Pilz-Infektion bei der Yucca-Palme – und was Sie dagegen tun können

Pilzerkrankungen können Sie in der Regel an Belägen auf den Blättern oder manchmal auch Trieben, an watteartigen Überzügen, teilweisem Welken oder auch an Blattflecken und / oder Pusteln erkennen.

Palmlilie Pilz
Pilzerkrankungen zeigen sich oft anfänglich in Blattflecken

Die häufigsten Pilzerkrankungen bei Yucca-Palmen

Es gibt zahlreiche fungizide Erreger, wobei Sie einem Befall jedoch durch folgende Maßnahmen gut vorbeugen können:

  • Pflegen Sie die Yucca artgerecht. Halten Sie sie vor allem nicht zu feucht, sondern eher trocken.
  • Sorgen Sie dafür, dass die Yucca genug Licht bekommt.
  • Im Sommer fühlt sich die Yucca draußen – beispielsweise auf dem Balkon – sehr wohl.
  • Im Winter braucht sie eine Ruhephase bei ca. 10 °C. Gießen Sie wenig und düngen Sie nicht.
  • Übertreiben Sie es nicht mit dem Düngen!
  • Stärken Sie Ihre Pflanzen beispielsweise mit Schachtelhalm- oder Rainfarntee.

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Pilzliche Erkrankungen werden meist durch Pflegefehler hervorgerufen, weshalb eine artgerechte Pflege als beste Vorbeugung gilt. Sollte Ihre Yucca doch einmal Anzeichen zeigen, so gehören die nachstehenden Pilzerkrankungen zu den häufigsten.

Wurzelfäule

Die Wurzelfäule ist immer auf zu nasses Substrat zurückzuführen, in dessen Folge sich Pilze an den Wurzeln ansiedeln und diese zersetzen. Ein Befall liegt vor, wenn Sie an den Wurzeln, am Wurzelhals sowie im unteren Stammbereich matschige und faulige Stellen bemerken. Da die Pflanzen nicht mehr richtig versorgt werden können, welken sie. Befallene Yuccas können gerettet werden, dazu müssen Sie noch gesunde Pflanzenteile abschneiden und neu bewurzeln.

Stammfäule

Wenn der Stamm weich und / oder hohl wird, dann ist die Wurzelfäule bereits in die oberirdischen Pflanzenteile übergegangen. Zusätzlich zu den fauligen Wurzeln und dem weichen Stamm erscheinen braune bis schwärzliche, oft eingesunkene und faulige Stellen an den Blättern und Trieben. Dies ist ein Zeichen dafür, dass sich die pilzlichen Erreger ausbreiten und die Yucca eingeht. Eine Rettung ist partiell möglich, siehe Wurzelfäule.

Welkekrankheit

Wenn die Yucca plötzlich und ohne Grund die Blätter hängen lässt und welkt, dann kann in seltenen Fällen die gefürchtete Welkekrankheit dahinter stecken. Da die Wurzeln gesund zu sein scheinen, ist in diesem Fall übermäßige Feuchtigkeit nicht die Ursache. Stattdessen stammt der verursachende Pilz aus der infizierten Erde, dringt von dort in die Leitungsbahnen ein und verstopft diese. Verwenden Sie vorbeugend nur keimfreie Erde und entfernen Sie befallene Pflanzenteile sofort und großzügig.

Rußtau

Wenn sich auf den Blättern der Yucca ein schwärzlicher Belag zeigt, handelt es sich höchstwahrscheinlich um einen Rußtaupilz. Dieser geht immer mit einem Befall durch Blatt- oder andere Pflanzenläuse einher, da er auf deren Honigtau genannten Ausscheidungen ansiedelt. Wischen Sie den Honigtau sowie den Pilzbelag mit einem feuchten Tuch ab und bekämpfen Sie die Schädlinge.

Blattflecken

Verschiedene Pilze verursachen runde Flecken auf den Blättern, die oft mit ringförmig verschiedener Färbung erscheinen und häufig von einem gelblichen Hof umgeben sind. Diese Flecken vergrößern sich allmählich und können sich mitunter über das ganze Blatt ausbreiten. Die verursachenden Pilze werden vor allem durch Luftzug oder unsachgemäßes Gießen – beispielsweise indem die Blätter befeuchtet werden – verbreitet. Benetzen Sie die Yucca-Blätter nicht beim Gießen und vermeiden Sie Zugluft. Befallene Blätter sollten immer entfernt werden.

Tipps

Ein weißer Belag auf den Blättern der Yucca kann ein Hinweis auf eine Infektion mit Mehltau sein – oder aber ein Befall mit Gallmilben, die ein sehr ähnliches Schadbild verursachen.

Text: Ines Jachomowski

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