Tomaten trocknen

Tomaten einfach trocknen – auf drei Wegen zu Trockentomaten

Frische Tomaten aus dem eigenen Anbau sind leider nur eng begrenzt haltbar. Der sommerliche Genuss lässt sich durch Trocknen um Monate verlängern. Das funktioniert ganz einfach zu Hause auf drei Wegen.

Wenn es schnell gehen soll – Tomaten trocknen im Dörrgerät

In einem Dörrgerät lässt sich die Ernte von Tomaten ganz wunderbar konservieren. Ein solches Gerät besteht aus einer kleinen Heizung mit Umluftfunktion sowie mehreren Siebböden. Idealerweise verfügt der Automat noch über eine Zeitschaltuhr und einen Temperaturregler. Verwenden Sie einzig vollreife Tomaten, ohne grüne Stellen. So bereiten Sie die Früchte für das Trocknen im Dörrautomaten vor:

  • die Tomatenschale mit einem scharfen Messer kreuzförmig anritzen
  • die Frucht für 30 Sekunden in kochendes Wasser tauchen, herausnehmen und in Eiswasser abschrecken
  • mit den Fingern die Schale nun vorsichtig abziehen
  • das grüne Stielende herausschneiden
  • Fleischtomaten in 5 mm dünne Scheiben schneiden
  • mittelgroße Früchte vierteln
  • Cocktailtomaten halbieren
  • wahlweise die Tomatensamen auslöffeln

Wir empfehlen, die Siebgitter mit Olivenöl einzupinseln. Breiten Sie die Tomaten im Abstand von 1 cm aus und bestreuen sie mit Meersalz, Pfeffer, Zwiebel- oder Knoblauchpulver. In den kommenden 8 bis 12 Stunden trocknen die Tomaten bei einer Temperatur zwischen 60 und 75 Grad. Kontrollieren Sie den Fortschritt stündlich. Nehmen die Tomatenstücke eine gummiartige Konsistenz an, ist der Vorgang abgeschlossen.

So verwandelt der Backofen frische Tomaten in Trockenfrüchte

Kein Dörrgerät griffbereit? Kein Problem. Dann bedienen Sie sich kurzerhand Ihres Backofens, um Tomaten zu trocknen. Heizen Sie den Ofen zunächst auf 220 Grad vor, denn die Früchte sollten kurz angeröstet werden. Zur Vorbereitung werden die Tomaten behandelt, wie für das Trocknen im Dörrgerät – abgesehen vom Schälen. So gestalten sich die nächsten Schritte:

  • auf einem eingefetteten Backblech die Tomatenstücke auslegen im Abstand von 1 Zentimeter
  • nach Geschmack würzen mit Salz, Pfeffer oder frischen Kräutern
  • wahlweise jede Tomate mit Olivenöl einpinseln
  • für 30 Minuten im vorgeheizten Backofen bei 220 Grad rösten
  • die Früchte aus dem Ofen nehmen und mithilfe von Zange und Messer schälen

Im Anschluss reduzieren Sie die Backofentemperatur auf 150 Grad. Umgeben von dieser Wärme, trocknen die Tomaten nun weitere 3 bis 4 Stunden. Im Verlauf dieser Phase werden die Stücke alle 30 Minuten gewendet. Im gleichen Zug gießen Sie das angesammelte Wasser vom Backblech. Präsentieren sich die Trockentomaten in einer schrumpeligen, ledrigen Optik, werden sie aus dem Backofen geholt.

Sonnengetrocknete Tomaten – so wird es gemacht

Um ohne viel Aufwand in den Genuss getrockneter Tomaten zu gelangen, leistet die Sonne wertvolle Schützenhilfe. Bereiten Sie zunächst die selbst gezogenen Tomaten vor, indem sie die Prachtstücke waschen und zerteilen. Geschält werden die Früchte in diesem Fall nicht. Voll ausgereift sollten sie sein, ohne faule oder schimmelige Stellen.

  • Tomaten mit der Schnittseite nach unten auf ein Gitterrost legen
  • ein engmaschiges Netz darüber ausbreiten zum Schutz vor pickenden Vögeln und gefräßigen Schädlingen
  • das Gitterrost platzieren an einem sonnenverwöhnten, leicht erhöhten Ort mit guter Luftzirkulation
  • während der folgenden drei Tage die zukünftigen Trockentomaten wiederholt drehen
  • über Nacht oder bei aufkommendem Regen ins Haus holen

Der Trockungsprozeß ist beendet, wenn auf leichten Druck keine Flüssigkeit mehr austritt. Zudem sollten sich die Tomaten gummiartig hin und her biegen lassen. Ganze Früchte lassen sich übrigens nicht trocknen, weder im Dörrgerät, noch im Backofen oder an der Sonne. Selbst kleinfrüchtige Sorten eignen sich nicht. Es besteht keine Möglichkeit, sie auf den Grad der Entwässerung im Inneren hin zu kontrollieren.

Trockentomaten richtig lagern – die besten Rezepte

Natürlich können die getrockneten Tomaten in eine Tüte gepackt oder vakuumiert werden, um sie zu lagern. Im kühlen, dunklen Keller sind die Dörrtomaten mehrere Monate haltbar. Eine effiziente Alternative ist das Einfrieren, wobei die Tomaten in diesem Fall nach dem Auftauen einzig für die Verwendung in Soßen geeignet sind. Es geht freilich ein wenig dekorativer und zugleich delikater.

  • als Gefäß dient ein formschönes Einweckglas
  • getrocknete Tomaten wechselweise im Knoblauchscheiben darin aufschichten
  • jede Lage würzen mit Meersalz
  • zu guter Letzt das Glas auffüllen mit Olivenöl und gut verschließen
  • dieses Rezept lässt sich erweitern mit Petersilie, Kräutern der Provence oder Frühlingszwiebeln

Kulinarischen Pfiff verleihen Sie den Trockentomaten, wenn diese vor dem Einlegen in Basilikumblätter gehüllt werden. Wenn Sie dieser köstlichen Verführung einen Monat widerstehen können, haben sich Kräuter- und Tomatenaroma vereint zu einem einzigartigen Geschmackserlebnis.

Tipps & Tricks

Samen, die vor dem Trocknen aus den Tomaten entfernt werden, sind viel zu schade für die Entsorgung im Müll. Entstammen die Körner einer samenfesten Tomatensorte, eignen sie sich ausgezeichnet als Saatgut für die Vermehrung. Einfach zwei Tage in Wasser vom Fruchtfleisch trennen, trocknen lassen und bis zur Aussaat im Schraubglas aufbewahren.

Text: Paula Jansen

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