgeschnitten und in einen neuen Topf mit frischem Substrat eingetopft wird.

Tipps

Schädlinge wie Spinnmilben, Blattläuse etc. treten auch an der Yucca vermehrt während der Wintermonate auf. Untersuchen Sie Ihre Pflanzen regelmäßig nach Anzeichen für einen Befall, damit Sie rechtzeitig eingreifen können.

Text: Ines Jachomowski

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