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Tomatensamen erfolgreich trocknen und aufbewahren: Anleitung

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Die Gewinnung und Trocknung von Tomatensamen ermöglicht es, samenfeste Sorten zu erhalten und im Folgejahr erneut anzubauen. Dieser Artikel beschreibt detailliert alle Schritte von der Auswahl der Tomatensorte bis zur Lagerung der getrockneten Samen.

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Tomaten tragen viele Samen

Auswahl der Tomatensorte

Um erfolgreich Tomatensamen zu gewinnen und zu trocknen, ist die Wahl der richtigen Tomatensorte entscheidend. Samenfeste Sorten, im Gegensatz zu F1-Hybriden, geben ihre Eigenschaften zuverlässig an die nächste Generation weiter. F1-Hybriden können hingegen unvorhersehbare Ergebnisse wie unerwünschte Eigenschaften oder verringerte Fruchtbarkeit zeigen. Für die optimalen Ergebnisse bei der Trocknung und der späteren Aussaat sollten folgende Faktoren berücksichtigt werden:

  • Die Tomatenpflanze sollte kräftig und gesund sein.
  • Wählen Sie samenfeste Sorten, um Sortenechtheit zu gewährleisten.
  • Verwenden Sie vollreife und einwandfreie Früchte zur Maximierung der Keimfähigkeit.
  • Eine Tomate enthält in der Regel genügend Samen für mehrere Päckchen.

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Mit diesen Kriterien stellen Sie sicher, dass die gewonnenen Samen eine konstante Qualität und Keimfähigkeit aufweisen.

Gewinnung der Tomatensamen

Für die Gewinnung von Tomatensamen sind vollreife und gesunde Früchte notwendig. Halbieren Sie die Tomate und entnehmen Sie die Samen zusammen mit dem umliegenden Fruchtfleisch mithilfe eines Löffels. Platzieren Sie die Samen und das Fruchtfleisch in einem Glas und füllen es mit lauwarmem Wasser auf. Eine Prise Zucker kann hinzugefügt werden, um den Fermentationsprozess zu beschleunigen.

Fermentation der Tomatensamen

Die Fermentation ist ein wesentlicher Schritt im Trocknungsprozess von Tomatensamen, da sie die gallertartige Schicht um die Samen auflöst, die keimhemmende Substanzen enthält. Diese Schicht muss entfernt werden, um die Keimfähigkeit zu erhöhen. Gehen Sie wie folgt vor:

  1. Decken Sie das Glas mit Frischhaltefolie ab und lassen Sie es zwei bis vier Tage bei Raumtemperatur stehen.
  2. Rühren Sie die Mischung täglich um. Während des Prozesses sinken keimfähige Samen zu Boden, während nicht keimfähige Samen und Fruchtfleisch an der Oberfläche schwimmen.

Reinigung der Tomatensamen

Nach der Fermentation müssen die Tomatensamen gründlich gereinigt werden. Verwenden Sie hierfür ein feines Sieb und spülen Sie die Samen unter fließendem Wasser ab, bis alle Fruchtfleischreste entfernt sind. Um mögliche Krankheitskeime zu beseitigen, können die Samen in eine Essiglösung getaucht und kurz umgerührt werden. Danach ein letztes Mal absieben, jedoch nicht nochmals unter Wasser spülen.

Trocknen der Tomatensamen

Zum Trocknen der gereinigten Tomatensamen verteilen Sie diese in einer dünnen Schicht auf einer geeigneten Unterlage, wie Küchenpapier, Kaffeefilter oder Backpapier. Stellen Sie sicher, dass sich die Samen nicht berühren oder übereinander liegen. Lagern Sie die Samen an einem trockenen, warmen und gut belüfteten Ort ohne direkte Sonneneinstrahlung. Ideal sind Temperaturen zwischen 25 und 30 Grad Celsius. Der Trocknungsprozess dauert etwa ein bis zwei Tage, abhängig von den Umgebungsbedingungen.

Überprüfung des Trocknungsgrads

Um den Trocknungsgrad der Samen zu überprüfen, führen Sie den Bruchtest durch. Nehmen Sie einen Samen zwischen Daumen und Zeigefinger und drücken Sie vorsichtig. Zerbricht der Samen leicht, ist er vollständig getrocknet. Biegt er sich jedoch, muss er weiter trocknen.

Lagerung der Tomatensamen

Für die Erhaltung der Keimfähigkeit ist die richtige Lagerung der getrockneten Tomatensamen entscheidend. Bewahren Sie die Samen an einem kühlen, trockenen und dunklen Ort auf. Ideal sind Temperaturen zwischen 2 und 12 Grad Celsius. Verwenden Sie luftdichte Behälter wie Schraubgläser, verschließbare Plastikbeutel oder dichte Aufbewahrungsdosen, um die Samen vor Feuchtigkeit und Schädlingen zu schützen. Beschriften Sie die Behälter mit Sortennamen und Erntejahr zur leichteren Identifizierung. Bei korrekter Lagerung bleiben Tomatensamen in der Regel fünf bis acht Jahre keimfähig.

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