So verhindern Sie, dass Spinat schießt

Wenn der Spinat plötzlich Blüten ansetzt, ist schnelles Handeln gefragt. Je länger Sie warten, desto stärker geht die Qualität zurück und das Gemüse schmeckt nicht mehr. Problematisch wird es bei einer verfrühten Blütenentwicklung, die durch verschiedene Faktoren begünstigt wird.

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Blühender Spinat schmeckt nicht mehr

Das natürliche Wachstum

Die krautige Pflanze wächst einjährig und bildet im ersten Stadium ihrer Vegetationsperiode rosettig angeordnete Grundblätter. Als Langtagpflanze benötigt Spinacia oleracea eine Mindesttageslänge von zwölf Stunden, um mit der Blütenstandsentwicklung zu beginnen. Die Blütezeit erstreckt sich von Juni bis September und geht einher mit einer schwachen Rosettenbildung.

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Stressfaktoren sind ungünstig

Wenn der Spinat vorzeitig blüht, sprechen Gärtner vom Schießen oder Schossen. Dieses Phänomen ist eine Anpassung an ungünstige Bedingungen. Stress führt zu einem plötzlichen Wachstumsschub, denn die Pflanzen stellen sich darauf ein, dass ihr Ende naht. Sie versuchen, innerhalb kurzer Zeit für den Arterhalt zu sorgen und produzieren Blüten und Samen. Schneiden Sie die Blütenstängel direkt nach dem Aufkommen ab. Mit etwas Glück bilden sich neue Spinatblätter.

Das sollten Sie verhindern:

  • direkte Einwirkung von Kahlfrösten auf Jungpflanzen
  • Austrocknung des Bodens während der Wachstumsphase
  • zu viel Hitze und Sonneneinstrahlung

Optimale Bedingungen schaffen

Gemüsespinat liebt einen konstant feuchten Untergrund, der humose Eigenschaften aufweist. In einem sauren Milieu fühlt sich das Gemüse nicht wohl. Am besten wächst das Blattgemüse, wenn die Startbedingungen kühl und nicht frostig sind. Ein Direktsaat erfolgt zwischen März und Mai, sodass Sie die Sommerhitze umgehen. Anschließende Aussaaten sind wieder im Herbst möglich. Spinat fühlt sich an einem halbschattigen Standort wohl.

Die richtige Pflege

Nachdem Sie das Gartenbeet vor der Kultur mit Kompost aufgebessert haben, ist keine weitere Düngung notwendig. Gartenspinat gehört zu den Schwachzehrern. Eine starke Versorgung mit Stickstoff sorgt dafür, dass die Blätter stark und kohlartig wachsen. Wichtiger ist eine gleichmäßig hohe Bewässerung, da das Gewächs auf einen konstant feuchten Boden angewiesen ist. Eine Mulchschicht verhindert in trockenen Perioden, dass die Erde zu viel Wasser verliert. Durch das regelmäßige Auflockern des Bodens haben Unkräuter keine Chance und Sie verbessern die Durchlüftung.

Ernte

Üblicherweise ist Spinat sechs bis acht Wochen nach der Aussaat erntereif, wobei Sie die jungen Blätter etappenweise abschneiden können. Dadurch wächst das Gemüse stetig nach. Je älter das Blattgemüse wird, desto herber und zäher schmeckt es. Der letzte Erntetermin ist gekommen, wenn sich Blütenstände zeigen.

Ab diesem Zeitpunkt lagert die Pflanze zunehmen Nitrat, Oxalsäure und Bitterstoffe in das Laub ein, sodass dieses ungenießbar wird. Schneiden Sie Blattspinat direkt über der Bodenoberfläche ab. Die Wurzelreste verrotten und versorgen den Boden mit Nährstoffen.

Tipps

Sogenannter Wurzelspinat wächst kompakter und wird knapp unter dem Wurzelansatz abgeschnitten. Dadurch erhöht sich seine Lagerfähigkeit auf bis zu zwei Wochen. Diese Erntemethode klappt in sandigen Böden besser.

Text: Christine Riel
Artikelbild: K.K.T Madhusanka/Shutterstock

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