Die beste Pflege für Weinreben – ein Überblick

Es geht eine unvergleichliche Faszination von ihnen aus. Längst haben dekorative Rebstöcke den Hobbygarten erobert. Alle wichtigen Fragen rund um die fachgerechte Pflege einer Weinrebe werden hier beantwortet.

Weintrauben Pflege

Wie gieße ich eine Weinrebe richtig?

Stimmen Sie die Wasserversorgung eines Rebstocks auf sein Alter und den Standort ab, trägt diese Umsicht zu einem vitalen Wachstum maßgeblich bei. So gießen Sie richtig:

  • junge Weinreben in den ersten 6 Wochen alle 2 bis 3 Tage durchdringend wässern
  • gut angewachsene Pflanzen bei längerer Trockenheit gießen
  • die Substratoberfläche sollte zwischendurch gut antrocknen

Sind Weinreben zu düngen?

Da fachgerecht gepflegte Rebstöcke alljährlich kräftig zurückgeschnitten werden, haben sie einen hohen Bedarf an Nährstoffen. Düngen Sie die Pflanzen von März bis September alle 2 Wochen mit Kompost, Hornspänen oder Guano. Im Kübel werden vorzugsweise organische Flüssigdünger appliziert oder Düngestäbchen.

Welche Krankheiten können einen Weinstock bedrohen?

Kommt es zu gesundheitlichen Problemen im Anbau von Wein, steckt zumeist der Echte Mehltau dahinter. Diese weit verbreitete Pilzkrankheit äußerst sich in einem unappetitlichen weißen Belag auf Blättern, Trieben und Weintrauben. Ein ähnliches Schadbild zeigt sich bei Falschem Mehltau und Grauschimmel. Herrscht während der Blüte im Mai und Juni nass-kaltes Regenwetter, ist die Weinrebe durch Verrieselung gefährdet.

Welche Schädlinge befallen Rebstöcke?

Im Fokus der Schädlingsbekämpfung an Weinreben stehen drei Kandidaten, die sich auf diese Pflanzengattung spezialisiert haben. In erster Linie ist hier die Reblaus zu nennen, die in der Vergangenheit katastrophale Schäden anrichtete. Da mittlerweile alle Weintraubensorten auf resistente amerikanische Unterlagen veredelt sind, ist diese Plage im Griff. Die Rebenpockenmilbe und der Rebenstecher bergen dagegen ein weniger hohes Gefahrenpotenzial.

Wann sind Weinreben zu schneiden?

Dreh- und Angelpunkt einer erfolgreichen Pflege ist der gekonnte Rebschnitt. Dieser Rückschnitt geht Hand in Hand mit der angestrebten Erziehung des Weinstocks an seiner Rankhilfe. Der perfekte Zeitpunkt liegt Ende Februar/Anfang März. Im Sommer folgt während der Monate Juni und August der Grünschnitt, der insbesondere auf eine gezielte Auslichtung fokussiert.

Tipps & Tricks

Möchten Sie bei einem Umzug Ihre liebevoll gepflegten Rebstöcke mitnehmen, ist dies durchaus möglich. Je jünger die Weinreben, desto besser sind die Aussichten auf ein erfolgreiches Umpflanzen. Idealerweise wählen Sie für die Aktion einen Tag Ende Februar/Anfang März, um den Stress für die Pflanzen auf ein Minimum zu reduzieren.

GTH

Text: Paula Jansen

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