Spinat

Spinat schießt: Ursachen & Gegenmaßnahmen

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Spinat ist ein beliebtes Blattgemüse, das jedoch empfindlich auf bestimmte Umweltbedingungen reagiert und zum sogenannten „Schießen“ neigen kann. Dieser Artikel befasst sich mit den Ursachen, Auswirkungen und Gegenmaßnahmen des Schießens bei Spinat, um Ihnen eine erfolgreiche Ernte zu ermöglichen.

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Blühender Spinat schmeckt nicht mehr

Auslöser für das Schießen: Stressfaktoren erkennen

Spinat reagiert sensibel auf verschiedene Bedingungen, die zu einem vorzeitigen Blühen und der Ausbildung von Samen, dem sogenannten „Schießen“, führen können. Als Auslöser kommen verschiedene Stressfaktoren in Betracht:

  • Temperatur: Spinat bevorzugt kühle Temperaturen. Liegen die Temperaturen dauerhaft über 23 °C, kann dies die Blütenbildung fördern.
  • Lichtverhältnisse: Lange Tage mit mehr als zwölf Stunden Tageslicht können den Spinat dazu anregen, in den Blühmodus zu wechseln.
  • Wasserversorgung: Unzureichende Bewässerung oder eine allgemein schlechte Wasserversorgung des Bodens kann den Blüteprozess beschleunigen.
  • Nährstoffmangel und Bodenbeschaffenheit: Ein Mangel an Nährstoffen im Boden, ein zu hoher Konkurrenzdruck unter den Pflanzen oder ein verdichteter Boden können ebenfalls Stress für den Spinat bedeuten.

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Achten Sie darauf, diese Stressfaktoren zu minimieren, um eine vorzeitige Blüte und damit einhergehende Qualitätseinbußen beim Spinat zu vermeiden.

Auswirkungen auf Geschmack und Inhaltsstoffe

Die Blütephase hat nicht nur Einfluss auf das Wachstum des Spinats, sondern auch auf seinen Geschmack und die Zusammensetzung wichtiger Inhaltsstoffe:

  • Geschmack: Während des Schießens reichern die Spinatblätter vermehrt Oxalsäure an, was zu einem bitteren Geschmack führt. Junger Spinat hingegen zeichnet sich durch einen mild-süßlichen Geschmack aus.
  • Inhaltsstoffe: Der Nitratgehalt im Spinat steigt während der Blütephase an. Besonders bei Kleinkindern sollte der Verzehr von Spinat mit hohem Nitratgehalt vermieden werden. Blanchieren vor dem Verzehr kann den Nitratgehalt reduzieren.

Maßnahmen gegen das Schießen: Vorbeugen ist der Schlüssel

Um dem Schießen des Spinats vorzubeugen, sind präventive Maßnahmen entscheidend:

  • Standortwahl: Wählen Sie einen Standort, der sonnige bis halbschattige Bedingungen bietet. Die konkrete Sonnenverträglichkeit variiert je nach Sorte.
  • Bodenbeschaffenheit: Ein durchlässiger Boden ist optimal für die Entwicklung des Spinats, da die Pflanzen tief wurzeln.
  • Aussaatzeitpunkt: Um die Hitze des Sommers zu umgehen, empfiehlt sich die Aussaat im Frühjahr oder Herbst.
  • Regelmäßiges Gießen: Sorgen Sie für eine gleichmäßige Wasserversorgung, um Trockenstress zu vermeiden und das Risiko des Schießens zu minimieren.
  • Sortenwahl: Es gibt Sorten, die weniger zum Schießen neigen. Die Auswahl resistenter Sorten kann Ihnen dabei helfen, das Risiko zu minimieren.

Umgang mit blühendem Spinat: Was tun, wenn es doch passiert?

Auch wenn die Blütephase des Spinats eine Herausforderung darstellt, gibt es verschiedene Handlungsoptionen:

  • Schnelle Ernte: Ernten Sie reife Blätter umgehend und bewahren Sie diese im Kühlschrank auf. Sie sollten möglichst bald verzehrt werden.
  • Blätter einfrieren: Die Blätter können nach der Ernte blanchiert und eingefroren werden, um sie später zu verwenden.
  • Rückschnitt: Durch das Zurückschneiden der Blütenstände kann ein Teil der Pflanzen möglicherweise angeregt werden, neue Blätter zu bilden, jedoch ist dies nicht garantiert.
  • Samen ernten: Wenn Sie Interesse an zukünftigen Anpflanzungen haben, lassen Sie einige Pflanzen für die Samengewinnung blühen. Die Samen sind reif, sobald die Pflanzen braun und trocken sind.
  • Entfernen und Neuaussaat: Sollten Sie kein Interesse an den Samen haben, können Sie die blühenden Pflanzen entfernen, um Platz für eine Neuaussaat zu schaffen.
Bilder: K.K.T Madhusanka / Shutterstock