Wann kommt es an einer Weinrebe zum Verrieseln der Blüte?

Von Mitte Mai bis Ende Juni erstreckt sich die Blütezeit einer Weinrebe. Seit dem Austrieb sind 45-90 Tage vergangen, sodass an zahlreichen Trieben die Blütenrispen gedeihen. In einem guten Jahr entwickeln sich aus etwa 60 Prozent der Blüten die ersehnten Weintrauben. Kommt es hingegen zur gefürchteten Verrieselung, liegt die Quote weit darunter. Auf folgende Ursachen ist die Befruchtungsstörung zurückzuführen:

Weinrebe blüht
Ungünstige klimatische Bedingungen können dazu führen, dass die Weinrebe Blüten verliert
  • konstant niedrige Temperaturen unter 15 Grad Celsius
  • lang andauernde Hitze von mehr als 30 Grad Celsius
  • eine regenreiche Witterung
  • falsch dosiertes Düngen
  • unsachgemäßer Rebschnitt
  • Veredelung auf einer ungeeigneten Unterlage

Kommt es zur Verrieselung, werden zahlreiche Blüten von der Weinrebe abgeworfen. Entsprechend weniger Beeren können sich entwickeln, was den Ernteertrag deutlich reduziert. Verschiedene Weintraubensorten haben sich als besonders anfällig erwiesen, wie Merlit, Malbec oder der beliebte Gewürztraminer. Durch die Wahl resistenter Veredelungsunterlagen, besteht die Möglichkeit einer vorbeugenden Einflussnahme.

Text: Paula Jansen

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