Das hilft, wenn der Salat schießt

Im Sommer prägen Salatpflanzen das Gartenbild, die einen pyramidenförmigen Blütenstand entwickelt haben. Das ist während dieser Jahreszeit häufig normal. Wenn es zum frühzeitigen Schossen kommt, spielen Temperatur oder falsche Pflegemaßnahmen eine Rolle.

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Blüht der Salat eh, können Samen fürs nächste Jahr geerntet werden

Über das Wachstum

Hinter Lactuca sativa verbirgt sich der Gartensalat, von dem es zahlreiche Formen und Sorten gibt. Sie wachsen überwiegend einjährig und entwickeln im Frühjahr eine Blattrosette. Da die Gewächse zu den Langtagpflanzen gehören, kommt es zur Blütenbildung, nachdem die Tageslänge einen kritischen Wert von zwölf Stunden überschritten hat. Bei einem Anbau im Frühling und optimalen Bedingungen durchläuft das Gewächs die gesamte Wachstumsperiode und blüht auf natürliche Weise.

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Wieso Salate schießen

Ausschlaggebend für ein normales Wachstum sind die Temperaturen. Kurzzeitige Kälteperioden in der Jugendphase, in denen das Thermometer unter zehn Grad fällt, suggerieren den Pflänzchen einen bevorstehenden Winter. Wenn die Gewächse den Eindruck bekommen, dass die Bedingungen für ein weitere Überleben schlechter werden, reagieren sie mit einer vorzeitigen Blütenentwicklung. Dahinter steckt die Absicht, möglichst schnell eine Vielzahl von überlebensfähigen Samen zu produzieren.

Negative Einflussfaktoren:

  • Pflanzen stehen zu dicht im Beet
  • Boden ist zu trocken
  • Temperaturen sind zu warm oder kalt
  • Pilz- oder Insektenbefall an den Wurzeln

Das können Sie tun

Schützen Sie die Jungpflanzen in der Jugendphase vor Nachtfrösten und Kälteperioden. Idealerweise kommen die Gewächse erst nach den Eisheiligen Mitte Mai ins Beet, wobei der genaue Aussaattermin von der gewählten Sorte abhängt. Wenn das Frühjahr konstant warme Bedingungen gewährleistet, ist die Gefahr des vorzeitigen Schossens relativ gering. Vorgezogene Pflanzen, die sie im Gartencenter kaufen können, wurden unter Optimalbedingungen vorgezogen. Diese Salatpflanzen schießen in der Regel nicht.

Optimale Standortbedingungen gewähren

Sandige Böden erwärmen sich nach dem Winter schneller als schwere Untergründe. Beide Extreme sind allerdings für den Salat ungeeignet, denn dieser bevorzugt ein lockeres und mäßig nährstoffreiches Substrat mit einem guten Wasserspeichervermögen. Frische und humose Bedingungen in einer gut durchlüfteten Erde sind optimal. Was die Lichtverhältnisse betrifft, so fühlt sich der Gartensalat an einem sonnigen bis halbschattigen Standort wohl.

Richtig pflegen

Salatblätter beinhalten zu 95 Prozent Wasser, sodass der Wasserbedarf während der Wachstumsphase sehr hoch ist. Achten Sie auf eine regelmäßige Bewässerung, damit der Boden nicht austrocknet. In Trockenperioden kommt der Bewässerung eine deutlich höhere Bedeutung zu. Nach der Grunddüngung im Frühjahr erfordert Salat keine weitere Nährstoffversorgung. Hacken Sie das Beet regelmäßig, um Durchlüftung, Wasserabfluss und Mineralisierung zu verbessern. Gleichzeitig sorgt diese Maßnahme dafür, dass Unkräuter keine Chance haben.

Wissenswertes zur Ernte

Sobald die Blätter knackig sind und ein festes Gewebe aufweisen, sind sie genussreif. Salat kann während der gesamten Wachstumsperiode abgeerntet werden, wenn Sie das Herz unversehrt lassen. Wenn sich Blütenstände entwickeln, weisen die Salatblätter einen bitteren Geschmack auf.

Text: Christine Riel
Artikelbild: PerfectBalance/Shutterstock

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