Guter Heinrich – beim Sammeln droht Verwechslung!

Der Gute Heinrich hat große, besonders geformte Blätter und ist damit von anderen Wildpflanzen gut zu unterscheiden. Allerdings nicht von allen. Damit keine Giftstoffe im Sammelkorb landen und unsere Gesundheit bedrohen, muss genau hingeschaut werden. Wir verraten Ihnen entscheidende Merkmale.

Gefleckter Aronstab Verwechslung
Die Blätter des Gefleckten Aronstabs (hier abgebildet) sehen dem Guten Heinrich zum Verwechseln ähnlich

Guter Heinrich als Wildpflanze

Guter Heinrich wächst hierzulande als Wildpflanze, wenn auch von vielen Menschen weitgehend unerkannt. Angesichts des Überangebots in den Regalen der Supermärkte, haben wir uns der ursprünglichen Natur entfremdet und bewährte Wildpflanzen vergessen. Zum Glück nimmt das Interesse an ihnen wieder stetig zu, sei es wegen des Geschmacks oder der ihnen innewohnenden Heilkräfte.

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Lange Sammelzeit

Bereits ab März können erste Blätter des Guten Heinrichs gesammelt werden, und die Sammelzeit reißt bis zum ersten Frost nicht mehr ab. In dieser langen Sammelzeit kommen und vergehen viele andere Wildkräuter. Einige davon sind für Menschen ebenfalls essbar, andere dagegen höchst giftig. Deswegen stellt sich die Frage, wie der Gute Heinrich unter all den anderen Pflanzen zweifelsfrei erkannt wird.

Verwechslungsgefahr mit Giftpflanzen

Der Gefleckte Aronstab ist eine sehr giftige Wildpflanze, deren Blätter bezüglich Farbe, Form und Größe auf den ersten Blick fast identisch sind mit den Blättern des Guten Heinrichs. Doch die Blätter der Giftpflanze sind glatter und glänzender. Schauen Sie sich die Bilder der beiden Pflanzen genau an, und Sie werden feine Unterschiede erkennen. Am besten lassen sich die beiden Pflanzen während der Blütezeit unterschieden, da die Blüten sehr unterschiedlich sind.

  • Guter Heinrich blüht grünlich
  • bildet kleine, rispenartig angeordnete Blütenknäule
  • Gefleckter Aronstab hat große Einzelblüten
  • die Blüte besteht aus einem Hochblatt und einem Kolben

Tipps

Investieren Sie in ein gutes Wildpflanzenbuch, das Sie auf ihrem Streifzug durch die Natur mitnehmen können. Anhand von Bildern oder Zeichnungen können Pflanzen so an Ort und Stelle identifiziert und guten Gewissens in den Korb gelegt werden.

Lieber selbst anbauen?

Wer ganz sicher gehen will, dass in seinem Kochtopf keine Giftstoffe landen, kann den Guten Heinrich auch daheim im Garten anbauen. Das Saatgut dazu ist überall im Fachhandel erhältlich. Und das Gute ist: An einem sonnigen und nährstoffreichen Standort versorgt uns die mehrjährige und winterharte Pflanze schon bald nach der Aussaat mit ihren leckeren Blättern, Trieben und Blüten. Und das bis zu fünf Jahre lang!

Text: Daniela Freudenberg

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