Weinreben richtig gießen – das Alter bestimmt die Menge

Ein sensibel abgestimmter Wasserhaushalt trägt wesentlich zum vitalen Wachstum einer Weinrebe bei. Das Alter und der Standort der Pflanze geben dabei Wassermenge und Rhythmus vor. Hier erfahren Sie die Einzelheiten.

Weinrebe gießen

Je jünger desto durstiger

Unmittelbar nach dem Pflanzen, befindet sich der Bedarf an Gießwasser auf dem höchsten Niveau. In dieser Phase möchte die Weinrebe ein kräftiges Wurzelsystem ausbilden, was einzig im Rahmen einer ausreichenden Wasserversorgung gelingt. So kommen Sie der Anforderung bestens nach:

  • alle 2-3 Tage durchdringend gießen
  • bei leichtem Nieselregen trotzdem wässern

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Als Faustregel für das adäquate Mengenvolumen gilt, dass pro Jungpflanze innerhalb von 7 Tagen 10 Liter verabreicht werden. Nach diesem Rhythmus wird in den ersten 6 Wochen die Weinrebe mit Wasser versorgt.

Die ideale Gießtechnik

Die fachgerechte Gießtechnik fördert das Wurzelwachstum. Wenn Sie Weinreben täglich nur wenig wässern, wird die Pflanze bequem. Sie registriert die nahtlose Versorgung und breitet ihr Wurzelsystem knapp unter der Erdoberfläche aus, da hier täglich Nachschub herabrieselt.

Damit sie ihre Wurzelstränge viele Meter tief in den Boden aussendet, sollte sie seltener und dafür durchdringend gegossen werden. Auf diese Weise ist sie in Trockenperioden problemlos in der Lage, an das Wasser in tieferen Schichten zu gelangen.

Gießen ab dem zweiten Jahr

Hat sich die Weinrebe gut etabliert, kommt sie mit dem natürlichen Regenaufkommen ausgezeichnet zurecht. Eine Trockenzeit von 2-3 Wochen verkraftet die Pflanze problemlos.

Tipps & Tricks

Wo eine Weinrebe unter dem Schutz eines Dachvorsprungs kultiviert wird, ist regelmäßiges Gießen Pflicht. Gleiches gilt für Rebstöcke unter einer Markise auf dem Balkon. An diese Stelle gelangt Regenwasser nur sehr selten, sodass hier selbst während feuchter Witterung gewässert wird.

GTH

Text: Paula Jansen

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