Weinreben umpflanzen – so wächst der Rebstock wieder an

Weinreben zählen zu den Tiefwurzlern. Den Wechsel an einen neuen Standort nehmen sie daher nicht so einfach hin. Worauf Sie achten sollten beim Umpflanzen eines Rebstocks, erklären wir Ihnen hier. So gelingt der Plan.

Weinreben umpflanzen

Den richtigen Zeitpunkt wählen

Da jedes Umpflanzen für Weinreben einen hohen Stressfaktor darstellt, kommt als Termin ein Tag während der winterlichen Saftruhe in Betracht. Darüber hinaus ist die Prozedur mit einem Rückschnitt verbunden. Empfehlenswert sind somit die Monate Januar und Februar. Der Boden darf nicht mehr gefroren sein und am Tag selbst eine frostfreie Witterung herrschen.

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Beste Voraussetzungen durch die richtige Vorbereitung

Zwei bis drei Wochen vor dem eigentlichen Umpflanzen nehmen Sie die folgenden Vorbereitungsarbeiten in Angriff:

  • in einem Radius von 1 Meter um den Stamm herum mit dem Spaten die Wurzeln abstechen
  • mithilfe einer Grabegabel den Wurzelballen ein wenig lockern
  • anschließend die Weinrebe durchdringend gießen

Den Abschluss der Vorbereitung bildet ein konsequenter Rebschnitt, der in diesem Fall etwas umfangreicher ausfallen darf. Diese Maßnahme schafft einen Ausgleich für die verlorene Wurzelmasse. Darüber hinaus wird am neuen Standort die Pflanzstelle gründlich gejätet, zwei Spaten tief umgegraben und großzügig mit Kompost angereichert.

Schritt-für-Schritt richtig umpflanzen

Zum gewählten Termin gießen Sie die Weinrebe nochmals reichlich. Daran anschließend wird die Weinrebenwurzel großräumig ausgegraben. Dabei sollte möglichst noch Erde im Wurzelgeflecht hängen bleiben. Den Rebstock stellen Sie in eine Schubkarre, um ihn zu seinem neuen Standort sicher zu transportieren. In diesen Schritten geht es weiter:

  • eine Pflanzgrube ausheben mit dem 1,5-fachen Volumen des Wurzelballens
  • den Aushub anreichern mit Algenkalk oder Steinmehl
  • an der Sohle eine Drainage anlegen aus Tonscherben oder Splitt
  • darüber eine erste Schicht der Pflanzerde verteilen

Die Weinrebe pflanzen Sie daraufhin mittig ein und füllen den Hohlraum mit dem restlichen Aushub. Achten Sie darauf, dass die Veredelungsstelle 4-5 Zentimeter über dem Erdboden steht. Zu guter Letzt gießen Sie den umgepflanzten Rebstock an.

Tipps & Tricks

Je älter ein Rebstock, desto riskanter erweist sich ein Umpflanzen an einen neuen Standort. Vorausschauende Hobbygärtner schneiden daher rechtzeitig mehrere Steckhölzer. Sofern sich der Garten nicht in einem geschützten Weinbaugebiet befindet, lässt sich daraus im Notfall eine neue Weinrebe ziehen.

GTH

Text: Paula Jansen

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