Guter Heinrich – so wird das schmackhafte Urgemüse angebaut

Dem Guten Heinrich war zu früheren Zeiten ein Platz im Garten sicher. Dann kam der Spinat und verdrängte ihn aus dem Beet. Ermöglichen Sie dem Urgemüse den Wiedereinzug, es wird es Ihnen mit seinem würzigen Geschmack danken. Der Anbau stellt keine großen Ansprüche.

Guter Heinrich anpflanzen
Guter Heinrich ist ein leckeres Wildgemüse, das sich problemlos im Garten anbauen lässt

Beste Aussaatzeit

Der Gute Heinrich ist ein mehrjähriges Gewächs, das uns etwa 4 bis 5 Jahre mit frischen grünen Blättern versorgt, bevor ein Platzwechsel und eine Neuaussaat erforderlich wird. Sein Dasein im Garten kann er irgendwann zwischen März und Mai oder zwischen September und Oktober beginnen.
Wann Sie dieses Gemüse genau aussäen wollen, bleibt Ihnen überlassen.

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Geeigneter Standort

Der Gute Heinrich bevorzugt sonnig oder halbschattig gelegene Standorte. Diese sollten bereits im Herbst mit einem organischen Langzeitdünger angereichert werden und ein weiteres Mal im Frühjahr stickstoffbetont gedüngt werden. Der Gute Heinrich mag zudem sandige, durchlässige Böden. Schwere Böden lassen sich durch Zugabe von Sand aufbessern.

Aussaat

Dieses Blattgemüse ist ein Lichtkeimer, daher wird die Saat nicht mit Erde bedeckt. Nachdem sie dünn ausgesät wurde, muss sie nur leicht angedrückt werden. Nach dem sich erste kräftige Pflänzchen zeigen wird auf 50 x 50 vereinzelt.

Tipps

Decken Sie nach der Aussaat das Beet mit durchsichtiger Folie ab, dann keimt die Saat noch schneller.

Pflege

Junge Pflanzen werden mit Erde angehäuft. Auch während der folgenden Kultivierungsdauer von mehreren Jahren sind einige Pflegemaßnahmen erforderlich:

  • regelmäßig mit Kompost düngen
  • für gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit sorgen
  • Boden regelmäßig lockern
  • sprießendes Unkraut zeitnah entfernen

Tipps

Decken Sie die Pflanzen im Winter mit Stroh oder Laub ab, dann können Sie im Frühjahr noch früher ernten.

Ernte

Je nach Witterung können bereits acht Wochen nach der Aussaat erste, zarte Blätter von den Stängeln gezupft werden. Eine so frühe Ernte schwächst allerdings die Pflänzchen und sollte mit Augenmaß erfolgen. Ab dem zweiten Standjahr kann Guter Heinrich problemlos geerntet werden. Die Erntezeit beginnt im Frühjahr und endet mit den ersten Frösten.

Es werden nur junge Blätter verwendet, da ältere Blätter zu viel Oxalsäure enthalten. Außerdem sollte das Gemüse kurz vor der Zubereitung geerntet werden, denn die Blätter welken schnell.

Tipps

Wenn Sie einige Pflanzen im Herbst mit Erde anhäufeln, können Sie im Frühjahr die bleichen Neutriebe wie Spargelsprossen verwenden.

Text: Daniela Freudenberg

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