Hilfe! Läuse an der Yucca-Palme: Was tun?

Im Allgemeinen ist die Yucca oder auch Palmlilie ein recht anspruchsloses und pflegeleichtes Gewächs - ideal für das heimische Wohn- oder Schlafzimmer. Doch wie jede andere Pflanze kann auch die Yucca sich Schädlinge einfangen, wobei Pflanzenläuse wie Blatt-, Woll- oder Schildläuse besonders häufig vorkommen. Meist werden suboptimal versorgte und damit geschwächte Pflanzen befallen.

Palmlilie Läuse
Läuse werden am besten abgewaschen

Einen Läusebefall erkennen und behandeln

Bei den verschiedenen Pflanzenläusen handelt es sich um saugende Schadinsekten, die bevorzugt an den Unterseiten der Blätter sitzen und dort die Blattadern anstechen. Ein Befall zeigt sich bei der Yucca oft erst durch merkwürdig klebrige Blätter, wobei auch der Boden unterhalb der Pflanze von einer klebrigen Masse bedeckt sein kann. Des Weiteren geben Deformationen an Blättern und Trieben, Flecken, Fraßspuren oder ein kümmerlicher Wuchs wertvolle Hinweise. Die Tierchen selbst sind dabei oft nur sehr schwer zu erkennen – ihre winzige Größe sorgt dafür, dass sie lange unentdeckt bleiben. Die Schädlinge lassen sich auf verschiedene Weise bekämpfen, wobei der Griff zur Giftflasche nur dann erfolgen sollte wenn gar nichts anderes mehr hilft:

  • Abstreifen oder Abduschen (bei Blattläusen)
  • befallene Blätter und Triebe entfernen (bei einem leichten Befall)
  • befallene Pflanze mit einem Gemisch aus Teebaumöl und Wasser besprühen (10 Tropfen auf einem Liter Wasser, sehr gut bei Schild- und Wollläusen)
  • befallene Pflanze mit Spülwasser abwischen (ein paar Tropfen Spülmittel wie Pril etc. in lauwarmem Wasser)

Welche Läuse lassen sich bevorzugt auf der Yucca nieder?

Vor allem die folgenden drei Arten von Pflanzenläusen sind auf der Yucca häufig zu finden. Separieren Sie befallene Pflanzen sofort, um eine Ausbreitung zu verhindern.

Schildläuse

Die winzigen Schildläuse sind an den bräunlich gefärbten, harten “Schalen” – diese sehen mit bloßem Auge eher wie kleine braune “Eier” aus – zu erkennen. Sie lassen sich gut mit biologischen Mitteln auf Ölbasis (beispielsweise Raps- oder Teebaumöl) bekämpfen.

Wollläuse

Woll- oder Schmierläuse sind umgeben von watteartigen, weißlichen Wachsausscheidungen. Auch hier sollten Sie die betroffenen Stellen mit Teebaumöl betupfen oder die befallene Pflanze mit einer auf Teebaumöl basierenden Lösung besprühen.

Blattläuse

Blattläuse können grün, gelb, braun oder auch schwarz sein und befallen vor allem die weichen Pflanzenteile wie junge Blätter und Triebspitzen. Duschen Sie die befallene Pflanze gründlich ab und besprühen Sie sie mit einer auf Teebaum- oder Lavendelöl basierenden Lösung.

Tipps

Sollten Sie dennoch Gift einsetzen wollen oder müssen, behandeln Sie die Pflanze niemals innerhalb der Wohnung. Stellen Sie sie stattdessen auf den Balkon oder in den Garten und halten Sie sich an die vorgeschriebenen Sicherheitsregeln!

Text: Ines Jachomowski

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